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Sprachliche Sozialisation Aus der Sicht der Pädagogik .doc

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Social Science
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Educational Science / Pedagogy
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Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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2009
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Sprachliche Sozialisation

Aus der Sicht der Pädagogik

12.01.2009

Vorgelegt von: B.L.

Inhaltsverzeichnis

Lehrveranstaltung: PS Allgemeine Pädagogik

Leiterin:

WS 2008/2009

1. Einleitung. 3

1.1. Begriffsdefinitionen. 3

2. Sprache im Gesamt der Entwicklung. 4

3. Sprache und Sozialisation. 5

3.1. Sprache und soziale Schicht nach Basil Bernstein - Defizithypothese. 5

3.2. Differenzhypothese als Gegenbewegung zur Defizithypothese. 6

3.3. Defizithypothese versus Differenzhypothese. 7

4. Resümee: 9

4.1. Zusammenfassung. 9

4.2. Pädagogischer Bezug. 9

5. Literaturverzeichnis 11

1.      Einleitung

Im Laufe dieser Proseminararbeit werde ich versuchen einen kurzen Einblick in die Sprachliche Sozialisation im Kindesalter zu bieten. Die gesamte Arbeit wird sich um die Frage drehen, warum Sprache und vor allem der Sprachunterricht wichtig für die Pädagogik sind.

Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf dem Zusammenhang zwischen Sprache und Sozialisation, allerdings werde ich anfangs auch kurz den Spracherwerb im Kindesalter erläutern, um den Grund meiner Arbeit leichter nachvollziehbar zu machen.

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Im zweiten Teil meiner Arbeit werde ich auf den Zusammenhang zwischen Sprache und der sozialen Schicht laut Basil Bernstein und William Labov näher eingehen.

Grundlage meiner Arbeit wird ausschließlich die hermeneutische Textanalyse sein.

Das Ziel dieser Proseminararbeit ist es in erster Linie die Wichtigkeit der Sprache im pädagogischen Prozess der Entwicklung herauszuarbeiten.

1.1.         Begriffsdefinitionen

Schichten und soziale Schichtung:

„Soziale Schicht, soziologischer Grundbegriff, der eine große Gruppe von Angehörigen einer Gesellschaft bezeichnet, die über bestimmte gemeinsame Merkmale verfügen.“ (Microsoft 2008, Stichwort: Soziale Schicht).

Sozialisation:

Dieter Geulen: „Sozialisation ist die Entwicklung der Persönlichkeit aufgrund ihrer Interaktion mit einer spezifisch materiellen Umwelt“ (Geulen 2005, S. 1409).

Für die Sozialisation sind Umweltbedingungen entscheidend, welche gesellschaftlich getragen sind. Man darf diesen Zusammenhang nicht deterministisch sehen, sondern als eine komplexe Wechselwirkung zwischen dem Subjekt und der Umwelt, in welcher das Subjekt aktiv mitbeteiligt ist (vgl. Geulen 2005, S 1409-1416).

 

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2.      Sprache im Gesamt der Entwicklung

In diesem Kapitel soll nur ganz kurz der Spracherwerb skizziert werden, um meine Arbeit leichter verständlich zu machen.

Die Sprache ist nur ein Teil des großen Gesamtkomplexes Entwicklung. Sie ist abhängig von mehreren Faktoren. Zuerst ist es notwendig, dass die Anatomie des Stimmtrakts soweit entwickelt ist, dass das Baby saubere Töne hervorbringen kann.

Weiters spielt natürlich die geistige Entwicklung des Babys eine große Rolle. Bevor Dinge vom Kind benannt werden können, muss das Kind diese Dinge zuerst mit Augen oder Händen erfassen.

Die Entwicklung zum sozialen Wesen ist ein dritter sehr wesentlicher Punkt in der Entwicklung des Kindes. Denn ansonsten fällt es einem Kind beispielsweise schwer Personalpronomen zu begreifen und richtig zu verwenden.

Einen ganz speziellen Punkt in der Sprachentwicklung nehmen Gefühle ein, denn sie sind in alle Wahrnehmungs- und Entscheidungsvorgänge eingebunden. Um mit den eigenen Gefühlen bewusst umgehen zu können, müssen Kinder und auch Erwachsene lernen sie auszudrücken.

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Dies ist sowohl die Folge der fehlenden Sprache als auch der fehlenden Sozialisation.

Mutterspracherwerb kann nicht für sich allein betrachtet werden. Viele Entwicklungen finden zur gleichen Zeit statt und beeinflussen sich gegenseitig.

Es ist besonders schwer die Sprache aus dem Gesamtkomplex der Entwicklung herauszuschälen.

Mittlerweile steht fest, dass die individuellen Erfahrungen, die Persönlichkeit und die Sprache einen Menschen noch stärker prägen als die globalen Milieufaktoren.

Ein gutes Beispiel hierfür sind in der Schule geknüpfte Freundschaften und Erfahrungen, die unabhängig von der eigenen Familie gemacht werden und welche sehr prägend für den Spracherwerb sind

(vgl. Butzkamm 2008, S. 12-14).

Obwohl bis heute noch angenommen wird, dass Sprache und Sprechen zwei gleichwertige Begriffe sind, ist dies nicht ganz richtig. Denn es ist bewiesen, dass Sprechenkönnen keine notwendige Voraussetzung für den Spracherwerb ist. (Dies konnte vor allem durch Fälle von Anarthrie (Unfähigkeit zur Artikulation) bewiesen werden)

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Diese Theorie beruht vor allem darauf, dass der Spracherwerb in allen Sprache und Kulturen sehr ähnlich abläuft. Er beginnt mit einer Schreiphase (dient in ernster Linie dem Training des Vokalisationsapparates), darauf folgt die Lallperiode bis zum Erwerb des ersten Wortes. Mit etwa einem Jahr ist ein Kind im Normalfall fähig einige wenige Worte zu sprechen.

Circa ab 18 Monaten tritt eine starke Beschleunigung des Wortzuwachses ein und gegen Ende des zweiten Lebensjahres beträgt der Wortzuwachs bereits über 100 Worte pro Monat(vgl. Rossmann 2004, S.79-82).

3.      Sprache und Sozialisation

Einen Zusammenhang zwischen Sprache und Sozialisation stellt die heutige Soziolinguisik her. Die Soziolinguistik hat sich in den 1970er Jahren etabliert und darum ist auch die meiste Literatur in diesen Jahren zu finden. Soziolinguistik ist ein „Teilgebiet der Linguistik, das das Sprachverhalten von gesellschaftlichen Gruppen untersucht.“ (Duden 2007, Stichwort: Soziolinguistik).

3.1.         Sprache und soziale Schicht nach Basil Bernstein - Defizithypothese

Der britische Soziolinguist Basil Bernstein unterschied in seiner Defizithypothese zwischen dem „elaborierten“ Code (personenorientiert) und dem „restringierten“ Code (statusorientiert). Der „elaborierte Code“ entspricht dem Sprachgebrauch der Oberschicht und demnach entspricht der „restringierte Code“ dem Sprachgebrauch der Unterschicht.

 

Diese beiden Codes unterscheiden sich in den Bereichen:

  • Explizitheit
  • Grammatische Korrektheit
  • Logische bzw. argumentative Strukturiertheit

 

 

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