Welche Bedeutung haben die blauen Augen für Pecola Breedlove in Toni
Morrisons Roman
„The Bluest Eye“?
Inhalt
I.
Einleitung
I.1. Ziel und Aufbau der Hausarbeit
S. 3
I.2. Über den Roman
S. 4
II.
Hauptteil
II.1.
Pecola Breedlove und ihre Familie
S. 5
II.2. Das
Schönheitsideal der Pecola Breedlove S.
6
II.3.
Die Gründe für Pecolas Schönheitswahn S.
7
II.4.
Rassismus als Ursprung für Pecolas Niedergang S.
10
II.5.
Die Folgen des Wunsches nach blauen Augen S.
14
III.
Schluss
S. 15
IV.
Bibliographie S.
17
V.
Ehrenwörtliche Erklärung S.
18
I. Einleitung
I.1. Ziel und Aufbau der Hausarbeit
In
der vorliegenden Hausarbeit werde ich mich eingehend mit der Frage befassen,
welche Bedeutung der starke Wunsch nach blauen Augen für Pecola Breedlove, eine
der Protagonistinnen, in Toni Morrisons Roman „The Bluest Eye“ hat. Dabei werde
ich den Schwerpunkt auf Pecola, ihre Familie und ihre Lebensumstände richten,
wobei auch weitere Figuren des Romans wie die Schwestern Claudia und Frieda
Macteer nicht außer Acht gelassen werden sollen.
Zunächst
werde ich einige einleitende Worte über den Roman und seine Autorin generell
schreiben, bevor ich zum eigentlichen Hauptteil meiner Arbeit komme. In diesem
werde ich damit beginnen, Pecola und ihre gesamte Familie vorzustellen, da
diese eine tragende Rolle am Schicksal des Mädchens spielt.
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Der
folgende Teil erläutert die verschiedenen Faktoren, die zu Pecolas
Schönheitswahn führen und die den übersteigerten Wunsch nach blauen Augen zu Stande
kommen lassen. Dabei werden sowohl ihre Familie, als auch die restliche
Gesellschaft einen hohen Stellenwert einnehmen.
An
die Auslöser der psychischen Probleme des Kindes schließen sich die Folgen an,
die diese Übersteigerung eines Ideals für Pecola haben werden. In diesem
Abschnitt wird erneut erläutert, wer mit Schuld an dem schrecklichen Schicksal
des Mädchens trägt und wie es ihr am Ende des Romans ergeht.
Zum
Schluss werde ich meine Ausführungen in einem kurzen Resümee zusammenfassen.
I.2. Über den Roman
Die
Autorin des Romans „The Bluest Eye“, Toni Morrison erhielt im Jahre 1993 den
Nobelpreis für Literatur. „The Bluest Eye“ ist ihr erster Roman und wurde im
Jahre 1970 veröffentlicht. Dabei handelt es sich um eine beispiellose Geschichte
über das Leben der schwarzen Bevölkerung in den Vereinigten Staaten von Amerika
um die Zeit 1940. Dieser Bildungsroman führt dem Leser sowohl die
Schwierigkeiten schwarzer Menschen innerhalb einer weißen Gesellschaft zu leben
vor Augen, als auch die Problematik junger Mädchen an der Schwelle zum
Erwachsenensein.
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Die
Protagonistin der Handlung ist ein elfjähriges, schwarzes Mädchen, Pecola Breedlove,
die sich nichts mehr wünscht, als weiße Haut, blonde Haare und blaue Augen zu
haben. Durch diese Merkmale, so glaubt sie, wäre ihr Schönheit garantiert und
mit Schönheit bekäme sie das erwünschte Ansehen in der Gesellschaft, das ihr
als schwarzes Mädchen verwehrt bleibt. Sie möchte aussehen wie Shirley Temple,
deren Bild sie auf einer Tasse, aus der sie seither ständig trinken möchte,
gesehen hat.
Im
Allgemeinen zeigt der Roman, wie sehr das Leben der schwarzen Gesellschaft von
weißen Vorstellungen und Ansprüchen vorgegeben und geprägt wird. Die schwarzen
Mädchen wollen entweder sein wie ihre weißen Mitschüler oder aber sie
verabscheuen sie für ihr hübsches Aussehen und ihre Beliebtheit bei Lehrern und
anderen Menschen. Hierfür steht Claudia MacTeer. Sie kann weißer Haut und
hellen Haaren nichts abgewinnen, ihre Abneigung steigert sich sogar bis dahin,
dass sie beginnt, weißen Babypuppen die blauen Augen auszustechen. Der Roman
erzählt somit zwei parallel zueinander verlaufende Geschichten, die von Pecola Breedlove,
welche die tragischere von beiden ist, und zudem die von Claudia MacTeer, die
teilweise als Ich-Erzählerin selbst berichtet, und deren älterer Schwester
Frieda.
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Der
Roman beginnt mit einem Prolog aus der amerikanischen Schulfibel „Dick and
Jane“. Diese Teile des Prologs tauchen als einzelne Sätze immer wieder im
weiteren Verlauf des Geschehens als Überschriften für diejenigen Episoden auf,
welche aus der Sicht eines allwissenden Erzählers, und nicht aus der
Perspektive Claudias erzählt werden.
Die
Handlung bewegt sich innerhalb eines Jahres, beginnend im Herbst 1940 und endet
im Sommer 1941. Am Ende der Erzählung wird das Geschehen nochmals von der
inzwischen erwachsenen Claudia reflektiert und somit zu einem geschlossenen
Ende
gebracht.
II. Hauptteil
II.1. Pecola Breedlove und ihre Familie
Pecola
Breedlove ist eine der Protagonistinnen in Toni Morissons Roman. Ihr Schicksal
bettet sich in die Erzählungen eines jungen Mädchens, Claudia MacTeer , ein,
die darüber berichtet, wie sie und ihre Schwester Frieda die Bekanntschaft mit Pecola
und deren Familie machen. Das Thema Hässlichkeit zieht sich hierbei wie ein
roter Faden durch die gesamte Erzählung. Bei den Breedloves zählt dieses Gefühl
zum Alltag und es gibt keinerlei Möglichkeit für sie, sich von diesem Zustand
zu befreien. Die Familie lebt in einem Laden im kleinen Städtchen Lorain, weil
sie arm sind und sich keine bessere Unterkunft leisten können, und sie gehen
nicht von dort weg, „because they believed they were ugly.“ Ihr Aussehen wird detailliert
beschrieben, so dass sich der Leser ein Bild von dem scheinbar abstoßenden
Äußeren der gesamten Familie machen kann.
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Der
Sohn der Familie hingegen, Sammy, verteidigt sich mit seiner Hässlichkeit und
rechtfertigt sich mit ihr dafür, anderen Schmerzen zufügen zu dürfen. Er umgibt
sich in erster Linie mit Menschen, die sich von seinem Erscheinen faszinieren
lassen oder sogar davon eingeschüchtert werden. Seinen Schmerz oder seine
Enttäuschung über sein Aussehen drückt er also in Gewalt gegenüber Menschen
aus, die von ihm fasziniert sind, oder aber die Angst vor ihm haben.
Und
zuletzt die Tochter Pecola. Sie nutzt ihre körperliche Hülle als Schutzschild,
versteckt sich hinter ihr und bleibt somit dahinter verborgen. Nur der Vater Cholly
wird bei diesen Ausführungen außen vor gelassen, denn er wird als ein
verzweifelter Mann, der seinen aufgestauten Hass durch Gewalt ausdrückt, welche
er gegen Schwächere richtet, beschrieben. Somit ist seine Hässlichkeit auch ein
Spiegel seines Charakters und seines Verhaltens. Er handelt im gesamten Roman
herzlos und zeigt keinerlei liebevolle Gefühle seiner Familie gegenüber.
Dadurch steht die Familie Breedlove einem unerfüllten Leben ohne familiäre
Liebe gegenüber und jedes Mitglied sieht die Ursachen für diesen Zustand in
etwas anderem begründet.
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