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Umweltorientiere VWL - Fragenausarbeitung .doc

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Faculty
Economics
Discipline
Business Studies
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University, School
Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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Ausarbeitung der Fragen aus dem Buch \\
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Fragenausarbeitung

Fragen Kapitel 2

1.    Beschreiben Sie in Stichworten die Wachstumsperformance der Industrieländer im letzten Jahrhundert anhand der Gesamt- und Pro-Kopf-Einkommenszahlen!

ü  Seit Beginn der Neuzeit: Wachstum in West- und Mitteleuropa und Nordamerika

ü  Wirtschaftswachstum zwar schwankend, aber ständig wachsend (trotz Weltkriegen)

ü  Wirtschaftliche Entwicklung im 2. Jahrtausend seit Christi Geburt viel besser als im 1.

ü  Wachstum der Weltbevölkerung zwischen 1000 und 1998 um das 22-fache und Anstieg des Pro-Kopf-Einkommens um das 13-fache (Vgl. 1. Jahrtausend: Bevölkerungswachstum 1/6 und leichter Rückgang des Pro-Kopf-Einkommens)

ü  Wirtschaftswachstum über Zeit (intertemporal) und international sehr unterschiedlich

ü  19. Jhd: USA ist Wachstumslokomotive der Welt

ü  Ab 1950: Führungsrolle von USA an Japan und teilweise an west- und mitteleuropäische Länder weitergegeben

ü  1000-1820: Wachstum „extensiv“, dh die Bevölkerung wächst in gleichem Ausmaß wie das BIP

ü  Seit 1820: Wachstum „intensiv“ (Beginn der industriellen Revolution) – Pro-Kopf-Einkommen 1998 achtmal so hoch wie 1820

 

Durchschnittliche jährliche Wachstumsraten des Sozialprodukts

 

 

1820-1870

1870-1913

1913-1950

1950-1973

1973-1997

1820-1997

Österreich

1,3

2,4

0,2

5,3

2,3

2,0

Deutschland

1,6

2,8

1,3

5,9

2,6

2,5

Japan

0,3

2,3

2,2

9,3

3,5

2,8

USA

4,5

3,9

2,8

3,6

2,8

3,6

 

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1913-1950: Effekte von Kriegsfolgen und Inflation – in Österreich fast Nullwachstum

Zwischen 1950-1973: Aufholwachstum – wesentlich größeres Wachstum bei den Kriegsverlierern bedingt durch den Wiederaufbau

Aktuell: Wachstum immer ca. 2 % - geht aber langsam wieder zurück

Realvolkseinkommen pro Kopf (Volkseinkommen in € 2000)

 

1900

1913

1929

1950

1987

1992

1999

Wachstumsrate

Österreich

3345

4022

4291

4301

17813

20260

25325

2,1

Deutschland

3157

3864

4362

5081

20187

22996

24567

2,1

Japan

1372

1611

2354

2261

19766

23974

25325

3,0

USA

5898

7642

9946

13568

27453

28828

36688

1,9

2.    Warum ist die Pro-Kopf-Wachstumsrate der USA kleiner als die Gesamtwachstumsrate?

Es gibt zwar einen Zusammenhang zwischen Wachstumsrate des BIP und der Höhe der Steuern, dieser ist jedoch nicht so eindeutig, dass man von der niederen Besteuerung auf ein höheres Wachstum schließen kann. Ähnliches gilt für Einkommensungleichheit und Wachstum.

Auch da gibt es gegenläufige Effekte. Dennoch haben beide Faktoren in den letzten beiden Jahrzehnten sicher dazu beigetragen, dass die USA höhere Wachstumsraten als die EU hatte.


Die über zwei Jahrhunderte höhere Durchschnittswachstumsrate der USA ist statistisch auf das hohe Wachstum im 19. Jahrhundert zurückzuführen (Catch-up Growth der USA gegenüber dem alten Kontinent!).

 

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Tab. 2.6 zeigt die jährlichen Gesamtemissionen (in 1000 Tonnen) und die Emissionen pro Kopf für das Jahr 2000 oder für das letzte verfügbare Jahr seit 1996 in 29 OECD-Ländern sowie einige Durchschnittswerte.

Die größten volkswirtschaftlichen Kosten gehen von den klassischen Luftschadstoffen und den flüchtigen organischen Substanzen aus. Die Gesamt- und Pro-Kopf-Emissionen variieren stark zwischen den OECD-Ländern.

Man kann generell nicht sagen, dass sie pro Kopf Ende der 1990er Jahre in den reichen Ländern geringer waren als in den ärmeren.

Grundsätzlich bedeutet höherer Lebensstandard mehr Pro-Kopf-Emissionen. Es fällt aber auf, dass mit Ausnahme von Stickoxiden und der Rauch- und Russpartikel die Luftschadstoffe zwischen 1980 und 2000 trotz weiterem Wirtschaftswachstum zurückgegangen sind.

Bei CO2 (nicht toxische Treibhausgase) trifft das nicht zu, der Zuwachs ist halb so groß wie für das Sozialprodukt à Entkoppelung zwischen Wirtschaftswachstum und Treibhausgasemissionen, aber lang nicht so stark wie bei den klassischen Luftschadstoffen.

 

Grund: Starke Abhängigkeit der modernen Güterproduktion (und Transport) von fossilen Rohstoffen.

 

 

4.    Die Emissionen aller klassischen Luftschadstoffe sind zwischen 1980 und 2000 zurückgegangen.

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Generelles Problem: Emissionen sinken, Bestände bleiben aber.

Eine Reihe von OECD-Ländern haben zunehmende Werte. Grund bei den Stickoxiden ist v. a. der starke Anstieg privater Dieselkraftfahrzeuge trotz besserer Reinigungstechniken (Feinstaub). NOx ist grundsätzlich schwieriger zu reduzieren, da es viele kleine Verursacher gibt (Fahrzeuge).

Ziel muss es also sein, die Verkehrsemissionen einzuschränken zB durch strengere gesetzliche Umweltbestimmungen, technischen Fortschritt usw.

Gründe für vermehrte Rauch- und Russpartikel sind Diesel-Fahrzeuge und konventionelle Heizungsanlagen, sowie die die fehlende Umstellung der Produktionsbedingungen.

Fragen Kapitel 3

5.    Inwiefern ist das Ökosystem Erde (?) als Basis für menschliches Wirtschaften unentbehrlich? Folgen aus dieser Einsicht unmittelbar Schranken für das Wirtschaftswachstum?

Ökosysteme sind ökologische Einheiten eines Lebensraumes und der in ihm wohnenden Lebewesen zB das Ökosystem Wald umfasst den Raum, den dieser Wald einnimmt, einschließlich der dort vorkommenden Tier- und Pflanzengemeinschaften.

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Die Interaktion zwischen den einzelnen Elementen der natürlichen Umwelt vollzieht sich im klimatischen Subsystem, in Kreisläufen chemischer Elemente und im Wasserkreislauf.

Die Verflechtungen zwischen natürlicher Umwelt und dem ökonomischen System (Wirtschaft) sind allumfassend. Es gibt keine ökonomische Aktivität, die nicht irgendeine Auswirkung auf die Umwelt hätte und umgekehrt sind kaum ökologische Prozesse vorstellbar, die keinerlei Auswirkungen auf die Wirtschaft haben.

Die natürliche Umwelt hat vier Funktionen für das ökonomische System (siehe nächste Frage).

Wenn alle 4 Nutzungsmöglichkeiten knapp sind à absolute Knappheit. Hauptgrund für absolute Knappheit: ökonomisches Wachstum à Wirtschaftswachstum impliziert steigenden Bedarf an Rohstoffen und Energie, aber auch Zunahme von Schadstoffen sowie steigende Nachfrage nach Erholungsräumen und guter Umweltqualität

6.    Welche unersetzlichen Funktionen erfüllt die natürliche Umwelt für die Wirtschaft? Welche Funktionen sind gegenwärtig durch das Wirtschaftswachstum am meisten bedroht?

 

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