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Suizidalität bei Jugendlichen .doc

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Faculty
Social Science
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Social Pedagogy
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University, School
Hochschule Mannheim
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2007
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Suizidalität

 

Einleitung

 

Suizidalität ist immer noch ein Thema der Gesellschaft das eher totgeschwiegen, als öffentlich diskutiert wird. Es stellt immer noch ein großes Tabuthema dar, besonders wenn Jugendliche Suizid begangen haben. Und dabei muss man sich vorstellen, dass Suizidalität die zweithöchste Todesursache unter Jugendlichen ist.

Deshalb befasst sich meine Hausarbeit mit der Suizidalität von Jugendlichen.

Zu Beginn werde ich entwicklungspsychologische Aspekte der Adoleszenz aufzeigen, danach über Definitionen und statistisches Material zu einem Schwerpunkt der Arbeit kommen, der sich mit Jugendlichen und den neuen Medien beschäftigt, um danach den Aufbau von Suizidhandlungen und erste Gefahranzeichen zu beschreiben.

1. Die Jugendphase als Übergang vom Kind zum Erwachsenen

 

Als Jugend wird eine Übergansphase bezeichnet, die zwischen Kind und Erwachsenem liegt. Verhaltensweisen der Kindheit werden abgelegt und es werden neue Kompetenzen erworben. Durch neue Lebensabschnitte und die körperliche Veränderungen kommen neue Aufgaben und Rollen hinzu.

Für manche ist diese Phase eine positive Zeit, für andere ist sie mit Problemen und Krisen in persönlichen, familiären und außerfamiliären Bereichen verbunden.

 

1.1 Die Phase der Pubertät

Bei Jungen beginnen die Geschlechtsmerkmale zwischen 12-13 Jahren zu reifen, bei Mädchen zwischen 10-11 Jahren.

Bei Jungen ist die Phase der körperlichen Veränderung zwischen 16-18 Jahren, bei Mädchen zwischen 14-16 Jahren abgeschlossen.

(aus: Oerter/Montada, Teil II-6, Jugendalter, Seite 333)

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Gleichzeitig entwickelt sich auch das Sexualverhalten der Jugendlichen. Dies bedeutet nicht nur die hormonelle Entwicklung, sondern auch die psychosozialen Bedingungen, die die Umgebung für die Jugendlichen bereit hält. Soziale Kontakte mit Eltern, Gleichaltrigen, Freunden die eine vertrauensvolle Beziehung zum Jugendlichen haben und über das Thema Sexualität reden oder aber Beziehungen, die das Thema „totschweigen“.

Durch die Pubertät bedingt hat der Jugendliche einige Herausforderungen zu bewältigen.

1.2 Die Phase der Adoleszenz

In dieser Phase, die mit der Pubertät einhergeht, möchte der Jugendliche als Erwachsener anerkannt werden. Gleichzeitig distanziert er sich von dem Lebensstil, den die Eltern übermitteln. Der Jugendliche glaubt an die Freiheit des Erwachsenseins. Nicht selten entscheidet er sich konsequent gegen die Lebenseinstellung der Eltern.

Trotzdem sind die Eltern in dieser Phase für die Jugendlichen wichtig. Die Eltern müssen eine Beziehung auf einer anderen Ebene zu ihren Jugendlichen finden, sie einerseites Loslassen und andererseits Haltgeben.

Obwohl die Gleichaltrigen (peer group) für den Jugendlichen oft am wichtigsten erscheinen, sucht er trotzdem die Auseinandersetzung mit den Eltern.

 

1.3 Entwicklungsaufgaben für Jugendliche (12-18 Jahre)

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Er spricht von „sensitive periods for learning“ und „teachable moments“.[1]

Havighurst teilt 1982 die Entwicklungsabschnitte ein in mittlere Kindheit (6-12 Jahren), Adoleszenz (12-18 Jahren) und frühes Erwachsenenalter (18-30 Jahren). Danach sind die Entwicklungsaufgaben Jugendlicher von 12-18 Jahren folgende:

Ø  Aufbau von neuen und reiferen Beziehungen zu Gleichaltrigen beiderlei Geschlechts

Ø  Die Übernahme der jeweiligen Geschlechterrolle

Ø  Die eigene körperliche Erscheinung akzeptieren

Ø  Die emotionale Unabhängigkeit von den Eltern und anderen Erwachsenen erreichen

Ø  Die Vorbereitung auf Ehe- und Familienleben, sowie auf die berufliche Karriere

Ø  Eigene Werte erlangen, mit denen ein eigenes ethisches System aufgebaut werden kann

Ø  Sozial verantwortliches Verhalten

Nach dem Wissenschaftler sind diese Aufgaben nicht isoliert zu betrachten. Sie bauen aus Erfahrungen aus der Kindheit auf und werden auch im frühen Erwachsenenalter weiter differenziert. (Robert J. Havighurst, aus Oerter/Montada, 4. Auflage, 1998, Seite 326)

1.4 Zusammenfassung

Heute reift der Mensch auf der einen Seite physisch früher zum Erwachsenen heran. Auf der anderen Seite übernimmt er immer später die volle Verantwortung für die Aufgaben in der Arbeitswelt und die Bildung einer eigenen Familie. Die Phase zwischen physischem und sozialem Erwachsensein wird größer.

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2. Definitionen

 

2.1 Suizidalität

Umgangssprachlich wird Suizid auch Selbstmord, Selbsttötung oder Freitod genannt.

Diese unterschiedlichen Begriffe bezeichnen eine Handlung, die mit Absicht durchgeführt wird und den Tod als Folge hat. Eine Handlung, die Ausdruck von persönlicher Freiheit ist und die mit Hoffnungslosigkeit verbunden ist. Sie soll ganz konkret die Lösung eines Konflikts oder einer Krise sein.

Die Abgrenzung zu einem Unfall kann schwierig sein, insbesondere dann, wenn die Person unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen stand. Nach Schätzungen der DGKJP (Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie) handelt es sich bei 10% bis 20% der Drogen- und Verkehrstote um versteckte Suizide.

2.2 Parasuizid

Die WHO definiert den Parasuizid als eine Handlung mit nicht-tödlichem Ausgang. Die Person ändert ihr gewohnheitsmäßiges Verhalten und möchte durch die Konsequenzen des Verhaltens Veränderungen bewirken (DGKJP, 2003). Nach dieser Definition besteht nicht die Absicht, den Suizid zu vollenden, sondern berücksichtigt die Intentionen, die mit prasuizidalem Verhalten verbunden sein können mit ein.

Zum Beispiel der Wunsch Aufmerksamkeit zu erregen oder andere Menschen durch die Handlung an sich selbst zu bestrafen, z.B. Eltern.

 

 

 

2.3 Statistisches Material

Bei Kindern unter zehn Jahren kommt Suizid so gut wie nicht vor.

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2.3.1 Geschlecht und Suizidalität

Mädchen und junge Frauen unternehmen bis zu dreimal öfter einen Suizidversuch als Jungen und junge Männer. Bei zweiteren ist allerdings eine höhere Suizidrate zu verbuchen als bei den erst genannten.

Das führt zu Erklärungsversuchen, warum die Suizidversuche beim weiblichen Geschlecht so viel höher sind.

Ein Erklärungsversuch kann in der unterschiedlichen Sozialisation der beiden Geschlechter liegen. Das geschlechtsrollenspezifische Bild von Mädchen und jungen Frauen wird als schwach, hilfs- und schutzbedürftig vermittelt, sie dürfen ihre Aggressionen nicht nach außen zeigen und sie versuchen durch suizidales Verhalten ihre körperliche und soziale Unterlegenheit auszugleichen oder sogar damit Aufmerksamkeit zu erreichen.

Es gibt auch Unterschiede im Bezug auf die Methode. Mädchen bzw. junge Frauen benutzen eher weiche Methoden, z.B. Tabletten. Jungen oder junge Männer bedienen sich eher der härteren Methoden, z.B. von einem hohen Gebäude springen oder eine Schusswaffe.

3. Suizid unter besonderer Berücksichtigung der neuen Medien

Es gibt nicht nur in der breiten Bevölkerung, sondern auch unter Wissenschaftlern die Meinung, dass die neuen Medien, allen voran das Internet, Jugendliche auf suizidale Gedanken erst bringen. Es ist von Suizidverabredungen über das Internet berichtet worden. Eine Jugendliche aus Österreich und ein Jugendlicher aus Norwegen haben sich über das Internet kennengelernt und haben den Suizid zusammen verabredet.


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