Stadtgeographie
1. SITUATION
DER STADT HEUTE (S.13)
·
Technische,
soziale und politische Innovationen verändern die Wirtschafts- und
Sozialstrukturen der Städte.
·
Verstädterung:
o
¾
leben in Industriestädten
o
Fast
die Hälfte in den Entwicklungs- und Schwellenländern
o
1990
gibt es 23 Megastädte mit mehr als 5 Mill.
(überwiegend in Entwicklungs- und
Schwellenländern)
·
Global
Cities London, New York , Tokio steuern die Weltwirtschaft
·
Städte
mit innovativen Wirtschaftsbranchen werden aufsteigen.
·
Städte
mit Deindustrialisierung und Bevölkerungsabwanderung werden ihr Image
verlieren.
·
Durch
Massenmotorisierung, Suburbanisierung (= Ausbreitung der Städte auf das Land)
verschmelzen die Städte.
·
Daneben
Desuburbanisierung: Stärkeres Wachstum von Klein- und Mitterlständen im
ländlichen Raum.
·
Die
Großstädte der Industrieländer werden deindustrialisiert.
·
Neue
Flächennutzung geschieht durch Technologieparks, Sportarenen, Shopping_Malls,
Themenparks, Urban Entertainment Center.
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·
Gegensatz:
postmoderne Bürohäuser und Edelboutiquen -
·
Armutsinseln.
·
Stadtforschung
durch Soziologen (Lebensstilforschung) und Geographen.
2.
RAUMKATEGORIEN (S.17)
2.1.
Stadtbegriff (S.17)
·
Stadtforschung
durch Statistik, Geschichte, Soziologie, Ökonomie und Planung
2.1.1. Die Perspektiven
Städtestatistik (S.17)
·
Die
nationalen Untergrenzen sind verschieden (Schweden 200 einw. pro qkm, Kanada
1000 Einwohner pro qkm)
·
Vergleiche
sind schwierig.
2.1.2. Die Perspektiven
der Stadtgeschichte (S.20)
·
4
historischer Stadttypen
o
römische
Städte (Christi Geburt bis 500)
o
mittelalterliche
Stadt
o
frühneuzeitliche
Stadt
o
Industriestadt
·
Antike
und mittelalterliche Städte haben Befestigungsanlagen und sind in Stadtviertel
gegliedert.
·
Sie
sind Verkehrsschnittpunkte und Handelsorte
·
Könige,
Grafen und Bischöfe waren die Herren der Stadt.
·
Die
Stadt hatte besondere Rechte: Münzrecht, Marktrecht
·
Frühe
Neuzeit:
·
Bergstadt:
(15. Bis 16. Jhd.) Rohstoffe im Harz, Mittelgebirgen und Alpen.
·
Flüchtlingsstädte:
o
Aus
der Gegenreformation (aus Böhmen, Flandern, Frankreich) auf Gebieten von Landesfürsten.
·
Residenzstadt(16.
17. Jhrd):
o
Grundriss
der Stadt ist rechteckig oder quadratischmit Verteidigungssytem
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o
Das
Schloss liegt in der Mitte
·
Industriestadt:
o
Um
18. J. in Großbritannien
o
Mitte
19. J. in Mitteleuropa
o
Technische,
gesellschaftliche und juristische Innovationen
o
Standort
von Textil- und Werftindustrie
2.1.3
Die
Perspektiven der Stadtsoziologie (S.23)
·
Soziale
Gruppen und Milieus und Haushaltsgruppen:
·
Heute
dominiert der Single Haushalt
·
Soziale
Milieus: 5 Lebenstilgruppen
·
Heute
unterscheiden sich ländliche und städtische Gruppen kaum
·
(dagegen
in Schwell- und Entwicklungsländern)
2.1.4
Die
Perspektiven der Stadtökonomie (S.24)
·
Seit
1960 werden städtische Arbeitsmärkte analysiert
1. Gliederung des
Arbeitsmarktes
2. Anteil im
tertiären (Banken, Versicherungen, Handel) und quartiären Bereich (Forschung
und Entwicklung)
Der sekundäre Sektor (Industrie) wird
durch Deindustrialisierung und Suburbanisierung geringer.
Märkte stimulieren sich gegenseitig
2.1.5
Die
Perspektiven der Stadtgeographie (S.25)
·
8
Kriterien:
1. ZentralitätàKonzentration von Verwaltung, Bildung,
Kultur, Medizin, Politik und Agglomeration (Zusammenballung) von spezialisierten
Einzelhandelsunternehmen.
o
Sie
versorgen auch das Um- und Hinterland
o
Manche
Städte sind auch international wichtig (z.B. wirtschaftlich durch Banken und
Börsen und den Tourismus:
2. Mindestgröße
einer Stadt zu allen Zeiten und in allen Kulturen
3. Hohe Bebauungs-
und Bevölkerungsdichte und Geschlossenheit
City-Krater in Europa und Amerika:
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Durch Suburbanisierung und
Desuburbanisierung gibt es keine geschlossene Ortsform mehr.
4. Durch die
Ortsbodenpreise Gliederung nach Funktionenviertel
Zentral:
o
Wirtschaftscity,
Kulturviertel, Einkaufsgebiet
o
Peripher:
Wohn- und Industrieviertel
o
Handel,
Bildung, Kultur, Verwaltung konzentrieren sich auf räumliche Cluster (Haufen)
5. Soziale und
ethnische Differenzierung
Segregation (Trennung) nach
unterschiedlichen Wohnstatus
Vorindustriell:
o
Das
höchstgestellte Viertel war im
Stadtzentrum
o
Arme
lebten am Rande.
o
Kehrte
sich im Industriezeitalter um durch Bodenpreise, Verkehrsverbindung und
Abwertung.
o
Die
Oberschicht zieht an die Peripherie.
o
Städte
sind Sammelbecken vor unterschiedlich ethnische Gruppen,
o
bei
uns aus Osteuropa und den Entwicklungsländern.
o
Sie
wohnen wegen geringerer Mieten in Groß-Wohnsiedlungen und ehemaligen
Arbeitervierteln.
6. Politische,
gesellschaftliche und technologische Innovationszentren
o
Hier
entstehen die neuen Trends, Normen und Wertvorstellungen.
7. Städte
profitieren von den Ressourcen des ländlichen Raumes mit Überschuss an
Nahrungsmitteln.
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8. Die Stadt ist
ökologische stark belastet
o
Durch:
Emissionen, Lärm, Wasserverunreinigung, Flächenversiegelung
2.1.6
Von
der Stadt zur Agglomeration (S.28)
o
Stadt
und Land sind durch suburbane Übergangsräume verbunden Speckgürtel oder
Cocktail-Bells.
o
Großes
Wachstum an der Peripherie durch Bevölkerungs- und Arbeitsplatzverluste in den
Kernstädten.
o
Eine
Verstädterung des Umlandes
2.2 Modelle
und Schemata verstädterter Gebiete (S.29)
·
Taxometrische
Modelle zur Beschreibung von Agglomerationsräumen.
·
4.
Merkmale der Modelle nach dem 2. Weltkrieg:
o
Sie
haben alle den allgemeinen Aufbau von Agglomerationen
o
Empirische
Untersuchungen der verstädterten Räume (Wohnplätze, Gemeinden)
o
Statistiken
aus den Volkszählungen (4 nach den 2. Wk)
o
Statistische
Schwellenwerte sind Konventionen, die aber nur für einen bestimmten Raum und
für eine bestimmte Zeit gelten.
·
Ansätze
für die Abgrenzungsmethode:
1. Die geographisch
städtebauliche Methode
2. Die
demographisch soziologische Methode
(Haushaltsformen)
3. Die
sozio-ökonomische Methode
(die Bevölkerung wird beruflich und
wirtschaftlich differenziert)
2.2.1
Nationale
Ansätze (S.31)
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