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Struktur des Imperium Romanum .doc

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Struktur des Imperium Romanum im 2. Jhdt. n. Chr.

1.      Charakterisieren Sie anhand der bisher besprochenen Themen und Materialien die römische Herrschaft in der Mitte des 2. Jhdt. n. Chr.

2.      Erläutern Sie anhand der Ergebnisse von Aufgabe 1, welche Gründe für die Krise des 3.Jhdt. n. Chr. sich in der Ausgestaltung der römischen Herrschaft in der Mitte des 2. Jhdt. n. Chr. bereits andeuten könnten.

1.      Ich werde nun die römische Herrschaft in der Mitte des 2. Jhdt. n. Chr charakterisieren. Hierzu habe ich neun Überbegriffe herausgearbeitet unter denen ich das Imperium Romanum untersuchen werde.

Beginnen werde ich mit der Ausdehnung des Reiches, dazu auch die Grenzsicherung und das Heer. Daraufhin befasse ich mich mit dem Überbegriff Einheit des Volkes, unter den Aspekten der Romanisierung, Integration und Urbanisierung.

Dann werde ich kurz auf die Pax Romana eingehen, dazu dann auch auf die Begriffe Frieden, Stabilität und Ordnung. Ein weiterer wichtiger Punkt für mich ist die Nachfolgefrage der Kaiser (Adoptivkaiser). Als nächstes habe ich mich mit der Religion und dem Kaiserkult befasst.

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In der Vergangenheit wurde im Imperium Romanum Expansion in großem Maße betrieben. In der Kaiserzeit hingegen wurde mehr auf die Sicherung nach außen und die Romanisierung im Innern geachtet. Trajan war der letzte römische Herrscher, der Expansion betrieb und so das Reich dann im Jahr 117 n. Chr. zu seiner größten Ausdehnung brachte.

Die Grenzen wurden durch Gräben, Palisadenzäunen und anderen Befestigungsanlagen gesichert, so zum Beispiel der Limes, der die Lücke zwischen dem Rhein und der Donau absicherte. Dieses Verteidigungssystem wurde von Hadrian (117 – 138 n.

Chr.) bis in den Norden Englands (Hadrianswall) ausgebaut. Das Militär bestand aus einem stehendem Heer und Auxiliartruppen, die die Grenzen sichern sollten.

Nach Beendigung der Militärzeit ließen sich die Veteranen in ihrer Stationierungsregion nieder und trugen so einen großen Teil zur Romanisierung bei, indem sie so Latein, die römische Kultur, Religion usw. verbreiteten. Außerdem wurden Städte gegründet die nach dem Idealbild Roms aufgebaut waren, alte Städte wurden durch die Eliten romanisiert.

Die Eliten in den Provinzen wurden zu Trägern des römischen Reiches.

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Außerdem sollten die Städte durch einen Statthalter selbst verwaltet (gegen Rom gerichtete Beschlüssen waren allerdings nicht zulässig) und die Eliten der Provinzen zur Reichsaristokratie integriert werden. Denn die Reicharistokratie garantierte eine lange Dauer der römischen Herrschaft, wenn sie das römische Reich unterstützten,

da sie die Machthaber der Städte waren. Die Eliten wurden so weit privilegiert, dass ihnen das römische Bürgerrecht, somit auch die Aufnahme in den Senat, und wirtschaftliche Vorrechte zugesprochen wurden. So war auch der erste „Adoptivkaiser“ Trajan, der 98 n.

Chr. Kaiser wurde, obwohl er aus Spanien kam und dem das römische Bürgerrecht durch seine Verdienste zugesprochen worden war.

Das römische Heer der Kaiserzeit war ein stehendes Berufsheer. Die 30 Legionen (jeweils 6000 Soldaten pro Einheit) und Auxiliartruppen(220 000 Nichtrömer) sicherten das Reich an den Grenzen ab. In Rom gab es lediglich die kaiserliche Leibwache, die praefecti praetorio.

In der Zeit nach Augustus fand eine Geldentwertung statt, so dass sich die Soldaten und ihre Familien nicht mehr nur durch ihren Sold ernähren konnten. Dieses führte dazu, dass sich die Soldaten lieber zurückzogen und Landwirtschaft betrieben.

Um den Schutz des Reiches trotzdem gewähren zu können, mussten dazu Nichtrömer eingezogen werden.

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Außerdem wurde ihnen Geld für eine Existenzgründung gegeben. Ein weiterer Gedanke bei der Anwerbung von Nichtrömern, war die so leichte Romanisierung der Bewohner aus den Provinzen. Da diese während ihrer Dienstzeit natürlich römische Elemente lernen mussten, wie z.B. Latein.

Das römische Heer begründete seine militärischen Erfolge auf die verbesserte Ausrüstung, gute Ausbildung und eine geschickte Taktik. Der Oberbefehlshaber erlangte durch ein gutes Heer eine große Machtposition.

Durch diese Romanisierung vermischten sich die Kulturen und Traditionen, wobei andere Kulturen an die römische angepasst wurden. Diese Romanisierung konnte allerdings in Ägypten und Griechenland nur schwach durchgeführt werden, da diese jeweils selber eine Hochkultur darstellten und somit nicht so leicht empfänglich für eine neue Kultur waren.

Im 2. Jhdt. n. Chr. waren die Provinzen so weit integriert, dass die Bewohner die römische Herrschaft nicht mehr als Fremdherrschaft ansahen. Durch die Befriedung und die Verbesserung der Lebensverhältnisse (darauf gehe ich später noch genauer ein) waren die Bewohner der Provinzen nicht mehr so revolutionär gestimmt wie noch im 1. Jhdt. n. Chr.

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Die neuen Städte wurden nach der Grundidee eines römischen Militärlagers aufgebaut. Zwei Hauptachsen trafen sich in der Mitte der Stadt, in der sich das „Forum“ befand. Um dieses reihten sich die öffentlichen Gebäude.

Da im 2. Jhdt. n. Chr. Frieden herrschte, gab es keine Stadtmauern, die aber im 3. Jhdt. n. Chr. durch die Angriffe der Alemannen, Franken und Goten wieder befestigt wurden.

Durch diese Prozesse der Integration, Romanisierung und Urbanisierung wurde eine Einheit des Volkes geschaffen. Die Reichsbevölkerung sprach Römisch, hatte das römische Recht, die Religion, Kultur und Tradition. Andere Kulturen waren weitestgehend in die römische aufgenommen worden, so lange dies möglich war, ansonsten wurde die fremde Kultur verdrängt.

Oppositionelle des Imperium Romanum wurden ausgeschaltet, denn die Romanisierung musste angenommen werden.

Die Römer hatten seit jeher das Gefühl eines ewigen Feindes. Bis zu Trajan wurde Expansion betrieben, so dass nicht das Gefühl von Frieden auftreten konnte. Der Gedanke eines Friedens war für die Römer mit dem Gedanken der Weltherrschaft verbunden.

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