Stark gefährdete
Ökosysteme
–
Amazonien
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Ursachen
für die Gefährdung des tropischen Natur-raumes
Brennholz als Hauptenergieträger
Agro-„Kultivierung“ des Bodens
Rinderzucht
Soja
- Schrumpfung des
Tropischen Regenwaldes
Zahlen, Daten, Fakten
Wie effektiv sind Boykotte?
- Funktion der Wälder
Lebensraum
Motor des Weltklimas
Vegetation als Heizung
Wälder sind Kohlenstoffspeicher/-senken
- Klimaprojekte – Ein
Weg aus der Misere?
Senkenprojekte in Brasilien
Müll zu Strom in Rio de Janeiro
- Abschlussbemerkung
- Literaturliste
- Einleitung
Die
größten Waldökosysteme sind:
- der
boreale Nadelwald
- der
sommergrüne Laubwald und
- der
tropische Regenwald.
Der
tropische Regenwald nimmt in vielerlei Hinsicht eine besondere Stellung unter
den drei den Globus zu großen Teilen bedeckenden Ökosystemen ein. Er ist das
älteste, artenreichste und produktivste Landökosystem überhaupt: auf 2.000m²
gedeihen in der Urwaldmetropole Manaus/Amazonien 50 verschiedene
Pflanzenfamilien, pro Hektar sogar 150 Baumarten, im gesamten Amazonasgebiet
mehr als 400.000 1990 von Wissenschaftlern erfasste Pflanzenarten – und täglich
kommen neue hinzu – wobei gerade mal 6.000 in ganz Mitteleuropa wachsen.
Bambusgräser wachsen tageweise bis zu einen Meter bis sie in einer Größe von
mehr als zehn Metern ihren Wachstum stoppen, Bäume sprießen zwei Meter in 12
Monaten, Blätter von einem Meter Länge an Aronstabgewächsen und
Bananen-stauden.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils! Insgesamt sollen nach T.L. Erwin
ca. 30 Millionen Tierarten in den Regenwäldern leben.
Darüber
hinaus hat er nicht nur maßgeblichen Einfluss auf Mikroklimate sondern auch auf
das Weltklima.
Welche
Folgen der achtlose, unumsichtige und eigennützige Gebrauch diese Öko-systems
haben, wird in diesen Jahren immer offensichtlicher. Wie weit die Schäden
vorangetrieben sind und welche Bestrebungen es auf internationaler und
nationaler Ebene gibt, der sich verselbstständigten Zerstörung
entgegenzuwirken, soll im Folgenden dieses Essay beleuchten.
- Ursachen
für die Gefährdung des tropischen Naturraumes
Die
Gefährdung des tropischen Naturraumes geht etwas sehr simplifizierend und
nahezu wertneutral ausgedrückt auf einen Konflikt zwischen Mensch und Raum
zurück. Analysiert man jedoch, wie dieser Konflikt entsteht, bekommt diese
Aus-sage einen sehr harschen Beigeschmack.
Prinzipiell
ist klarzustellen, dass die Veränderung und Zerstörung dieses Ökosys-tems
aufgrund anthropogener Einflussfaktoren geschieht. Der Einfluss der Natur
selbst, wie durch natürlich entstandene Brände, Überschwemmungen, heftige
Stürme, .. ist als vernachlässigbar einzustufen, da diese Art Ereignisse eher
einen selbstregulierenden natürlichen Charakter haben, als dass man
diesen für die Gefährdung der Tropen Schuld zu sprechen könnte.
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einer Familie, eines Stammes oder auch eines ganzen Volkes. Demnach stellt sich
bei der Betrachtung dieses Problems immer irgendwann die Frage: Ausbeutung oder
Lebenserhaltung?
Betrachtet
man die Suche nach den Ursachen nüchtern, kristallisieren sich zwei Stränge
heraus.
- Die
direkten Ursachen, welche das direkte Eingreifen beschreiben.
- Wanderfeldbau
mit langen und/oder auch kurzen Zyklen
- permanente
Landwirtschaft mit Hauptprodukten, Fischzucht, Rin-derfarmen, Plantagen
- Bergbau
- Wasserkraftwerke
- Anbau
von Drogenpflanzen
- ..
und
- Die
indirekten Ursachen, welche Folgeerscheinungen bestimmter Umstän-de
beschreiben.
- sozioökonomische
Mechanismen wie Bevölkerungswachstum, wirt-schaftliche Entwicklung, ..
- physische
Faktoren, wie Verteilung der Waldflächen, räumliche Nähe zu Flüssen,
Straßen und städtischen Zentren, Topographie, Bodenfruchtbarkeit
- Regierungspolitik
wie Landschafts- und Forstpolitik
- Defizite
im Umweltbewusstsein
- ..
Beschreibt
man die Lebensarten der in den Tropen Lebender näher, wird deut-licher, wie die
Zusammenhänge sind.
2.1
Brennholz als Hauptenergieträger
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Einwanderungsländer der „ersten“ Welt, wie die USA, Neuseeland und Kanada
erreichen eine Bevölkerungszunahme von 1%/A. Die übrigen zumeist europäischen
entwickelten Länder liegen weit unter dem (Portugal, Italien: 0,1%/A, Groß
Britannien, Deutschland, Dänemark: 0,2%/A, Schweden: 0,3%/A, Griechenland,
Frankreich, Polen: 0,4%/A).
Schätzungen zufolge werden von den 7 Mio.m³ Brennholz, welche jährlich benötigt
werden, 5,5 Mio.m³ für Privathaushalte zum Kochen und Heizen und nur 1,4 Mio.
m³ für das Gewerbe also zum Teilhaben an wirtschaftlichen Prozessen verwendet.
Holz,
welches nicht gesammelt werden kann, weil es schlichtweg nicht mehr vorhanden
ist, muss gekauft werden. Ungefähr 40% eines Durchschnitts-einkommens muss
daher für Brennholz ausgegeben werden. Aufgrund von steigenden Ölpreisen und
Bevölkerungszahlen stieg der Verbrauch von Brennholz in den letzten 35 Jahren
um 60%. Beispielsweise sieht die Energieversorgung Haitis wie folgt in
offiziellen Zahlen aus: 7% aus Wasserkraft, 19% aus Mineralölimporte und 71% aus
Brennholz. Die Menschen, die auf das Brennholz angewiesen sind, können nur
bedingt reagieren.
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2.2
Agro-„Kultivierung“ des Bodens
Um
diese zumeist dennoch agrarische Arbeit aufnehmen zu können, müssen natürlich
entsprechende Flächen geschaffen werden. Dazu wird ein beliebig großes Stück
Wald brandgerodet, was CO2 freisetzt und den Treibhauseffekt begünstigt.
Allzu
oft sind es aber nicht nur einzelne Familien, die ein paar mehr Quadratmeter
brauchen, um beispielsweise eine Kuh weiden zu lassen, sondern Großbauern, die
unter anderem auch für den europäischen Markt produzieren.
2.2.1
Rinderzucht
Aus
¾ aller illegal gerodeten Flächen wird Weideland für Rinder gewonnen.
Ein Rind benötigt bis zur Schlachtreife ein Areal von ca. 1 ha um zu gedeihen.
Da die schlechten Bodenverhältnisse der Tropen eine Bewirtschaftung jeglicher
Art nach nur drei Jahren unmöglich machen, müssen ständig weitere Flächen
umfunk-tioniert und alte, nutzlose, ausgedörrte zurückgelassen werden. Auf
diesen Flächen wächst nur sehr bedingt wieder von selbst eine Vegetationsdecke
heran, da die Bodenerosion – insbesondere durch Wasser nach massiven
Niederschlägen – Jungpflanzen keine Chance lässt, insofern sie denn überhaupt
auf dem humusarmen Boden Wurzeln fassen konnten.
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