Sprachursprungstheorien
Deutsch
These: Behauptung Forderung (z.B. ich brauche
ein Mofa)
Argument: Begründung der These (weil man damit
das Busgeld sparen kann)
Beispiel: unterstüzt das Argument (das kostet
so und soviel monatlich)
Aufbau der Analyse:
1) Einleitung (Autor, wo, wann,etc.), Thema (Problem),
Aussageabsicht, Adressat, Ansatzpunkt
2) Hauptteil (an Chronologie orientieren)
a.
Inhalt (Kennzeichnung der Elemente
der Argumentation à These, Behauptung, Argument, etc., Bezeichnung der Sprechakte à appellieren,
behaupten, begründen, folgern)
b. Berücksichtigen : Stilmittel, Satzbau, Wortwahl
3) Kritische Stellungnahme à ist die Argumentation
schlüssig, vollständig, anschaulich, strukturiert, überzeugend ???
Einen Vergleich durchführen:
1) Überleitung wie man zur Theorie kommt, Widerspruch oder
Zustimmung ?
2) Herders Theorie kurz darstellen, mögliche
Vergleichsaspekte herausstellen
3) Rein darstellenden vergleich
a.
Was ist gemeinsam?
b. Was ist unterschiedlich?
è
Nicht nur inhaltlich vergleichen,
auch außertextlich à historischer Kontext, wissenschaftlicher Stand, Adressatengruppe,
Sprache, Argumentationsweise
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Herders Sprachursprungstheorie
1) Ältere Theorien (Condillac) sagen, dass sich Menschliche
Sprache aus tierischen Lauten entwickelten à Gemeinsamkeit Mensch und
Tier à
unartikulierte Lautäußerung
2) Herders entgegengesetzte Meinung à entscheidend für
die Entwicklung der menschlichen Sprache ist der Unterschied zwischen Tier und
Mensch à biologisch /anthropologisch fundierte Erklärung des Unterschieds:
a.
Tier lebt in seiner Sphäre
(eingegrenzter Lebensraum), ist speziell angepasst (z.B. Maulwurf) à wird von
herrschendem Instinkt geleitet
b. „Sprache“ im Sinne von Lautäußerung ist „rein natürlich“ à Mensch hat
Sonderstellung, weil er keine spezielle Sphäre hat à besitzt instinktiv keine
Sprache à führt zur Weltoffenheit des Menschen
3) Keine Zustimmung der These der von Gott gegebenen Sprache
4) These über den Ursprung der Sprache: Mensch hat keine
Sphäre à Mangelwesen à daraus entsteht „Freiheit“(Besonnenheit) und „weitere
Aussicht“(Reflexion) à diese ermöglichen Sprache
5) Besonnenheit à Mensch kann Aufmerksamkeit
gezielt steuern und auch freiwillig auf einer bestimmten Wahrnehmung verharren
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7) Laute als Wurzeln der Spracherfindung
a.
Bsp. Mensch kann Schaf instinktfrei
(hat keine Sphäre, ist weltoffen) betrachten (im Gegensatz zum Löwen) à stellt einzelne
Merkmale fest (Fell, 4 Beine, etc.)
b. Das Merkmal, das der Wiedererkennung (bzw. Unterscheidung
zum anderen) dient, ist der Laut à Blöken
è
Wiedererkennen durch Blöken =
gefasstes Zeichen „Seele besann sich an einer Idee deutlich“
è
Sprachursprung liegt in einem in der
Seele gefassten Zeichen à Monologischer Akt statt Dialog
8) Da der Mensch ein „sensorium commune“ (gemeinsames Organ)
ist, kann er auch nicht-tönende Dinge mit Lauten verbinden
Historischer
Kontext zu Herder:
-
vor dem Hintergrund der Debatte um
den Ursprung der Sprache in den 50ern und 60ern des 18. Jahrhunderts an der
Berliner Akademie
-
hauptsächlich gegen Condillac
(Sprache durch Gesten) und Süßmilch (Sprache durch Gott),
Süßmilch
-
Göttlicher Ursprung, da Sprache nicht
durch Zufall entstehen kann
-
Sprache setzt Vernunft und Klugheit vorraus,
sie ist vollkommen
o
Mensch kann nicht Vernünftig und klug
gewesen sein, da er nicht spricht
ð
Gott schuf die Sprache
Condillac
-
Erst gab es Gesten, dann
Sprachanfänge à überlegtes Handeln hat Instinkt ersetzt
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Rousseau
-
Sprache entsteht durch Gesellschaft
-
1. Phase à Stummheit
-
2. Phase à Gebärdensprache
-
3. Phase à Rohe Sprache
-
4. Phase à erschöpfte Sprache
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