Title, Topic

Ulrich von Liechtenstein „Mit Macht ist er zurückgekehrt …“ .doc

®
Page 1 of 3
[1] [2] [3]
Faculty
Human Science
Discipline
German
Document category
Final thesis
University, School
Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
Additional information
Responsible User
This text has been add by user athi933 on 2009-12-20. Disclaimer
Popularity
537  visits
Document length
~3.132  Words
~17.539  Chars
Rating
Networking




















More documents
German

Sie haben sich eingelogt
-Sie haben sich eingeloggt!- Machst du Hausaufgaben? Ja. ! Sie ging zu ihrem PC und schaltete ihn ein. Wie immer ist sie völlig erschöpft von ihrem Alltag, sie erhofft sich wie so oft eine kleine


Das Schachzabelbuch Kunrat von Ammenhausen
Hausarbeit PS Mediävistische Textwissenschaft LV-Leiterin: Dr.in Sigrid Rachoinig Daniel Baumschlager Matr.Nr.: 0433524 Abgabetermin: 18. Juni 2009 1) Übersetzung -Das Schachzabelbuch- (Kunrat


Literarische Traditionen IV
INHALT DER VU THEMA>AUTOREN ( u. a. )>PFLICHTLEKTÜR­E 1. Nachkriegssituatio­n 2. Trümmerliteratur > Koepper, Andersch> 3. 50er- Jahre >Theben, Frisch, Hildesheimer>Dü­r


Mats Wahl - Kaltes Schweigen
Mats Wahl - -Kaltes Schweigen- -Das kalte Schweigen- 2009 Victoria Löker 29.10.2009 1. Der Autor Mats Wahl (*10. Mai 1945 in Malmö) ist ein schwedischer Schriftsteller. Einen großen Teil s

Ulrich von Liechtenstein

„Mit Macht ist er zurückgekehrt ..“

(Lied 39, Frauendienst)

Inhaltsverzeichnis

1. Ulrich von Liechtenstein .. Seite 3-4

2. Der Frauendienst ... Seite 4-7

3. Zweiter Dienst ... Seite 7-8

4. Lied 39 .. Seite 8-12

5. Literaturverzeichnis ... Seite 13

Einleitung

In der folgenden Arbeit beschäftige ich mich mit dem Autor Ulrich von Liechtenstein und behandle im Besonderen das Lied Nr. 39 aus dem zweiten Dienst seines Werkes „Der Frauendienst“. Ich möchte einen Einblick in das Leben und Schaffen von Ulrich geben und auf den „Frauendienst“, im Speziellen den zweiten Teil des Buches, kurz eingehen.

Außerdem befasse ich mich mit dem bereits erwähnten Lied und versuche mich an einer Analyse.

1. Ulrich von Liechtenstein

Ulrich von Liechtenstein lebte von ca. 1200/1210 bis zum 26.1.1275 und verfasste den ersten Ich-Roman in deutscher Sprache, den er selbst am Schluss mit „Frauendienst“ betitelte. Ulrich war einer der prominentesten Ministerialen seiner Zeit.

Seine Selbststilisierung und Selbstinszenierung als Minnesänger und Minneritter führte die Forschung bis in unser Jahrhundert dazu, den Roman als Autobiographie zu interpretieren. Dabei spielt das durch 94 Urkunden belegte historische Leben des Autors im Roman gar keine Rolle.[1]

 

This paragraph has been concealed!
Download the complete document for free!
Ulrich von Liechtenstein „Mit Macht ist er zu[...].doc
• Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
• First upload your own document, and you get a word document per email
• No registration necessary, gratis
Swap homeworks and notes at no charge!
Gratis scripts for students and pupils!

Ulrichs Lebenszeit ist für mittelalterliche Verhältnisse ungewöhnlich lange. Sie erstreckt sich über die Regierungszeiten der Herzöge Leopold VI. und Friedrich II. Dann folgte die Regentschaft Ottokars von Böhmen bis 1273 Rudolf von Habsburg zum deutschen König gewählt wurde.[3]

Seine politische Tätigkeit ist aus den erhaltenen Urkunden, die vom 17.11.1227 bis zum 27.7.1274 reichen, gut ablesbar. Seine Funktionen reichen vom Aussteller, Vertragspartner, Bürgen, Zeugen, Siegler und Schiedsrichter bis zum Vermittler im Auftrag des Landesherrn sowohl im Herzogtum Steiermark als auch in Österreich, in Kärnten und in Krain.

Er hatte bedeutende Hofämter der jeweiligen Landesherrn inne [..]. Als Landrichter war er der Vertreter des Landesherrn bei Gerichtsverhandlungen und Landtaidingen. So können wir sagen, dass er weit über sein Territorium hinaus mit den Prominenten seiner Zeit in regem Kontakt stand und auch deren Höfe kannte, das heißt auch die Kultur, Dichtungen und Musik der Zeit.[4]

Die im Frauendienst erwähnten Fahrten (Venusfahrt, Artusfahrt, Turnier zu Friesach) sind historisch nicht nachweisbar. Nur zwei erwähnte Daten können fixiert werden: die für 1222 belegte Hochzeit der Tochter Herzog Leopolds (Ulrichs Ritterschlag) und den Tod Herzog Friedrichs II. am 15. Juni 1246.[5]

 

2. Der Frauendienst

 

This paragraph has been concealed!
Download the complete document for free!
Ulrich von Liechtenstein „Mit Macht ist er zu[...].doc
• Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
• First upload your own document, and you get a word document per email
• No registration necessary, gratis
Swap homeworks and notes at no charge!
Gratis scripts for students and pupils!

Minnereden sind nicht zum Singen, sondern zum gesprochenen Vortrag oder zur Lektüre verfasst und deshalb nicht in Strophen, sondern in Reimpaarversen gedichtet. Die Gattung hatte ihre Blütezeit erst im 14. und 15. Jahrhundert. Im „Frauendienst“ werden diese Texte „Büchlein“ genannt. Die Minnelieder und der Leich Ulrichs sind in der Manessischen Handschrift überliefert, wo sie eines der größten Autorkorpora darstellen.[6]

„Dort finden wir die Miniatur, wie Ulrich/Venus in Mestre auf dem Pferd aus dem Meer steigt. Also war der Romaninhalt sogar noch dem Maler und dem Auftraggeber zu Beginn des 14. Jahrhunderts bekannt.“[7]

Die Manessische oder Große Heidelberger Liederhandschrift ist die umfassendste Sammlung deutschsprachiger Liedkunst zwischen der zweiten Hälfte des 12. und der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Der großformatige Pergamentcodex enthält keinen ausdrücklichen Hinweis auf Auftraggeber, Schreiber, Illustratoren, Zeit und Ort der Entstehung, genauso wenig auf spätere Benutzer und Besitzer.

Die Texte beanspruchen rund zwei Drittel der Seiten, es gibt 138 Bilder und etwa ein Sechstel der Seiten ist für Nachträge freigelassen. Es lassen sich Änderungen formaler Art durch die Autoren feststellen. In Bezug auf Ulrich von Liechtensteins Liedern bedeutet das, dass alle „Geleite“ weggelassen wurden. [8]

 

This paragraph has been concealed!
Download the complete document for free!
Ulrich von Liechtenstein „Mit Macht ist er zu[...].doc
• Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
• First upload your own document, and you get a word document per email
• No registration necessary, gratis
Swap homeworks and notes at no charge!
Gratis scripts for students and pupils!

Von nun an führt er ein Frauenritter-Leben. Er dichtet und singt für seine Dame Minnelieder und lässt ihr diese auch durch einen Boten zukommen. Doch Ulrich stößt auf Ablehnung.

Trotz der abweisenden Haltung der Dame setzt er seinen Dienst fort, bis sie eine Untat verübt, die für den Erzähler so schrecklich ist, dass er nicht aussprechen möchte, worum es sich handelt. Aufgrund des Fehlverhaltens der Dame kündigt Ulrich ihr den Dienst auf und begründet dies mit der Erkenntnis, dass ein Mann nicht weise ist, wenn er zu lange einer Frau dient, die ihn nicht belohnt. [9]

„Eine wichtige Eigenschaft dieses Erzählrahmens besteht in der narrativen Konkretisierung konventioneller Minnesangmotive. Solche Motive sind beispielsweise der Dienst von Kindheit an und das Verstummen beim Anblick der Dame.“[10]

Die Erzählung behandelt den Minnedienst aber auch noch auf eine zweite Weise, nämlich in Bezug auf den ritterlichen Kampf. Der Ritterkampf stellt die eigentliche Hauptbeschäftigung Ulrichs dar und nimmt mit der Behandlung des Friesacher Turniers und der Venusfahrt viel Raum in der Erzählung ein.

Im ersten Teil scheint es, als wolle der Autor das Frauendienstmodell der Minnesangtradition ins Lächerliche zu ziehen (z.B. durch burleske Handlungszüge und abstrakte Motive). [11]

 

This paragraph has been concealed!
Download the complete document for free!
Ulrich von Liechtenstein „Mit Macht ist er zu[...].doc
• Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
• First upload your own document, and you get a word document per email
• No registration necessary, gratis
Swap homeworks and notes at no charge!
Gratis scripts for students and pupils!

Außerdem ist es ein Dokument literarischen Bewusstseins.[12]

Bei den Angaben zur Liedproduktion ist bemerkenswert, dass sich Ulrich als illiterat darstellt: Er sagt, dass er ohne seinen Schreiber Texte weder lesen noch aufzeichnen kann, ob dies der Wahrheit entsprach, ist allerdings schwer zu entscheiden.

Der gängige Ausdruck für die Liedproduktion im „Frauendiensts“ ist tihten.

Im ersten Dienst Ulrichs, der unglücklich verläuft, werden die Minnesangsmotive auf parodistische Weise konkretisiert. Gäbe es nur diesen ersten Teil, würde der Autor das Frauendienst-Ideal lächerlich machen und der Minnesang wäre als sinnloses Unterfangen dargestellt.

Auf der anderen Seite steht jedoch der zweite Dienst, der das Ideal hoch hält und feiert. Der Unterschied zwischen den beiden Dienstverhältnissen lässt sich demnach auf dem Verhalten der beiden Damen festmachen: Die erste lehnt die Werbung von Anfang an ab und schwankt später zwischen Ermutigung und Abweisung.

Die zweite Dame reagiert auf den Frauendienst dagegen von Anfang an erfreulich.[13]

Das Darstellen von richtigem Verhalten im Minnesang verleiht dem Gesamttext eine lehrhafte Tendenz. In einigen Liedern gegen Ende erteilt der Sänger höfischen Frauen und Männern explizite Handlungsanweisungen.[14]

 


Page 1 of 3
[1] [2] [3]


swopdoc.com ist not responsible for the content of this text provided by third parties

Legal info - Copyright - Terms - Partner - Statistik - Contact
antiblock.org adblockdetector.com

Swap your documents