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Theorien und Methoden .doc

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Environmental Science
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Geo Sciences
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Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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Theorien und Methoden

BSP – weltweit

Disparität: Unterschied (Differenz) zwischen „arm“ und „reich“

Wirtschaftsgeographie

ethische Dimension

Methodisch: extreme Abstraktionsart

Schlagwörter: Beziehung zwischen Mensch und Umwelt – Ressourcen – nachhaltige Nutzung und Schonung – räumliche Verknüpfung – Integrativität, ..

Stufen des wissenschaftlichen Arbeitens

(BOESCH 1989)

-          deskriptive Stufe (Beschreibungsebene)

-          explikative Stufe (Erklärungsebene – Verbesserung des theoretischen Wissens)

-          normative Stufe (Gestaltungsebene – bewertet à Lösungsvorschläge)

1.) Beschreibende (kosmographische) Phase

ž   Antike (wurden Wissenschaften „erfunden“

ž   Ziel: enzyklopädische Sammeln

ž   Wissenshorizont wurde erweitert

ž   Römerzeit: gutes regionales Wissen (bereits ein explikatives Wissen vorhanden)

ž   arabischer, chinesischer Kulturkreis

ž   Renaissance: Ausgraben der antiken Wissenschaften; Buchdruck

ž   18. Jhd. à herausragende Persönlichkeiten (Alexander von Humbolt (Chimborazo), Ritter)

ž   nach 18. Jhd. à Spezialisierung

Zusammenfassung:

ž   deskriptiv

ž   topographische Aufgabe primär im Vordergrund

ž   vor allem nur Einzelpersonen

 

2.) Etablierung der Geographie als Wissenschaft

ž  Geographie wird sichtbar à Vereine, Universität

ž  im frühen 19. Jhd. à geographische Gesellschaften

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ž  1828 à Gründung der Gesellschaft für Erdwissenschaften in Berlin

ž  Professuren – daraus Institute

ž  Wien: erste Professur für Geographie à Simony 1851

ž  Graz: Roessler 1871

ž  Differenzierung in Teilgebiete

o    Ausdifferenzierung der einzelnen Fächer und diese wiederum in eigene Teilgebiete

o    Begründer einer eigenständigen Physiogeographie à Richthofer,

o    Begründer einer eigenständigen Humangeographie à Ratzel

Zusammenfassung:

ž   sehr rasanter Wissens- und Methodenvorschritt

ž   explorative Phase der „weißen Flecken“ vorbei

ž   Kenntnis der Erde fast lückenlos

ž   institutionelle Entwicklung

3.) Normative Phase (Geographie des 20. Jahrhunderts)

ž   weitergehende Spezialisierung

o    es entstehen eigene Disziplinen (z.B.: Sozialgeographie, Quartärforschung)

ž   à eigene Zeitschriften

ž   Diskussion von unterschiedlichen Zugängen/(Themen)

o    Paradigma (Kapitel 4)

o    Forschungsansätze

o    Paradigmenstreit

o    prägend für 20. Jahrhundert à Richtungsstreit (Paradigmenstreit)

Habilisierung (höchste Stufe (Bakk. – Mag. – Dr. – Habilisierung))

ž   auf der normantiven Ebene à Interdisziplinarität

ž   internationale Cooperationen (Internationalisierung)

o    1922 – International Geographic Union (IGU)

o    Trends, „Modeströmungen“

o    Internationalisierung derzeit wichtiger als der Inhalt

ž   Politisierung der Geographie (vor allem in der Kriegszeit)

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o    à Geopolitik

o    Gebietsansprüche, Machtansprüche, Grenzen

o    Geographie verliert ihre Unschuld

o    Politisierung war der 1. Schritt in die Praxis

ž   zunehmender Praxisbezug

o    immer knapper werdende Raumressourcen

o    angewandte Geographie

o    nach 2. Weltkrieg aus dieser ideolisierten Politik rausfällt

ž   zunehmende Einbeziehung geographischer Technologien

Fallbeispiel:

Robert Sieger 1864 – 1926

ž   fällt in die letzten 2. Phasen

ž   hat die Almgeographie begründet

ž   hat in Graz gelehrt

Kapitel 2

Die Geographie und ihre Stellung innerhalb der Wissenschaft

Aspekte des Wissenschaftsbegriffes

Definition von Wissenschaft:

ž   Vordringen (Neugierde)

ž   Begründungszusammenhänge (explikative)

ž   institutioneller Rahmen (auf Fachgebiete konzentrieren)

ž   Methodik (muss begründbar sein)

Wirth, 1979: 3 Aspekte der Wissenschaft

  1. Wissenschaft ist ein gesellschaftliches Teilsystem
  2. Wissenschaft ist ein Wissensbestand
  3. Wissenschaft ist ein Prozess

 

1.)

ž   Teilsysteme, die zusammen wirken

ž   institutionalisiertes System

ž   Wissenschaft ist organisiert

ž   Wissenschaft ist abhängig von den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen

ž   Bsp.: Forschungsprojekt zu Minderheitsfragen in Österreich leichter als in Peru

 

 

2.)

 

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ž   Wissensbestand ist sinnlos, wenn er nicht weitergegeben werden kann (Transport)

ž   à SPRACHE, Schriften, andere Medien

ž   Wissen soll nachvollziehbar sein

3.)

ž   dynamischer Aspekt

ž   Prozess menschlichen Erforschens und Erkennens

ž   ist nie abgeschlossen

Induktiver Erkenntnisweg: geht von Einzelbeobachtungen aus – führt sie zusammen

Deduktiver Erkenntnisweg: geht von theoretischen Regeln aus – wendet sie auf Praxisbeispiele an

Deduktives Raummodell – Die „thün’schen Ringe“

ž   beruht auf einer theoretischen Kosten – Nutzen – Rechnung

Induktives Modell der orientalischen Stadt

ž   möglichst viele orientalische Städte besuchen – verallgemeinern

Wissenschaft:

ž   die wirkliche Objektivität ist nicht möglich

ž   wissenschaftliche Texte sind nicht „wahr“, sie sind Aussagen, die man überprüfen können muss – man kann sie widerlegen

Was ist Wissenschaft?

ž   muss nachvollziehbar sein

ž   Intersubjektivität

ž   sollte vorurteilsfrei und unparteiisch sein

ž   Offenheit gegenüber Kritik

ž   Toleranz gegenüber anderen Meinungen

ž   Verantwortlichkeit gegenüber der Gesellschaft

 

Prüfungsfrage: Wie strukturiert man eine wissenschaftliche Arbeit (Diplom, ..) und warum?

 

3 weitere Aspekte des Wissenschaftsbegriffes:

 

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ž   Prinzipien

-          nomothetische Prinzip

Arbeitsprinzip, das darauf ausgestellt ist Gesetzmäßigkeiten festzustellen

-          idiographische Prinzip

versucht Erscheinungen als Einzigartigkeit zu erarbeiten (Individualität des Untersuchungsobjektes)

5.)

ž   Geographie beruht auf Empirie

-          Empirie: Erkennen wird zurückgeführt auf Beobachtungen (keine Erfahrungsarten)

Basissätze: Einzeltatbestände um die es geht

Hypothesen: erklärende Vermutung, die einen Erklärungsversuch darstellt

Theorie: ist solange, gültig bis jemand das Gegenteil beweist

6.)

ž   Objektebenen

-          Erfahrungs- oder Realobjekt

-          Erkenntnis – oder Formalobjekt

Beispiel: Erfahrungsobjekt Erkenntnisobjekt

Erde Beziehungen

Geosphäre Vernetzungen

geogr. Realität Systeme

Mensch-Umwelt-System

Kapitel 2.2

Raum, Gesellschaft, Wirtschaft

-          Starke Interaktionen zwischen den einzelnen Wissenschaften

-          Verschwimmen der einzelnen Grenzen

Formen der Interaktion:

monodisziplinär:

Bearbeitung eines Problems durch eine Wissenschaft

multidisziplinär:

Mehrere Disziplinen bearbeiten ein Problem (arbeiten nebeneinander)

interdisziplinär:

Zusammenarbeit der einzelnen Wissenschaften

transdisziplinär:

Betroffene werden involviert (miteingebunden), mehrere Wissenschaften arbeiten daran

Beinamen:

-          Geographie ist eine Raumwissenschaft (Kapitel 6)
Geographie ist eine Naturwissenschaft

Geisteswissenschaften

-          Geographie ist eine Gesellschaftswissenschaft

-          Geographie ist eine Gegenstandswissenschaft (Empirische Wissenschaft)

-          Geographie ist eine Beziehungswissenschaft

 

Fallbeispiel:

 

Basissatz:

Blockgletscher

Suburbanisierung

Hypothese:

es muss irgendetwas drin sein, dass es plastisch wird oder es ist Permafrost drinnen

zu viele Kinder, gestiegene Wohnansprüche à Lebensstil, Zuwanderung

Theorie:

interdisziplinär

interdisziplinär (Historiker, Sozialwissenschaftler, ..)


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