Agrarproduzent:
Der Hersteller des Agrarprodukts maximiert den realen Gewinn (= Gewinn in
Einheiten des eigenen Produkts).
Im Gewinnmaximum muss das reale Grenzprodukt des Arbeitseinsatzes (Siehe
(6.4.)) gleich dem Reallohn sein. Weiters muss im Gewinnmaximum das reale
Grenzprodukt des Kapitaleinsatzes gleich dem realen Mietpreis des Kapitals
sein.
Industriefirma:
Der Produzent des Kapitalguts maximiert auch seinen realen Gewinn (in Einheiten
des Agrarprodukts).
Im Gewinnmaximum werden die Kosten minimiert, daher folgen aus den Gewinn- die
Kostenmaximierungsbedingungen.
Es wird die MRT (Grenzrate der Substitution) die
angibt, wie viele y-Einheiten am Markt für eine zusätzliche x-Einheit
hergegeben werden müssen. Im Gewinnmaximum in beiden Sektoren (Agrar- und
Industrie) stimmt das, was technologisch erforderlich ist genau mit dem
überein, was der Markt fordert. Genaue Erklärungen siehe Seite 114-115.
Produktstruktur (Siehe S. 116, Abb. 6.4.): Wo die
Transformationskurve von der am weitesten vom Ursprung entfernten
Isogewinnkurve berührt wird befindet sich die Gewinn maximierende
Produktstruktur. An diesem Punkt ist die MRT gleich dem relativen
Agrarproduktpreis 1/p*.
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Der
technische Fortschritt (technisch-wirtschaftlicher Wandel) hat nicht nur
wohlstandssteigernde Wirkungen: Es gibt auch einen umweltungünstigen
technischen Fortschritt (besonders in Phasen ungewöhnlich hohen
Wirtschaftswachstums). Es wurde der Commoner-Index eingeführt:
I = Bevölkerung x
Schadstoffmenge/Menge des Wirtschaftsgutes (I)
x Menge des
Wirtschaftsgutes/Bevölkerung (II)
Teil
I wird als Technologie-, II als Affluenzkomponente bezeichnet.
Bei
starkem Wirtschaftswachstum dominiert die Technologie-,
bei
langfristigem Wirtschaftswachstum die Affluenzkomponente (z. B. wenn Umwelt-
und Ressourcengrenzen spürbar werden).
Treibstoffverbrauch
der Motoren anhand des Index:
Durch den Erdölpreisschock und den Autoproduzentenwettbewerb ging
der Treibstoffverbrauch ständig zurück, um die Nachfrage aufrecht zu erhalten.
D. h. die Technologiekomponente hat abgenommen, die Affluenzkomponente
hingegen nimmt ständig stark zu, da die gefahrenen KM pro Person zunehmen.
Die Umweltbelastung des Verkehrs insgesamt steigt. Ev. Gegenmaßnahmen:
Die umweltpolitische Kontrolle wäre z. B. eine Einführung einer
flächendeckenden PKW-Maut.
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Bei
vollkommener Konkurrenz auf den Produkt- und Faktormärken hat kein
Industrieunternehmen den Anreiz Emissionen zu reduzieren, da freiwillige
Verringerungen der Emissionsintensität im nicht-kooperativen Wettbewerb des
allgemeinen Marktgleichgewichts bestraft werden. Dagegen ist die
pareto-effiziente Allokation das Ergebnis einer optimierten Entscheidung
eines Planers oder die Gleichgewichtslösung eines kooperativen Spiels aller
Marktteilnehmer außerhalb des Wettbewerbs. D. h. die Reduktion der
Emissionsintensität unter das technisch maximal mögliche Niveau wirkt
pareto-verbessernd: Wenigstens ein Haushalt erfährt eine Nutzensteigerung,
ohne dass andere auf Nutzen verzichten müssen. Der externe Planer legt die
Emissionsintensität also von außen endogen fest, d. h. nicht von außen
gegebenen technischen, sondern nach volkswirtschaftlichen Kriterien.
..
(?)
22. Erläutern Sie die Ableitung der
Bedingung (6.19) und interpretieren Sie diese Optimierungsbedingung unter
Zuhilfenahme der Abbildung 6.5.
Siehe
Buch Seite 125 u. 126
23. Erklären Sie die Herleitung der
Bedingung (6.20) und machen Sie deutlich, warum die vertikale und nicht die
horizontale Addition der individuellen marginalen Zahlungsbereitschaften
effizient ist. Inwiefern versagen perfekte Wettbewerbsmärkte?
Siehe
Buch Seite 128 und letzte Folie 6. Einheit
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