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Transkription und Notation .doc

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Musicology
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Examination questions
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Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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WS 2009/10
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Transkription und Notation: Themen für die schriftliche Übung

1) Was versteht man unter Transkription und was unter Musiktranskription?

Transkriptionsbegriff:

Übertragung, Umschrift, dieser Begriff kommt auch in anderen Wissenschaften vor – Phonetik, Naturwissenschaften

In der Musik hat er auch mehre Bedeutungen:

-          historische Notation in moderne Notation übertragen

-          außereuropäische in europäische Notation übertragen

-          Transkription in der Musikpraxis: Orchestrierung, Klavierauszüge von Orchesterwerken

-          Alte Tonaufnahmen neu einrichten

-          EDV in Zusammenhang mit Transcodierung

Musikethologie und Volksmusikforschung: Akustisches Ereignis wird übertragen zu visueller Darstellung

Wahrnehmungsprozess (Physikalische Akustik wird durch Wahrnehmungsprozess erst wahrnehmbar)

Akustisch (physikalisch)

Wahrnehmung

Tonhöhen

Frequenzen

Teiltonspektrum

Klangfarben

2) Wozu dient die Transkription von Musik und Liedtexten in der Musikethnologie?

 

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Das Ergebnis, in Form einer visuellen Darstellung, ist für Deskription, Analyse, Vergleich und Interpretation musikalischer Sachverhalte absolut notwendig.

-          Für die Vermittlung von musikalischer Praxis einer Tradition

-          „Das Hauptziel einer Transkription, die für ein Stück und für die Träger einer Musikkultur wesentlichen musikalischen Faktoren präzise und in überschaubarer Form darzustellen [..]“ (Stockmann 1998, 730)

3) Welche Darstellungsmittel stehen für die musikalische Transkription zur Verfügung?

Darstellungsmittel:

-          herkömmliche Notation

-          Diakritische Zeichen (erweiteter Zeichenvorrat)

-          Cent – Notenwerte in Cent aufgeteilt

-          Elektronische Hilfsmittel – analog zu digital (Phonogramm)

-          Verbalisierung, verbale Beschreibung

-          Mit kulturinterner Notation (meist Gedächtnisstützen) dargestellt

-          Deskriptive vs. Präskriptive

 

 

 

 

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Tonhöhe:

-          ‚Centrechnung’

-          Versetzungszeichen

-          Bei unbestimmten Tonhöhen setzt man den Tonkopf in Klammer

-          Bei gering abweichender Tonhöhe vom angegebenen Wert + oder – über die Note setzen

Phrasierung

-          Punkt über der Note für Staccato

-          Legatobogen von einer Note zu der nächsten für Legato

-          Zwei Bögen für Glissando

-          Punkt und darüber ein Strich für Portato

-          Wellenlinie für Vibrato

Dynamik

-          p (piano) und f (forte) für Lautstärke

-          zunehmende und abnehmende Lautstärke werden durch > und < gekennzeichnet

-          Nicht ein zu ordnende Akzente werden in [] gesetzt

Rhythmus

-          Trommelrhythmen werden immer mit dem gleich Zeichen notiert

-          Notenwerte können durch U verkürzt und durch verlängert werden und stehen über der entsprechenden Note

Tempo

-          Gibt es kein durchgängiges Metrum ist es in () zu setzen

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-          Verzögerungen sind durch > und < oberhalb der Note anzuführen

Klangfarbe

-          Setzt man ein ° über Noten so bedeutet das, dass sie eine anomale Klangfarbe besitzen

-          Bei der Aufzeichnung von Trommelrhythmen werden für die einzelnen Anschlagtechniken unterschiedliche Zeichen benutzt: ° - Schlag mit Handfläche, ^ Anschlag mit Fingerfläche

Vergleiche dazu Stockmann 1998, 731 ff.

5) Diskutieren Sie Charles Seegers analytische Differenzierung von „Prescriptive and Descriptive Music Writing“.

Seeger unterscheidet zwei Arten von Transkription:

Präskriptiv

Deskriptiv

Entwurf, wie Musikstück zum Klingen gebracht werden soll

Bericht, wie eine Ausführung des Musikstücks geklungen hat

Heute gebräuchliche Notation

 

2 Methoden der präskriptiven und deskriptiven Notation um eine Melodie zu beschreiben:

-          Kette von Einzelereignissen (chain)

-          Fließend veränderndes Kontinuum (stream)

Nach Seeger ist es unwissenschaftlich mit der präskriptiven Notationsform nicht-westliche Musik deskriptiv zu erfassen. Es werden dadurch nur musikalische Phänomene visualisiert, die mit dem europäischen Notationssystem abgebildet werden können. Dieses Problem löst Seeger, indem er musikalische Parameter in Graphen darstellt. (stream – vergleiche oben)

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6) Welche Transkriptionsarten sind hinsichtlich Genauigkeit und Zielsetzung zu unterscheiden?

Transkriptionsarten (3 Notierungsarten):

-          Schematische, Gerüstnotierung – hat es schon im 18. und 19 Jh. gegeben, einfache normierende Aufzeichnungsform ohne Melodiekonturen mit dem Ziel die Musik zu archivieren

-          Detailtranskription, phonetische Transkription – protokollarische genaue Transkription des Tempos, alle Schwankungen, wenn man zum Bsp. Gesangsstil genau darstellen möchte (Béla Bartók), alles was akustisch vorkommt wird visualisiert

-          Phonemische Transkription – kommt aus der Sprachwissenschaft, Zielsetzung: das Musikalische, das was kommunikativ wichtig ist zu notieren; ist eine Zwischenform der beiden zuvor genannten; Ziel der meisten Musikethologen heute

7) Welche Richtlinien empfehlen sich für die Transkriptionspraxis?

 


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