Erörterung: Todesstrafe
Zum Thema Todesstrafe gibt es
immer wieder heftige Diskussionen, denn tatsächlich gibt es auf dieser Welt noch
immer 69 Länder, die die Todesstrafe noch nicht aus ihrer Verfassung gestrichen
haben. In den meisten Fällen wird sie durch die Todesspritze oder den
elektrischen Stuhl, aber in einigen islamischen Staaten noch immer durch menschenverachtende
Methoden wie Erhängen, Erschießen oder sogar Steinigen praktiziert.
In Österreich
ist die Todesstrafe schon seit langer Zeit abgeschafft, doch trotzdem
beschäftigt sie auch hier weiterhin viele Menschen. Einige sind der Meinung,
dass die Todesstrafe in gewissen Fällen angebracht ist, doch andere hingegen
lehnen diese Art der Bestrafung konsequent ab. Hat ein Mensch wirklich das
Recht über ein anderes Menschenleben zu entscheiden? Dieses möchte ich nun im
folgenden Text erörtern.
Pro-Argument 1: Viele Menschen
sind der Meinung, dass die Todesstrafe die Leute, vor allem Jugendliche vor
Gewalttaten abschreckt, denn der Tod ist eines der schlimmsten Dinge die es
gibt und klingt, auch wenn es nicht unbedingt so ist, viel schlimmer als eine
lebenslange Haftstrafe, da man bei dieser in manchen Fällen, frühzeitig wegen
guter Führung freigelassen werden kann. Außerdem ist durch die Todesstrafe ein
Schutz vor Wiederholungstätern gegeben.
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andere Möglichkeiten.
Contra-Argument 2: Ein
weiterer, oft genannter Punkt ist, dass die Todesstrafe das Menschenrecht auf
Leben verletzt. Die Todesstrafe ist grausam, unmenschlich und erniedrigend und
deshalb ebenso wie die Folter abzulehnen. Hinzu kommt noch, dass die
Verurteilten oft jahrelang (oft 10-15 Jahre oder mehr) unter großem psychischen
Druck auf ihre Hinrichtung warten müssen und der Tod selbst dann schlussendlich
eine Erlösung ist.
Contra-Argument 3: Ein weiteres
Argument ist, dass die Todesstrafe Gewalt nicht bekämpft, sondern sie dann als
Prinzip rechtfertigt, wenn der Staat menschliches Leben auslöscht. Darüber
hinaus fördert die Todesstrafe nicht nur das Prinzip von Unterdrückung und
Rache sondern löscht auch die Aspekte von Verzeihung und Gnade aus unserem
Rechtsleben.
Contra-Argument 4: Des Weiteren
nimmt man den Verurteilten durch die Todesstrafe jede Chance durch Einsicht und
Lernen aus den Fehlern seinem Leben eine Wende zu geben. Oft decken
Organsationen wie Amnesty International, eine Organisation, die sich für
Menschenrechte einsetzt, auf, dass jährlich viele unschuldige Menschen zum Tode
verurteilt werden.
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Wägt man die Pro und Contra Argumente gegeneinander ab, so stellt
man fest, dass die Argumente gegen die Todesstrafe deutlich überwiegen. Ich
selbst bin gegen die Todesstrafe, denn ich finde, dass kein Mensch, egal
welchen Rang er in der Gesellschaft hat, das Recht hat über ein anderes
Menschenleben zu entscheiden. Obwohl ich der Meinung bin, dass Gewaltverbrecher
hart bestraft werden sollten, halte ich die Todesstrafe, wie auch schon in den
Contra Argumenten erwähnt, für absolut unmenschlich, erniedrigend und nicht
mit den Menschenrechten zu vereinbaren. Meiner Meinung nach wäre eine
lebenslange Haftstrafe, die auch wirklich lebenslang und nicht bei guter
Führung womöglich kürzer dauert, ausreichend und abschreckend als Strafe für
Gewaltverbrecher. Auch das Argument, dass die Todesstrafe Gewalt nicht
bekämpft, sondern sie als Prinzip fördert, halte ich für sehr überzeugend.
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