Theater im Wandel der Zeit
Das Theater hat sich
im Laufe der Zeit sehr verändert. In jeder Epoche hat das Theater seine eigene
Aufführungsart. Der Grund der Aufführung, die Zuseher, die Bühnendarstellung
und vor allem die Ausdrucksweise haben sich mit den Jahren sehr verändert.
Fastnachtspiele:
Das Fastnachtspiel
entwickelte sich aus den städtischen Fastnachtfeiern. Es begann mit
kostümierten Umzügen einzelner Personen welche komische, oft derbe Sprüche
vorgetragen haben. Später bildeten sich Spielgruppen die den Vortrag
übernahmen. Auf eine Gegenrede hin folgte der Dialog. Es blieb nicht nur bei
Dialogen sondern es entstand das dazu spielen einfacher Handlungen.
Fastnachtspiele wurden
für das normale Volk gespielt welche leicht mit Verwechslungen, sexuellen
Anspielungen, Verkleidungen oder derbe Witze zu unterhalten waren. Aufgrund der
Derbheit vieler Werke nannte man diese Phase auch Grobianismus.
Ein Verfasser vieler
Fastnachtspiele war zum Beispiel Hans Sachs, ein Werk von ihm trägt den Titel
„Fastnachtspiele mit 6 Personen, haist Kremerkorb“. (S. 44)
Strändeklausel:
(Barock)
Martin Oppitz war der
Auffassung, dass die deutsche Sprache nicht nur als verständigungsmittel dienen
soll, sondern es soll auch Dichtungen in deutscher Sprache geschrieben und
vorgetragen werden.
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Diese Art von Komödien
zog sich bis in die 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Sie wurde vom „bürgerlichen
Trauerspiel“ abgelöst. (S. 53) (Bürgerliche Trauerspiel S. 114)
Das
Jesuitendrama:
Die Jesuiten nahmen
die Bildung in die eigene Hand, sie gründeten nicht nur neue Schulen und
Universitäten, sie gründeten auch eine neue Form des Theaters. Diese neue Art
vom Drama war dazu da um die Leute zu erschrecken und zu bekehren. Ein sehr
wichtiger Verfasser eines solchen Dramas war zum Beispiel Jakob Bidermann mit
seinem berühmten Werk „Cenodoxus“. Dieses Stück wurde im Jahr 1602 von Schülern
in Augsburg Uraufgeführt. 23 Jahre später verdeutschte Joachim Meichel das
Drama in der Hoffnung eine größere Verbreitung erzielen zu können. Auf der
Bühne wurde ein Welttheater gezeigt was bedeutet dass nicht nur Vorgänge auf
der Erde sondern auch Vorgänge im Himmel und in der Hölle veranschaulicht
wurden. Um dies alles zu verdeutlichen wurde vieles Personifiziert wie zum
Beispiel der Teufel mit Hörnern und Pferdefüß und der Engel mit Flügel und
Heiligenschein.
Barocktheater:
Es entwickelte sich
gleichzeitig zur Oper.
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Die Aufführungen
fanden meistens im Freien statt und wurden später oft zu Festzügen. Zeitlich
begannen sie schon zur frühen Mittagsstunde und dauerten oft bis zu 8 Stunden.
Diese Aufführungen dienten zur Verherrlichung des Fürsten und des Glaubens.
Volkstheater:
Die Komödianten
blieben circa 2 Wochen an einem Ort und spielten dort an Fürstenhöfen und auch
in Städten. Es gab keine Textbücher, die Schauspieler kannten nur die Handlung
und spielten aus dem Stegreif. Am Anfang wurden auch Frauenrollen oft von
Männern gespielt. Es wurden komische und tragische Stücke aufgeführt, wie zum
Beispiel Stücken von Shakespeare aber es ging auch oft um biblische und
historische Stoffe.
Die
Wiener Volkskomödie:
Gleich wie bei dem
Volkstheater gab es auch bei der Wiener Volkskomödie auch keine Texte, doch im
Unterschied gab es auch keine vorgegebene Handlung. Sie spielten sich selbst.
Gottscheds
Theaterreform: (Die Aufklärung)
Gottsched war der
Auffassung dass die Dichtkunst die Welt wiederspiegeln soll. Seiner Meinung
nach sollte diese neue Theaterform erzieherisch und belehrend wirken und alles
übernatürliche gehöre nicht dazu.
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Bürgerliche
Trauerspiel: (Der Sturm und Drang)
Im Gegensatz zur
Tragödie ging es beim bürgerlichen Trauerspiel um Konflikte von Bürgern. Wenn
Hochgestellten etwas tragisches passiert war es eine richtige Tragödie,
hingegen wenn Bürgern etwas schlimmes wiederfahren ist, hat es die meisten oft
gar nicht interessiert.
Griechische
Tragödie: (Deutsche Klassik)
Wie schon Gottsched
die Auffassung der 3 Einheiten hatte wurden sie in der deutschen Klassik
schussendlich durchgebracht. Schon die Griechen hatten 2 Formen von Dramen. Das
Zieldrama, welches einen synthetischen Aufbau hat und das Enthüllungsdrama. Im
Zieldrama wird der Konflikt und der Konfliktauslöserauf der Bühne dargestellt
und beim Enthüllungsdrama ist der Konflikt schon vor eintreten auf der Bühne
gewesen. Der Reiz dieses Dramas liegt darin, dass der Zuschauer gemeinsam mit
den darstellenden Figuren nach einer Lösung sucht. Ein Beispiel dafür ist das
von Sophokles verfasste Enthüllungsdrama „König Ödipus“.
Die Ursprünge des
griechischen Theaters liegen in den Liedern die von einem Chor für die
Fruchtbarkeitsgott und Gott des Weinens aufgeführt wurden. Im Frühjahr wurde im
zu ehren immer ein Fest gefeiert.
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Rollen übernehmen.
Die Aufgabe des Chors
änderte sich mit der Zeit. Anfangs war er einziger Handlungsträger und später
wurde er zum vermittelnden und erklärenden Teil.
Das Naturalistische
Drama:
Klassiker im 19.
Jahrhundert verabscheuten die Darstellung der Wirklichkeit und des Alltages der
Kleinbürger. Sie versuchten die 3 Einheiten ungefähr einzuhalten. Sie ließen
unnatürliche Formen des Sprechens weg, wie zum Beispiel das beiseite reden und
der Monolog. Im Naturalistischen Drama wurde erstmals die Verständigung hinter
der Bühne sehr wichtig durch Regieanweisungen. Ganz neu bei dieser Art des
Dramas ist der Inhalt und die Sprache. In diesen Dramen geht es nicht mehr um
Verstöße gegen Sittengesetze, soziale Auseinandersetzungen oder um
milieubedingte Familienkonflikte. Die Handlungen sind nun dafür da um in
Personen einen bestimmten Charakter sehen zu können.
Gegenströmung
und Naturalismus
In der Zeit der
Gegenströmung und des Naturalismus befasste Hoffmannsthal sich mehr mit dem
Drama und den Erzählungen da er sich dachte, dass dies das Publikum mehr
beeindruckt.
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Moderne
Dramatische Formen:
In dieser Zeit hat der
Verfasser des Werkes, beziehungsweiser Der Regisseur die ganze Vorstellung des
Werkes vor Augen. An ihm müssen sich alle orientieren. Er ist das Herz des
Stückes. Die Bühnen- und Maskenbildner müssen sich am Regisseur orientieren
doch die Bühnenbildner haben trotzdem noch einen gewissen Spielraum um ihre
eigenen Ideen und ihre eigene Kreativität hineinzubringen. Im Laufe der Jahre
hat sich mit dem Theater auch die Bühnenkulisse mit verändert und dadurch haben
sich auch verschieden Typen von Bühnenbildern entwickelt.
Ende 19. Jahrhundert
entwickelte sich die realistische Bühne. Dabei geht es um eine
photografische Wiedergabe der Wirklichen Welt. Dabei wurden auch nur mehr echte
Requisiten verwendet.
Die symbolistische
Bühne lässt den Zuschauern, hingegen der realistischen Bühne, mehr Freiraum
um sich selbst ein Bild zu machen. Sie müssen sich selber mehr Gedanken darüber
machen und können sich daher auch selbst ein bisschen wiederspiegeln.
Seit den 20er Jahren
wird die anti- illusionistische Bühne häufig dargestellt. Dabei geht es
darum, dem Publikum klarzumachen, dass es sich dabei nur um ein Theaterstück
handelt und es wird daher alles vor dem Publikum gerichtet. Es werden
Requisiten vor den Augen des Publikum hereingestellt, Bühnenbilder umgestellt
und so weiter.
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