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im Unterricht behandelt, er findet meist höchstens Platz im
Religionsunterricht.
Warum es aber wichtig ist und wie es umsetzbar ist, auch in
anderen Fächern und hier vor allem im Deutschunterricht über eine solche
Thematik zu sprechen, ist Inhalt dieser Arbeit. Dabei wird betrachtet werden,
inwieweit das Aufgreifen von problemorientierter KJL unterstützend wirken kann
und warum besonders das Bilderbuch zum Thema „Tod“ für eine Behandlung in der
Grundschule als geeignet erscheint.
Anschließend wird am Bsp. von „Abschied von Rune“ von Wenche
Oyen und Marit Kaldhol gezeigt werden, wie eine Unterrichtseinheit zum Thema
„Tod“ mit Hilfe eines Bilderbuches gestaltet werden könnte.
Fast täglich begegnen Kinder in der heutigen Zeit dem Tod und
Sterben in der medialen Umwelt. In Filmen, Nachrichten, im Videospiel oder in
der Tageszeitung wird meist nüchtern und unreflektiert von Verunglückten und
Toten gesprochen, z.T. erschießen Kinder selbst in einem Spiel feindliche
Soldaten etc. Hier wird der Tod als entfernt und irreal wahrgenommen. Jedoch
erleben auch die meisten Kinder bis zum Ende der Grundschule den Tod von
mindestens einem Verwandten, Bekannten oder einem Haustier. Sie werden also in
der Wirklichkeit durchaus mit diesem Thema konfrontiert und sind teilweise
sogar direkt davon betroffen. Im familiären Umfeld werden solche Erlebnisse
jedoch vermehrt beiseite geschoben, sie werden tabuisiert und bleiben
unbesprochen.
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Der Tod rückt in immer weitere Ferne und kann so den Kindern
nicht mehr direkt begreifbar gemacht werden, auch werden oft Gespräche darüber
gerade mit Kindern vermieden.
Durch das Vermeiden von Themen wie Tod und Sterben können
jedoch gerade kleinere Kinder starke Ängste davor entwickeln. So erwähnt Sahr
eine Studie zu Ängsten von Kindern, in der herausgestellt wurde, dass die Angst
vor dem Tod und dem Sterben meist nahe stehender Personen zu den Hauptängsten
von Kindern gehört. Durch das Schweigen über den Tod können bei Kindern
bedrückende Fehlvorstellungen und Ungewissheiten aufgebaut werden.
Gerade jüngere Kinder, denen oft nachgesagt wird, sie seien
zu jung, um mit ihnen über solche Themen zu sprechen, haben aber ein großes
Bedürfnis danach, Tod und Sterben sind bereits Bestandteil des kindlichen
Denkens. Kinder in der Grundschule sind daran sehr interessiert und machen sich
auch Vorstellungen über die Existenz eines Menschen über den Tod hinaus.
Sie haben meist ein unbefangenes Bedürfnis über ihre
Erfahrungen und Vorstellungen zu dem Thema zu sprechen und haben oft viele
Fragen.
Diese Fragen könnten in der Schule beantwortet werden. Gerade
innerhalb einer Unterrichtseinheit ist es möglich mit Kindern offen und
vorurteilslos über ein solches Thema zu sprechen. Tod kann hier als ein
natürlicher Teil des Lebens begreiflich gemacht werden, der uns alle betrifft
und über den man gemeinsam sprechen kann.
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die Kinder auf einen konkreten Sterbefall vorbereiten, den sie evtl. irgendwann
erfahren müssen. Anlässe für ein Aufnehmen der Thematik im Unterricht könnten
z.B. die verschiedenen Totentage und -feste im November sein, die Besprechung
von Lebenskreisläufen, der Besuch eines Friedhofes oder auch die Besprechung
von Kinderbüchern mit einem darauf bezogenen Inhalt.
Kinder zwischen 6 und 9 Jahren sind dabei am meisten an der
Behandlung des Themas interessiert, hier könnte ein ihrem Verständnisniveau und
ihrer Gefühlsverfassung entsprechender Unterricht förderlich auf ihre
Einstellung und ihr Wissen zu Tod und Sterben einwirken.
Als Ausgangspunkt für eine Besprechung des Themas Tod eignen
sich für den Deutschunterricht neben Gedichten auch besonders Kinderbücher
welche Sterben und Tod zentral ansprechen, welche besonders in den letzten
Jahrzehnten vermehrt in der KJL anzutreffen sind.
Bis vor fast vier Jahrzehnten wurde das Thema Tod in der KJL
höchst selten behandelt. Wenn aber doch wurde dieser sogar teilweise als
Abschreckung benutzt um Kinder dadurch zu erziehen (Bsp. „Struwwelpeter“).
Astrid Lindgrens „Die Brüder Löwenherz“ von 1973 wird dabei oft als ein
Wendepunkt in der Behandlung der Thematik in der KJL angesehen.
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Der Tod wird in der KJL unterschiedlich dargestellt, z.B. als
natürlicher Abschluss eines langen Lebens, aber auch Tod durch Unfall oder
Krankheit findet heute Aufarbeitung in Texten für Kinder. Teilweise wird der
Tod auch benutzt um z.B. eine politische Meinung zu transportieren, wie etwa
der Warnung vor Atomenergie und Kriegen etc.
Heutige KJL nimmt dabei meist eine aufklärerische Sicht vom
Kind ein, in der ein seinem Alter überlegener kindlicher Protagonist naturgemäß
und vernünftig auf den Tod reagiert und sich an erwachsenen Vorbildfiguren
orientiert. Solche Werke haben meist einen didaktisierenden Charakter, d.h. es
wird ein Verhalten aufgezeigt, nach dem das Kind dann in seiner eigenen
Lebensumwelt handeln soll.
Dem entgegen stehen Texte mit einem romantischen Bild vom
Kind. Der Tod wird hier als Punkt des Übergangs dargestellt, an dem sich das
Leben auf eine neue unvertraute Form des Daseins öffnet, ein Bsp. hierfür wäre
auch wieder Lindgrens „Die Brüder Löwenherz“.
Dabei gibt es sowohl sachliche, realitätsabbildende
Literatur, welche Wert auf eine ungeschminkte Wirklichkeitsvermittlung legt,
als auch phantasieorientierte Darstellungen, welche einen Optimismus und
Hoffnungsglauben zu vermitteln versuchen.
Für die Besprechung des Themas Tod in der Grundschule
scheinen Bilderbücher im besonderen Maß geeignet.
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