Zusammenfassung: Teildisziplinen der Psychologie und
ihre Forschungsmethoden, Gollwitzer
Modul B.A. → Modulprüfung
Ziel der Psychologie: Verhalten beschreiben, erklären,
vorhersagen + kontrollieren
2. Sitzung, 3.11.09:
Psychologie im 20 Jhd.
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Gedächtnisexperiment → Frage: Wie kommt es, dass wir manche
Dinge, die für uns bedeutsam waren ein Leben lang nicht vergessen?
→ Weil wir öfter an sie
denken
→ Weil wir sie 'tiefer'
verarbeitet und mit anderen Gedächtnisinhalten verknüpft haben (Je tiefer die
Verarbeitung desto besser die Gedächtnisleistung)
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Gedächtnismodell Atkinson &
Shiffrin vs. Craik & Lockhart
→ mithilfe des
Entscheidungsexperiments kann man prüfen, ob sich die Hypothese
Verarbeitungstiefe oder die Hypothese Übung bestätigt, da Antwort auf Frage
introspektiv nicht möglich
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Verarbeitung auf emotionaler,
mentaler und struktureller Ebene (L.O.P.)
→ wenn Hypothese
Verarbeitungstiefe stimmt, dann werden die Gedächtnisinhalte die tiefer
verarbeitet werden besser erinnert → im Experiment: Manipulation der
Verarbeitungstiefe (Physikalisch:Konsonanten zählen; semantisch:Nachdenken über
Bedeutung → mentales Bild, emotionale Valenz)
→ bei physikalischer
Verarbeitung gelingt die freie Reproduktion schlechter als bei der semantischen
Verarbeitung
Die Leipziger Schule:
Wilhelm Wundt experimentelle Psychologie
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Tatsachen des Bewusstseins sind
auf der Basis beobachtbarer, empirischer (erfahrbarer) und messbarer Vorgänge
zu untersuchen
-
besonderes Interesse galt der
Wahrnehmungs-und Bewusstseinsprozesse → Elemente des Bewusstseins und
ihre Verbindungen (Elementpsychologie)
-
Verständnis der Psychologie aus
naturwissenschaftlichen Standpunkt heraus
-
psychische Vorgänge sind zwar der
Selbstbeobachtung zugänglich, allerdings lehnt er Methode der kontemplativen
allg. Introspektion ab (zu unwissenschaftlich, nicht messbar)
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Betonung einer experimentellen +
statistischen Methodologie
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Fokussierung auf Wahrnehmung und
Bewusstsein → Ablehnung einer Erforschung höherer psychischer (Denken,
Handeln) + sozialer Prozesse, sowie Erforschung des Unbewussten
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allgemeine Gesetzmäßigkeiten
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nur das was
objektivierbar/beobachtbar ist, ist brauchbar
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Komplikationsversuche: verschiedene Reize strömen auf Organismus ein →
Wie funktioniert die Aufmerksamkeit?
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visuelle+akustische Reize →
Frage nach Simultanverarbeitung
→ immer nur ein Reiz,
keine parallele, sonder sequenzielle Info-verarbeitung
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Zeitverschiebung (Infos im Internet raussuchen!!!)
Würzburger
Schule: Oswald Külpe
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psychische
Grundbegriffe: Ich, Subjekt + Seelenvermögen
-
systematische,
experimentelle Selbstbeobachtung als Grundmethode
→ Experimentelle
Herbeiführung psychischer Vorgänge + genaue Schilderung der dabei
hervortretenden Erlebnisse
-
Erforschung von
Gedanken + Denk-und Problemlöseprozessen, sowie determinierende Tendenzen (Determinismus:
Lehre, dass alle Ereignisse, gleich ob physikalischer geistiger oder
behavorialer Natur, Ergebnis von spezifischen Kausalfaktoren sind, die
potenziell entdeckt werden können)
Gestaltpsychologie:
Max Wertheimer,Kurt Koffka, Wolfgang Köhler
·
Das Ganze ist mehr
als die Summer seiner Teile
·
Grundeinheiten des
Seelenlebens sind die Gestalten selbst
·
Abkehr vom
Elementarismus (Wundt) hin zu einer holistischen (ganzheitlichen) + dynamischen
Sicht auf menschliches Verhalten + Erleben
·
man kann psychische
Phänomene nur dann verstehen, wenn man sie als organisiertes/strukturelles Ganzes
sieht + nicht in einzelne Teile zerlegt
·
Wahrnehmungspsychologie:
- Gestaltgesetze
(Gesetz der Nähe, der Ähnlichkeit)
-
Vervollkommnungsphänomene
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Bewegungseindrücke (Phi-Phänomen → einfachste Form der Scheinbewegung)
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·
Tierpsychologie: Affe der Problem an Banane zu kommen
löst: Gestalt aus Ziel (Banane) + Zweck (Stock) erkannt → einsichtsvolle
Handlung
·
Psychotherapie: Ganzheitliche Betrachtung (Patient,
Therapeut, Leib+Seele als Einheit → Psychosomatik)
Psychoanalyse:
Sigmund Freud
·
Psychoanalyse als:
- Theorieklasse
(Traumatheorien, Neurosenlehre, Phasenlehre)
-
Diagnoseinstrument (Traumdeutung)
-
Behandlungsmethode (Analytische Therapie, Katharsis, Hypnose)
·
Vorwurf: Theoriebildung ist spekulativ und nicht
genug empirisch untermauert
·
Verzweigungen +
Abspaltungen (Adler: Individualpsychologie, Jung: Analytische Psychologie,
Reich: Sexpol-Bewegung, Fromm/Horney/Winnicott/Kohut: Neopsychoanalytische
Richtungen)
·
keine Forderung nach
Eingliederung in akademische Psychologie
·
Bildung eigener
Strukturen: Fachgesellschaften, Zeitschriften, Kongresse, Ausbildungsinstitute
·
ambulante
Psychoanalyse gehört zur psychotherapeutischen Grundversorgung
·
Freud's
Triebtheorie: Ich
(steht zwischen Es + Über-Ich, Vermittler/Entscheider/Handlungsagent), Es
(unbewusst, Triebe/Wünsche/Passionen) + Über-Ich (gesellschaftliche
Normen, Verhaltensvorschriften)
·
Konflikt zwischen Es
+ Über-Ich
Es:
Selbstbefriedigung/Rauchen
Über-Ich:
gesellschaftlich verpönt, spricht gegen Verhaltensregeln/ungesund → NEIN!
→ Neurose
entsteht aus falsch gelöstem Konflikt zw. Es + Über-Ich
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→ psychisch
ungesund Es + Über-Ich zu ignorieren bzw. nur eins von beiden zu vefolgen
→ erfordert richtigen Umgang mit Konflikten (Impulsen nicht nachgeben)
→ Konflikte
lösen mit Psychoanalyse (Therapie)
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Psycholanalyse: Erforschbarkeit psychoanalytischer bzw.
tiefenpsychologischer Hyptothesen (Abwehrmechanismus)
→ Ödipus
Komplex (Junge fühlt sich zur Mutter sexuell hingezogen; durch Angst vor
Kastration durch den Vater → Verdrängung, nicht mehr im Bewusstsein)
→ Wie kann
Hypothese der Verdrängung der angstbesetzten Wunschvorstellung empirisch
überprüft werden?
→ Verdrängung
kann nicht untersucht werden: wenn Junge Wünsche zugibt, keine Verdrängung;
wenn nicht, erfolgreiche Verdrängung oder sie waren nie da
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Bsp.:
Sündenbock-Hypothese:
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1) Modell, das davon ausgeht, daß die aus Frustration herrührende Aggression auf andere verschoben wird (Frustrations-Aggressions-Theorie, Mobbing)
2) Aus Sicht der Psychoanalyse werden auf einen Sündenbock eigene Wünsche projiziert (Projektion)
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