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Psychology
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Statistik

1.1.

Einsatzmöglichkeiten der Statistik:

-       Industrie: Fertigungsprozesse und Dienstleistungen

o  Fehlervermeidung und Kundenzufriedenheit

o  Lückenlose Dokumentation von Prozessdaten & Sicherung höchstmöglicher Qualität

-       Markt- und Werbeforschung

o  Auf Stichprobenbasis werden Marktanteile und Potentiale ermittelt

o  Sehbeteiligung öffentlicher Fernsehprogramme

-       Banken

o  Kreditentscheidungen

o  Kapitalmarktdaten

-       Lebensmittelkonzerne

o  Analyse von Scannerdaten um Trends zu erkennen

-       Gesundheitsämter

o  Überwachung von Infektionskrankheiten, um endemische Abweichungen zu erkennen

o  Um Wirksamkeit psychologischer Interventionen zu Evaluieren

Die Statistik erfüllt für viele Wissenschaften eine Servicefunktion. In Publikationen ist eine datengestützte Argumentation unentbehrlich geworden. Die Versuchsplanung z.B. ist ein wichtiges Feld der Experimentelen Psychologie als auch der Ingenieurswissenschaften.

Statistische Instrumente des Qualitätsmanagements werden z.B. in Bildungspädagogik oder Gesundheitsökonomie eingesetzt, Statistik findet sich auch wieder in der Physik bei Beschreibungen von Zufallsprozessen, in der Versicherungsmathematik bei der Berechnung von Prämien, Zeitreihenmodelle bei Kapitalmarktforschung, Analyse von Querschnitts- und Paneldaten in der Wirtschaftswissenschaft oder die Modellierung von Wachstumsprozessen in der Biologie.

Statistik in der Politikplanung:

-       Verlässliche Bevölkerungszahlen als Basis für Entscheidungen

-       Altersstrukturen und Lebenserwartungen zum Fortschreiben der sozialen Sicherungssysteme

-       Bruttoinlandsprodukt als Verteilungsmittel für Strukturhilfen der EU

-       Überprüfung von Zielsetzungen, z-B. der UN Millennium Development Goals“

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1.2.

Aufgaben der Statistik:

-          Erhebung von Daten

-          Visualisierung und Beschreibung der Befunde

-          Identifikation von Auffälligkeiten

-          Ableitung von Schlüssen

Statistik ist somit eine Wissenschaft, die Methoden zur Gewinnung von und zum Lernen aus Daten bereitstellt.

Der Begriff Statistik ist mehrdeutig:

-          Wissenschaft als ganzes

-          Kenngrössen, die sich aus statistischen Daten ableiten (z.B. Mittelwert)

-          Funktionen von Zufallsvariablen

-          Allgemeiner Sprachgebrauch: ein Datensatz (z.B. Medaillenerteilung, Bruttoverdienste)

Statistik ist in zwei Felder unterteilbar, beschreibende und schließende Statistik:

-          Beschreibende oder deskriptive Statistik umfasst numerische und graphische Verfahren zur Charakterisierung und Präsentation von Daten.

Typisch für beschreibende Statistik ist, dass sie keine Modelle braucht. Ziel ist die Gewinnung von Kenngrößen, durch Reduktion und Aggregation der in den statistischen Daten enthaltenen Informationen möglichst ohne größere Verluste an relevanten Informationen.

o   Explorative Datenanalyse (Data mining): Hierbei wird unter Einsatz rechenintensiver Verfahren nach auffälligen Strukturen und Mustern in Datenbeständen gesucht, ohne das unbedingt sofort eine Hypothese im Spiel ist.

-          Schließende oder induktive Statistik zieht Schlussfolgerungen aus Daten.

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1.3.

Schlüsselqualifikationen sind Fähigkeiten zur sachadäquaten Anwendung von Wissen und zur Erschließung neuen Wissens. Z.B.

-          Soziale Kompetenz (z.B. zwischenmenschliche Kommunikationsfähigkeit)

-          Medienkompetenz (effiziente Nutzung der Informationsfülle)

-          Methodenkompetenz (sachadäquate Nutzung von Werkzeugen, Arbeitstechniken, Theorien zur Problemlösung)

-          Beschäftigungsfähigkeit (internat. Standart. Lebenslange Weiterbildung)

Evidence Based Decision Making = Datengestützte Entscheidungsfindung

Statistische Methodenkompetenz (statical literacy) ist also eine Schlüsselfertigkeit, da das Wissen über statistische Methoden benötigt wird, um Daten zu gewinnen, auszuwerten und aus den Ergebnissen statischer Analysen sachadäquate Schlüsse ziehen zu können.

Dieses beinhaltet ebenfalls, dass die Fähigkeit zur klaren und nachvollziehbaren Ergebniskommunikation benötigt wird.

Aktuelle Projekte zur Verbesserung statistischer Methodenkompetenz:

-          Internationale Statistische Institut (Isi)

o   International Statical Literacy Project: Zur Förderung statistischer Methodenkompetenz

-          Consortium for the advancement of undergraduate Statistic Education (CAUSE)

o   U.a. virtuelle Bibliothek für statistische Grundausbildung aus unterschiedlichen Quellen

-          Statistics Online Computational Resource (SOCR) (University of California, L.A.)

o   Open Source Onlinebibliothek u.a. mit anspruchsvolleren statistischen Experimenten und Simulationen

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Die zweite Stufe beinhaltet die aktive Methodenkompetenz, also die Fähigkeit, im Alltag empirische Entscheidungen empirisch zu fundieren und nachvollziehbar kommunizieren zu können.

2.1.

Die Problemlösung bedingt eine Konkretisierung des geplanten Untersuchungsablaufes, deshalb kann erst nach sorgfältiger Planung die Erhebung, Aufbereitung und Auswertung der Daten erfolgen. Hierfür wie auch für die spätere Ergebniskommunikation werden klare Begriffsbildungen benötigt.

-       Statistische Einheiten/Merkmalsträger: das Objekt, auf was sich die Untersuchung bezieht

-       Grundgesamtheit / Population: Die Menge aller Einheiten, auf die sich die Untersuchung bezieht

-       Teilmengen/Teilpopulation: Teilmenge der Grundgesamtheit (etwa männl/weibl. Jugendliche)

-       Merkmal/Variable: Die Eigenschaften statistischer Einheiten. Üblicherweise mit Großbuchstaben gekennzeichnet

-       Merkmalsausprägung: Die Werte, welche ein Merkmal annehmen kann. Üblicherweise mit kleinen Buchstaben gekennzeichnet

-       Stichprobe: Auswahl einer Teilmenge aus der Grundgesamtheit nach bestimmten Auswahlverfahren

-       Rohdaten/Urwerte/Primärdaten: Die Werte, welche man für die Merkmale beobachtet

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2.2.

Merkmale lassen sich nach verschiedenen Kriterien in typen einteilen, dabei ist ein besonders einfaches Einteilungskriteruim die Anzahl der möglichen Ausprägungen.

-          Diskretes Merkmal: Hat endlich viele, aber höchstens abzählbar viele Ausprägungen, Zählvariablen sind stets diskret, z.B.

Anzahl der Fachsemester von Studierenden, Güteklassen bei Lebensmitteln/Hotels, Alter, Personenstand

o   Quasi stetige Merkmale: diskrete Merkmale, die so fein abgestufte Ausprägungen aufweisen, das sie wie stetige Merkmale gehandhabt werden können, z.B.

Monetäre Größen wie Bruttoeinkommen oder Mietpreis

-          Stetiges Merkmal: Ausprägungen bilden ein Intervall.

Für je zwei Merkmalsausprägungen gilt, dass auch alle Zwischenwerte angenommen werden können, z.B. Zeitangaben, Längen, Gewicht, häufig auch: Intelligenzquotient

o   Generell kann man jedes stetige Merkmal durch Rundungen oder Gruppierungen in diskrete Variablen überführen

Die dritte Merkmalsklassifikation ist die Art der verwendeten Messskala, es gibt drei Skalenniveaus:

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