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Tektonik Leinebergland, Leinetalsattel und Sackmulde .doc

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Natural Science
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Geology
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Kiel
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EXKURSION LEINEBERGLAND
Geologie und Erdwissenschaften
Exkursionsbericht

3. Tektonik


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Abb.: Abgedeckte Karte des Prätertiärs des Osnabrücker Berglandes und des

Weserberglandes

Der Lagerung der Schichten des vorliegenden Kartiergebietes liegt tektonisch gesehen eine Sattel-Mulden-Struktur zugrunde. Diese Struktur wird durch Verkippung permischen Steinsalzes hervorgerufen, die wiederum die Verkippung der mesozoischen Gesteinsschichten zur Folge hat.

Man kann also sagen, dass die Lagerung der Schichtenfolge größtenteils von der Salztektonik des Zechsteins beeinflusst wird.

Unser Kartiergebiet liegt im südlichen Teil der Sackmulde. Im Südosten (SE) des Gebiets setzt das umlaufende Streichen der Schichten ein. Ältestes Gestein, bei dem umlaufendes Streichen gemessen wurde, waren die Cenomankalke der Oberkreide.

Nach Südwesten (SW) endet das Gebiet an der nordöstlichen (NE) Flanke des Leinetal-Sattels. Dieser wird durch einen unter ihm verlaufenden Salzlangstock gebildet, der sich seinerseits von Nordost (NE) nach Südwest (SW) erstreckt. Nach LEHMEIER (1981) entstehen die Salzlangstöcke im Leinebergland durch seitliches Abwandern und an randlichen Störungszonen Aufdringen des Zechsteinsalzes.

Die Gesamtstruktur hat die Grundrissform einer Ellipse.

 

 

 

 

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Aufbau des Leinetalsattels

Der Sattel im Leinetal liegt nach BRUNOTTE (1978) in einem Gebiet, dessen Relief durch eine Vielzahl von vorwiegend herzynisch – also dem Verlauf des Harzes gemäß - streichenden geologischen Mulden und Sättel geprägt ist.

Dabei ist nach WALTER (2007) das Gebiet durch schmale Sättel und breite Muldenstrukturen charakterisiert. Wie schon oben erklärt, handelt es beim Leinetalsattel um eine Salinarstruktur, die mit ca. 140 Grad streicht. Nach HARMS (1984) besteht der Kern des Sattels aus Zechstein, der aufgrund von Salzfließen als Salzstock hier aufstieg.

Dieser Aufstieg des Zechsteins hat die Aufschiebung der jüngeren Gesteine des Mesozoikums zur Folge. Dabei wurde die NE-Scholle der Sackmulde gegenüber der SW-Scholle der Hilsmulde (SW von unserem Kartiergebiet gelegen) um 500- 1000m angehoben. Der Zechstein am SW-Ende des Kartiergebiets stellt das älteste Gestein in unserem Areal dar.

Der Salzstock die Schichtenfolge vom unteren Bundsandstein am Außenrand der Sackmulde bis hin zur oberen Kreide im Inneren der Mulde auf in Richtung NE.

 

 

Struktur der Sackmulde

 

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Die Sackmulde weist die Form einer ovalen Schüssel auf. Diese wird von einem umlaufenden Streichen (360 Grad) eingefasst. Prägnant ist dabei die Schichtkammbildung der harten Gesteine, wie der Bundsandsteine oder der Muschelkalke. Beim Auftreten eines harten Gesteins steilt das Gelände an.

Wohingegen es bei weichen Schichten, wie z. B. dem Keuper abflacht. Bei Betrachtung der topographischen Karte der Sackmulde wird durch die Schichtkämme die Ovalstruktur des Reliefs ersichtlich. Sie bildet nach LEHMEIER (1981) ineinander geschachtelte Ellipsen. Die Mulde wird von mesozoischen Gesteinen (Bundsandstein bis obere Kreide) gebildet.

In der vorliegenden Sattel-Mulden-Struktur handelt es sich- bedingt durch die Erosion des Sattels im Leinetal und das erhalten gebliebene Deckgebirge der Mulde- um eine Reliefumkehr. Hierbei tritt die geologische Mulde morphologisch als Erhebung und der geologische Sattel als morphologische Vertiefung auf.

Das Muldenzentrum liegt wesentlich höher, als der Sattel. Die Schichten fallen in unserem Kartiergebiet hauptsächlich nach NE ein und flachen zum Muldenzentrum hin stark ab. Ein umlaufendes Streichen ist an den Lokationen 44, 45 (siehe oben) festzustellen.

 

 

 


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Abb.: Geologisches Profil des Leinetal-Sattels (nach KNOCKEL)

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Bemerkungen zur Lagerung der Schichten

Unmittelbar dem Zechstein aufliegend befindet sich der Bundsandstein mit einem Einfallswinkel von 40-60 Grad. Messungen hierfür machten wir in einem alten Steinbruch bei Lokation 23. Der Bundsandstein weist das stärkste Einfallen aller Schichten der Sackmulde auf.

Das schwächste Einfallen aller Schichten maßen wir in den Cenomankalken der oberen Kreide (5-10 Grad), bei Lokation 44, 45. Hier ist auch ein umlaufendes Streichen fest zustellen. Messungen ergaben ein Einfallen nach N bis NW.

Diskordanzen, Störungen

Nach HARMS (1984) gibt es zwischen den Schichten des Jura und der Kreide eine bedeutende Schichtlücke. Hierbei liegt die Unterkreide diskordant auf Schichten des unteren Jura. Die Schichtlücke konnte NE von Everode im Kartiergebiet ausfindig gemacht werden (siehe Geologische Karte).

Störungen konnten in unserem Gebiet nicht ausfindig gemacht werden.


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