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Tropische Tieflandsböden .doc

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Environmental Science
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Geo Sciences
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Friedrich Alexander Universität Erlangen - Nürnberg - FAU
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2008
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TROPISCHE TIEFLANDSBÖDEN:

SIND SIE „ÖKOLOGISCH BENACHTEILIG“?

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung

2. Tropen und ihre Verbreitung

3. Tropische Böden. Charakteristika.

3.1 Verbreitung

3.2 Rolle der Verwitterung

3.3 Bodenbildende Prozesse

3.3.1 Desilifizierung

3.3.2 Ferralisation

2.3.3 Plinthisation

3.4 Bodentypen und Bodensystematik

3.4.1 Ferrasole

3.4.2 Nitosole

3.4.3 Plinthosole

3.4.4 Lixisole

3.4.5 Acrisole

3.4.6 Alisole

4. Nutzung

4.1 „Shifting cultivation“

5. Der geschlossene Kreislauf

6. Ökologische Benachteiligung der Tropen. Fazit

7. Literaturverzeichnis

8. Abbildungen

1. Einleitung

In der folgenden Arbeit über tropische Tieflandsböden soll in erster Linie dargestellt werden, wie es zu deren Entstehung kommt und welche Prozesse dafür verantwortlich sind.

Hierfür werden im ersten Schritt die Typen der Verwitterung, die entscheidend für die Bodenbildung sind, erläutert. Der Fokus wird auf die, in den Tropen besonders relevanten Verwitterungsprozesse, gelegt. Prinzipiell ist für diese Gebiete die chemische Verwitterung von großer Bedeutung, da sie zum einen die Art der Böden vorwiegend bestimmt und zum anderen die geringe Fruchtbarkeit erklärt.

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2. Tropen und ihre Verbreitung

Zu den humiden Tropen zählen sowohl die immerfeuchten (N > V, 10 – 12 Monate/Jahr; vollhumid) als auch die sommerfeuchten (N > V, 6 – 9 Monate/Jahr; semihumid) Tropen. (Abb.1)

Die immerfeuchten Tropen erstrecken sich in einem Gürtel beiderseits des Äquators zwischen 25°N und 25°S geographischer Breite und grenzen polwärts an die Feuchtsavannen der sommerfeuchten Tropen. (Abb. 2) In diesem Gürtel befinden sich folgende Hauptgebiete der immerfeuchten Tropen: Eurasien mit größten Teilen von Sri Lanka, Burma, Malaysia, Indonesien, Philippinen und Neuguinea; S- und Mittelamerika von Chiapas (S – Mexiko) bis Panama; die größten Anteile der Karibischen Inseln, das Amazonasbecken, Küstenregionen in SO – Brasilien; Afrika - Guinea Zone, das Kongobecken im Zentralafrika; Ostseite von Madagaskar.

Auf fast allen Kontinenten findet man auch die sommerfeuchten Tropen, die sich zwischen den Regenwäldern am Äquator und den Tropisch/subtropischen Trockengebieten an den Wendekreisen erstrecken. (Abb. 3) Diese sind: Eurasien- östliches und südöstliches Indien, Thailand, Kambodscha, Vietnam und äußerster Süden von China; S- und Mittelamerika, größte Teile von Mexiko und von Brasilien, südlich des Amazonasbeckens, Afrika (südlich des Sahel); große Teile von O- und Zentralafrika (südlich des Kongobeckens); mittleres Madagaskar; Nördlichste Teile von Australien. (ZECH-HINTERMAIER-ERHARD 2002, S: 90, http://www2.tu-berlin.de)

 

 


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Abb. 1 Verbreitung der Tropen

 

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Abb. 2 Immerfeuchte Tropen


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Abb. 3 Sommerfeuchte Tropen

3. Tropische Böden, Charakteristika

Die Böden der humiden Tropen bedecken etwa 20 % der Landoberfläche. In den warmen humiden Klimaten mit üppiger Vegetation und reichen Bodenleben verläuft die Bodenbildung weitaus rascher als in den gemäßigten, trockenen oder kalten Zonen.

Je länger eine Bodenentwicklung in humidem Klima andauert, desto tiefgründiger wird der Boden. (Abb. 4)

Die Bodenbildung in den semihumiden Regionen ist weniger intensiv, weil es mit der Menge und der Verteilung der Niederschläge im Zusammenhang steht.

Die Böden der tropischen Tiefländer unterliegen also zum Teil schon seit Jahrmillionen einer intensiven, heißfeuchten Verwitterung, die sich vor allem mit ihrer Intensität und ihrem Alter von dem, der außentropischen Gebieten, unterscheidet.

Der Unterschied zwischen tropischen und nicht- tropischen Böden ist eigentlich „zufälliger“ Natur. Durch den Einfluss der Eiszeit ist die Landoberfläche in der gemäßigten Zone mit vielen jungen Sedimenten bedeckt worden, während Tropenböden zum Teil bereits im Erdmittelalter gebildet worden sind und noch heute an der Oberfläche liegen.

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Das ganzjährig warme Klima beschleunigt die chemische Zersetzung des abgestorbenen organischen Materials. Trotzt den hohen Niederschlägen verhindert eine natürlich vorhandene Pflanzendecke eine intensive Abtragung. Die leichtlöslichen Stoffe werden bei den starken Regenfällen mit dem Grundwasser abgeführt und das unverwitterte Gestein, aus dem Minerale nachgeliefert werden könnten, fehlt.

Daraus resultieren ausgewaschene, tiefgründig zersetzte Böden, deren Bodentiefe im Mittel 5 – 8 m beträgt.

Charakteristisch ist dabei der unterschiedliche Mineral- und Tongehalt, aber fast alle Böden verfügen, wegen Aggregatstabilität und des hohen Anteils an Grobporen am Bodenvolumen, über eine gute Struktur, was einen großen Einfluss auf einen guten Luftaustausch und eine zügige Wasserbewegung hat.

Werden die Bedingungen unter anderen das Klima und die tektonischer Ruhe gleich bleiben, ist die Weitentwicklung dieser Böden garantiert.

(BREMER 1999, S: 82; http://www.regenwaldschutz.de)


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Abb. 4 Bodenbildungszonen der Erde

 

3.1 Verbreitung

 

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Die zonalen Böden in den humiden Tropen sind ähnlich ausgebildet. Der wohl wichtigste Unterschied zu den außentropischen Böden ist die weite Verbreitung der Vorzeitböden. In den Savannen hingegen ist die Bodenverbreitung noch stärker differenziert als im Regenwald.

Hier sind es vor allem Abtragung und Klimaänderungen, die ein buntes Muster bewirkt haben. (BREMER 1999, S:94 – 98)


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Abb. 5 Bodenzonen der Erde

3.2 Rolle der Verwitterung

Die Böden sind bei uns in der Regel 0,5 – 1,50 m mächtig. Es überwiegt die physische Verwitterung. Sie lockert nur das Gestein, ohne das dabei die Mineralen verändert werden. Die Verwitterungstiefe in den Tropen ist regional und vor allem lokal sehr unterschiedlich.

Erst in ca. 10 Meter Tiefe treffen wir auf das Gestein, aus dem der Boden entstanden ist. Wegen der Schwüle herrscht in den Tropen die chemische Verwitterung. (Voraussetzung für diese ist die genügende Feuchtigkeit; die gleich bleibende große Wärme beschleunigt die Prozesse). Darunter versteht man die Zersetzung des Gesteins durch Wasser (Das Bodenwasser hat pH – Werte unter 7, ist also sauer.

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