Trainingslehre
Jürgen Weineck –
Optimales Training
I.
Allgemeine Grundlagen der Trainingslehre bzw. der Trainingswissenschaft
Begriffsbestimmung....................... 2
Training und Trainierbarkeit................... 2
Sportliche Leistungsfähigkeit, und deren
Entwicklung........... 3
Grundsätzliches........................... 3
Verbesserung der Leistungsfähigkeit..................... 4
Prinzipien des sportlichen Trainings............... 4
Grundlegendes....................... 4
Prinzipien der Belastung........................ 5
Prinzipien der Zyklisierung.................... 7
Prinzipien der Spezifisierung....................... 7
Prinzipien der Proportionalisierung.................. 8
Planung, Organisation und Auswertung des
Trainingsprozesses........... 9
Art von Trainingsplänen........................ 9
Erarbeitung von Trainingsplänen.................. 10
Aufbau einer Trainingseinheit........................ 10
Nachbereitung und Auswertung des Trainings.................... 11
Trainingssteuerung...................... 12
Besonderheiten der Trainingssteuerung im Spitzensport:............. 12
Leistungsdiagnostik.................... 13
Anforderung an die Kontroll- bzw. Testverfahren:.................. 14
Testarten, Durchführungsmodalitäten und Bewertungstabellen............. 15
Der langfristige Trainingsprozess................. 15
Training und Periodisierung.................... 17
Gliederung der Jahreszyklen:................... 17
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Mikro-, Meso- und Makrozyklen:....................... 19
Die Bedeutung von Wettkampf und
Wettkampfplanung............ 20
Allgemeine leistungsphysiologische und
sportbiologische Grundlagen zu Verbesserung der sportlichen Leistungsfähigkeit................. 24
Sportbiologische Grundlagen zum Kinder-
und Jugendtraining......... 25
II.
Das Training der motorischen Hauptbeanspruchungsformen
Ausdauertraining.......................... 27
Arten der Ausdauer........................ 27
Bedeutung der Grundlagenausdauer.................. 28
Anatomisch-physiologische Grundlagen des Ausdauertrainings............. 29
Methoden und Inhalte des Ausdauertrainings.................... 32
I.
Allgemeine Grundlagen der Trainingslehre bzw. Trainingswissenschaft
Begriffsbestimmung
Der Begriff Trainingslehre ist ein
Fachbereich mit interdisziplinärem Charakter. Sowohl Biomechanik, Sportmedizin,
Leistungsphysiologie, Sportbiologie, Biochemie, Bewegungslehre,
Sportpädagogik, Sportsoziologie und Sportpsychologie nehmen darauf
Einfluss.
Die Trainingslehre stellt dabei das
praktische Wissen des Trainers, Sportlehrers und Sportlers dar.
Die Trainingswissenschaft hingegen
versucht diesen praktischen Aspekten des nötigen wissenschaftlichen Boden zu
geben. (S.19/Abb.2)
Training und Trainierbarkeit
Training
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Training ist ein Übungsprozess, der eine
Verbesserung in den verschiedenen Zielbereichen (soziale, physische, psychische
und taktische Fähigkeiten) anstrebt.
Die drei Grundpfeiler des Trainings sind
1
Wettkampfsport
2
Freizeit-
und Gesundheitssport
3
Rehabitilation
Je nach Trainingsziel kann das Training
Fähigkeiten erhöhen, erhalten (Erhaltungstraining) oder vermindern
(Abtraining).
Training ist also ein komplexer
Handlungsprozess mit dem Ziel der planmäßigen und sachorientierten Einwirkung
auf die sportliche Leistung.
Je nach Trainingsart kommt es zu den
verschieden Arten des Trainings. (Hochleistungs-, Gesundheits- und Fitness-,
Rehabilitations-, Technik- und Taktik, Nachwuchs- und Kindertraining)
Trainierbarkeit
Die Trainierbarkeit gibt den Grad der
Anpassung an Trainingsbelastungen wieder. Sie ist von endogenen (Körperbautyp,
Alter,..) und exogenen (Ernährung, Umweltbedingungen,..) Faktoren abhängig.
Je nach Alter, sogar je nach Organ- bzw.
Funktionssystem, ist die Trainierbarkeit verschieden.
Somit entstehen sensitive bzw. sensible
Phasen, welche bestimmte Entwicklungsabschnitte sind, in denen die
Trainierbarkeit günstiger ausfällt, als in anderen Phasen.
z.B.: Kindesalter..Koordinative
Fähigkeiten
Junges
Erwachsenenalter..Konditionelle Fähigkeiten
Das Verpassen dieser Phasen kann später
meist nur mit erhöhtem Trainingsaufwand wettgemacht werden.
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Sportliche
Leistungsfähigkeit, und deren Entwicklung
Grundsätzliches
Die sportliche Leistungsfähigkeit ist
der Ausprägungsgrad einer bestimmten sportmotorischen Leistung und wird von
einer Vielzahl von spezifischen Faktoren bestimmt. Sie ist sehr komplex zu
trainieren, und nur die harmonische Entwicklung aller leistungsbestimmenden
Faktoren ermöglicht das Erreichen der individuellen Höchstleistung.
(S.25/Abb.3)
Wichtigste Faktoren sind..
1
Körperbau
2
Motorische
Fähigkeiten
3
Kognitive
Fähigkeiten
4
Emotionale
Fähigkeiten
Die Leistungsfähigkeit entsteht nur
durch langfristige Trainingsprozesse, das im Profibereich bei 10-15 Jahren
liegt. Die genaue Vorgabe von Trainingszielen, Trainingsinhalten,
Trainingsmitteln und Trainingsmethoden ist dabei von größter
Bedeutung. (S37/Abb.9)
Trainingsziel
Man unterscheidet 3 Arten von
Trainingszielen.
1
Psychomotorische
Lernziele: Sie beinhalten konditionelle Leistungsfaktoren,
wie Ausdauer Kraft und Schnelligkeit und zum anderen koordinative Fähigkeiten.
2
Kognitive
Lernziele: Sie umfassen Kenntnisse aus dem taktischen und
technischen Bereich und Wissen zur Optimierung und Effektivierung des
Trainings.
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Trainingsinhalte:
Die Trainingsinhalte stellen die
konkrete Ausrichtung des Trainings auf das vorgegebene Trainingsziel dar. (
z.B.: Maximalkraft des Brustmuskels durch Bankdrücken)
Da das „Üben“ im Zentrum des
Trainingsprozesses steht, ist die inhaltliche Gestaltung von größter
Wichtigkeit.
Man unterscheidet dabei allgemein entwickelnde
Übungen, Spezialübungen und Wettkampfübungen. Sie folgen
einer Art hierarchischem Aufbau.
Trainingsmittel:
Trainingsmittel sind alle Mittel und
Maßnahmen (organisatorisch, gerätemäßig, informativ), die den Trainingsprozess
unterstützen.
Die Trainingsmittel sind immer auf die
Trainingsinhalte ausgerichtet und ermöglichen eigentlich erst deren
Verwirklichung.
Trainingsmethoden:
Trainingsmethoden sind planmäßige
Verfahren zur Verwirklichung der gesetzten Trainingsziele.
Bsp.:
Das Trainingsziel „Maximalkraft der Kniestrecker“ wird mittels des Trainingsinhaltes
„Kniebeugen“ mit Hilfe des Trainingsmittels „Scheibenhantel“ unter
Anwendung der Kraft-Trainingsmethode vorgenommen.
Verbesserung der
Leistungsfähigkeit
Die Verbesserung der Leistungsfähigkeit
benötigt gewisse Belastungsreize, die durch eine Folgekette erreicht werden.
Belastung – Störung der Homöostase –
Anpassung – erhöhter Funktionszustand
„Der Reiz muss passen, damit der Körper
reagiert und sich anpasst!“
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