Unterricht: Planung und Analyse
Inhaltsverzeichnis
Einleitung_ 3
Erziehungsfunktion
des Unterrichts_ 3
Unterrichtsanalyse_ 4
Strukturanalyse_ 5
Intentionalität und Thematik 5
Methodik und Medienwahl 6
Unterrichtsplanung_ 7
Prinzipien der Planung_ 7
Fazit 8
Literatur 8
Im folgenden Text setze ich mich mit
Planungsdimensionen des Unterrichts auseinander. Als Grundlage dient mir ein
Text von Wolfgang Schulz zum Thema „Unterricht – Analyse und Planung“. Dieses
Werk wurde zwar bereits 1965 verfasst, besitzt aber meiner Meinung nach in
vielen Bereichen noch Gültigkeit. Wurde damals noch der Fernseher als neueste
technische Errungenschaft für den Unterricht diskutiert (S. 8.), so ist heute
vor allem der Computer in den Mittelpunkt der Unterrichtsmedien gerückt. Ich
möchte in meinen Ausführungen die Planung und Analyse in den Vordergrund
stellen und in diesem Bereich bietet Wolfgang Schulz sehr interessante Ansätze.
Paul Heimann schreibt in seiner
Einleitung dieser pädagogischen Textreihe, dass „jeder konkrete
Unterrichtsvorgang als ein unwiederholbarer Prozess von einmaliger
Faktorenkomplexität aufgefasst wird“ (S. 9).
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schlecht geplanter Unterricht darin, dass man die Lerninhalte, die Unterrichtsmethoden
und verwendeten Hilfsmedien über Jahrzehnte unverändert lässt.
Daher bedarf es in der Praxis einer
Unterrichtstheorie, erstens um dem Lehrer eine Möglichkeit zu bieten seinen
Unterricht hinreichend zu begründen und zweitens um seinen Unterricht den
wechselnden Anforderungen anzupassen (S. 13-14.). Die Didaktik versucht im
Großen und Ganzen das für die Kinder notwendige Wissen herauszufiltern und
dieses Wissen zielgruppengerecht weiterzuvermitteln. Gerade in der heutigen
Zeit beschäftigen sich viele Pädagogen mit neuen Techniken der Wissensvermittlung.
Ich glaube es ist unumgänglich sich als Lehrer mit diesen Neuheiten
auseinanderzusetzen, unterschiedliche Erkenntnisse in den eigenen Unterricht
einzubauen und somit die Begeisterung und folglich auch den Lernerfolg der
Kinder zu steigern.
Lehrer sind nicht bloße
Wissensvermittler, sondern sind auch einem Erziehungsauftrag verpflichtet. Wolfgang
Schulz unterscheidet zwei Formen von Erziehung: die funktionale und die
intentionale Erziehung (S. 17).
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Man muss sich aber im Klaren sein,
dass man als Lehrer auch Dinge vermittelt, die zwar unbeabsichtigt sind, aber
von den Kindern trotzdem aufgenommen werden. Solche unbeabsichtigten
Erziehungseinflüsse, deren Auswirkungen man zwar sieht, aber nicht erklären
kann, werden als funktionale Erziehung bezeichnet (S. 18). Es kann der Fall
sein, dass bestimmte persönliche Werthaltungen unbewusst vermittelt werden, was
unbedingt vermieden werden sollte. Ein wichtiger Punkt ist auch die Tatsache,
dass auch die Lehrperson dieser funktionalen Erziehung unterliegt. Man muss
sich als Lehrer daher immer wieder fragen, welchen Einfluss Schüler auf die
Lehrperson haben und inwiefern es den Unterricht beeinflusst.
Unterricht hat neben einer
Erziehungsfunktion auch die Funktion einer Bildungshilfe. Wolfgang Schulz
behauptet, dass im Mittelpunkt des Unterrichts die Lernfortschritte der Schüler
stehen müssen (S. 19). Das heißt, dass man die Einflüsse auf die Lernprozesse
verstehen sollte und auch deren personen- und gruppenspezifische Abhängigkeit.
Ich bin auch der Meinung, dass der Lernerfolg ein wesentlicher Bestandteil ist,
jedoch sind auch andere schwer messbare Faktoren von großer Bedeutung. Soziale
Kompetenz, Kreativität, Teamfähigkeit, Selbstreflexionsfähigkeit und kritisches
Denken sind in der heutigen Zeit wichtige Kriterien, die auch in der Schule
vermittelt werden müssen. Es ist aber schwer diese Fähigkeit zu erfassen und
einen Fortschritt in diesem Bereich zu eruieren.
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Wenn man einen Unterricht beobachtet,
sollte man sich schon im Vorhinein Gedanken machen, wie und was man analysieren
möchte. Es ist wichtig, sich ein Ordnungsschema zurechtzulegen, um eine
systematische Kritik ermöglichen zu können. Eine Strukturanalyse wird nicht nur
von Hospitierenden durchgeführt, sondern auch von Lehrern die ihren eigenen
Unterricht analysieren (S. 23).
Bei der Analyse eines Unterrichts muss
man sich von traditionellen Anschauungen, persönlichen Sympathiegefühlen und
Unterrichtstheorien distanzieren um einen unvoreingenommen Blick auf das
Erkenntnisobjekt zu gewinnen (S. 23). Wolfgang Schulz nennt in diesem
Zusammenhang sechs unterschiedliche Einflussfaktoren: Anthropogene
Voraussetzungen, Intentionalität, Thematik, Methodik, Medienwahl,
Sozial-kulturelle Voraussetzungen (S. 23.).
Diese sechs Punkte bieten
Anhaltspunkte für eine konstruktive Analyse. Diese sind auch voneinander
abhängig. Wenn man zum Beispiel ein bestimmtes Thema in Gruppen selbständig
ausarbeiten lässt, dann müssen die Kinder auch in der Lage sein, im Team
zuarbeiten und Meinungen untereinander diskutieren zu können. Daran lässt sich
erkennen, dass die Methode wesentlich von Anthropogenen und Sozial-kulturellen
Voraussetzungen abhängt.
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die speziellen Bedürfnisse einer Klasse und einzelner Kinder abzustimmen. Zum
Beispiel kann man durch beachten kultureller Hintergründe und bewusstes
Einbauen der unterschiedlichen Erfahrungen in den Unterricht, das Interesse für
andere und die Achtung vor anderen Kulturen fördern. Ebenso verhindert ein
Unterricht, der das Vorwissen der Schüler beachtet, dass Kinder weder
unterfordert noch überfordert werden.
Gerade dieses Missverhältnis von
Leistungsanforderung und Leistungserbringung kann zu störendem Verhalten
führen. Weiters können Kinder mit unterschiedlichem Wissenstand ihre
Erfahrungen untereinander austauschen und voneinander lernen.
Die Intentionen des Lehrers müssen
sich mit unterschiedlichen Qualitätsstufen der Lernenden auseinandersetzen.
Unterricht hat Auswirkungen auf die
kognitive, emotionale und pragmatische Dimension (S. 26). Meiner Meinung nach
wird auch heutzutage noch viel zu sehr auf Informationsverarbeitung wert
gelegt. Die emotionalen und pragmatischen Aspekte von Unterricht werden dabei oft
vergessen.
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