→ Inferenzstatistik:
Wahrscheinlichkeit, mit der man ein empirisches Ergebnis erhält, unter der
Annahme das in Wirklichkeit die H0 gilt → man berechnet die Ws mit der
man sich irren würde, wenn man behauptet die Hypothese würde gelten (Irrtums-Ws
gering: kleiner als 5%; gilt H0 als widerlegt + H1 als bestätigt →
Ergebnis ist überzufällig (signifikant)
→ man berechnet wie
wahrscheinlich es ist, dass die gefundenen Unterschiede rein durch Zufall
zustande gekommen sind (→ minimale Ws spricht dafür, dass Abweichung kein
Zufall sein kann)
-
Spezifitäts-Dilemma: Theorie soll möglichst viele Phänomene gleichzeitig
erklären können, ABER: menschl.
Verhalten= multideterminiert (hängt von
mehreren Sachen ab), von daher ist Theorie zur Erklärung und Vorhersage eines
spezifischen Verhaltens nur bedingt geeignet
-
Parsimonitätsdilemma (Parsimonität=Sparsamkeit): Theorien sollen so sparsam
wie möglich formuliert sein, ABER: komplexe Theorien haben eine wesentliche
bessere Vorhersagekraft
-
Korrespondenz-Dilemma: Hypothesen sollen empirisch getestet werden, aber
Übersetzung einer theoretischen in eine empirische Hypothese basiert auf
Hilfsannahmen, die falsch sein können
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-
Probabilitätsdilemma: man möchte Richtigkeit einer Theorie zweifelsfrei
nachweisen, aber Entscheidung über Ablehnung einer Hypothese ist mit einer
Irrtumswahrscheinlichkeit verbunden (nie 100% Ws, dass eine Hypothese gültig
ist)
-
„Knew-it-all-along Effekt“/
Rückschaufehler: nachdem man über den Ausgang eines best. Ereignisses oder
Ergebnisses informiert worden war, meint man dies schon immer gewusst zu haben
11.
Sitzung: Logik der
Varianzaufklärung
-
Induktion: Gesetze und Theorien
werden von Beobachtungsaussagen abgeleitet
-
Deduktion: schließen von Gesetzen
und Theorien auf Erklärungen und Vorhersagen
→ Welche Rolle in der
Psychologie?
→ im Alltag gehen wir
oft induktiv vor: Suche nach Erklärungen für beobachtete Phänomene
→ im Idealfall in der
Wissenschaft deduktives Vorgehen (Ableitung und Prüfung von Hypothesen aus
bereits bestehenden Theorien) → Theorietestung sollte deduktivistisch
erfolgen
→ induktives Vorgehen
spielt bei Entwicklung/Modifikation von Theorien und Hypothesen sowie bei der
Schätzung relativer Beiträge verschiedener Erklärungen zu ein und demselben
Phänomen eine Rolle
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Logik von Varianzaufklärung:
Varianz über alle Beobachtungen hinweg gleich null=keine Varianz; um
beobachtete Ereignisse erklären und vorhersagen zu können, muss es Variation in
Beobachtung geben
→ Bsp.: (F 5-9) drei
mögliche Gründe für Variation in Klausurnoten:
1. Unterschiede zwischen
beiden Personen (Intelligenz, Leistungsbereitschaft, Lernstil), →
Persönlichkeitspsychologie: Wie und wieso Unterschied in Personen?
2. U zwischen den Kontexten
(Schwierigkeit, Zeitdruck, Lernaufwand) → Sozialpsychologie: Wie und
wieso Unterschied zw.Kontexten?
3. U zwischen den Zeitpunkten
(Kohorteneffekte, neue Benotungsregeln) → Entwicklungspsychologie: wie
und wieso unterscheiden sich Messzeitpunkte voneinander
Was ist das Selbstbild der
Psychologie:
-
ist eine Erfahrungswissenschaft:
Fokus auf beobachtbare Erfahrungen, nicht auf subjektiven Intuitionen
-
will Gegenstandbereich (Erleben +
Verhalten) eher erklären als verstehen (eher NaWi)
-
eher Orientierung an quantitativ
orientierter Methodologie (Messen von Merkmalsausprägungen) als qualitativ
(umfassende Beschreibung einzelner Fälle)
-
deduktivistische und
falsifikationistische Prüfung der Theorien
-
keine deterministischen, sondern
probabilistische Aussagen
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