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Spracherwerb spezifische Sprachentwicklungsstörung .doc

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Human Science
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Applied Linguistics
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University, School
Humboldt-Universität zu Berlin
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SPRACHERWERRB - Zusammenfassung

Spracherwerb

-        Erwerb =lebenslanger Prozess

-        primärer Spracherwerb einer Muttersprache = L1

-        bilingualer Erstpracherwerb ( Erweb 2er/mehrer mSprachen gleich gut)

-        früher Zweitspracherwerb = L2 (ab 3-5/6 Jahren Konfrontation mit 2. Sprache)

-        Beeinträchtigung des Spracherwerbs durch Defizite in Vorraussetzungen

(Bsp. Hörschädigung)

-        nicht nur auf Lautsprache anwendbar

-        es gibt Zeitpunkt, in dem, vor allem im grammatischen Bereich, wesentliche Grundstrukturen als erworben gelten

-        kein Zeitpunkt zu dem Spracherwerb tatsächlich abgeschlossen ist

spezifische Sprachentwicklungsstörung

-        zeitl. Und inhaltl. Abweichung von der normalen Sprachentwicklung im Kindesalter

-        nicht auf kognitive/ sensorische Defizite zurückzuführen

-        treten isoliert auf (spezifische)

-        mindestens 3 der 4 geprüften Bereiche liegen um mindestens 6 Monate ggü. Der Norm zurück

-        Sprachverständnis (pragmatische Eben)

-        Grammatik (morphologisch-syntaktische Ebene)

-        aktiver Wortschatz (semantisch-lexikalische Ebene)

-        Artikulation (phonetisch-phonologische Ebene)

-        Symptome: Kind 3Jahre alt

-        Wortschatz unter 100 Wörter

-        keine geformten Mehrwortäußerungen

-        Verb-End-Stellung

-        Fehlbilen, Auslassen von Wörtern

-        einfache Fragen werden nicht verstanden

 

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Zweit-/Fremdspracherwerb

-        auf Jugendl./ Erwachsene bezogener Spracherwerb

-        gesteuert (Aneignung der Sprache erfolgt unter Anleitung)

-        ungesteuert (keine systematische Unterstützung durch Unterricht)

-        Beeinflussung durch:

-        allg. Bildungsgrad

-        persönl. Motivation

-        Beherrschung einer anderen Fremdsprache

-        soziale Kontexte, in denen neue Sprache gefordert/ angeboten wird

Vorraussetzungen für kindl. Spracherwerb

-        Erkennen, dass lautsprachliche Äußerungen der Umgebung absichtsvoll und bedeutungsvoll sind

-        akustischer Lautstrom muss segmentiert und analysiert werden, um sprachrelevante Einheiten (Phoneme, Morpheme, Wörter, Sätze) zu identifizieren

-        Erwerb der komplexen artikulatorischen Pläne zur Lautproduktion

(Zusammenspiel von Atmung und Stimmgebung, Benutzung der Artikulationsorgane)

-        Erwerb von grammatischen Regularitäten auf phonologischer, morphologischer, syntaktischer Ebene

-        Aufnahme von Morphemen und Wörtern im Lexikon

-        Assoziation der Wortformen mit deren Bedeutung

-        Beherrschung der verschiedenen kommunikativen Funktionen, die Sprache haben kann (Frage, Aussage...) und deren angemessene Anwendung

-        Gesprächsmuster erlernen

 

Unterschiede Spracherwerb Kind – Erwachsener

-        K. Muss linguistischen Code knacken

-        E. muss in bestehendes, ausdifferenziertes Sprachsystem neue Einheiten integrieren

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Verlauf des Spracherwerbs

-        erster Zugang zur Muttersprache über Lautsprache

-        sprachl. Laute werden früh von anderen Geräuschen/ Klängen unterschieden

-        erste Wochen nur schreien

-        3./4. Woche Erkennen der Stimme der Mutter

-        2. Monat Unterscheidung bekannte / unbekannte Stimmen

-        K. hat von Geburt an angelegte Aufmerksamkeit für Sprache, aber nich für eine bestimmte

-        Sprachwahrnehmung ab 6. Monat differnzierter

-        gesprochene Sprache = Kontinum

(Wörter im lautstrom nicht voneinander getrennt, K. Muss lernen wie Wortgrenzen markiert werden—Kombinierbarkeit der Wörter, prosodische und phonematische Besonderheiten der Sprache)

-        Wissen über phonologische Strukturen am Ende 1.LJ unvollständig

-        bis 7. Woche Schreiperiode

(neuronale Steuerung der Bewegungsabläufe des Artikulations-

aparates ,Muskeltraining des Atem- u. Stimmaparates,

Äußerung elementarer Bedürfnisse)

-        6. Wo – 6. Mo 1. Lallperiode

(Ausbrobieren des Zusammenspiels von Atmung, Stimmgebung

u. Benutzung d. Artikulationsorgane, Allmähliche Produktion

verschiedener Laute – zentrale Vokale, velare Konsonanten,

Gurren)

-        6. - 9. Monat 2. Lallperiode

(Erlernen der Sprachmelodie, Sprachlaute ; Kennenlernen

typischer Lautverbindungen)

- reduplizierendes Lallen: einfache wiederholte Silben (bababa)

- buntes Lallen: mehrsilbige Lautketten mit Variationen in

Artikulationsstelle

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-        8. - 9. Monat Nachahmung und erstes Sprachverständnis

-        9. - 10. Monat Zuordnung lautlicher Äußerungen, Gesten, Situation

-        9.- 12. Monat Beginn intentionaler Sprachäußerung

-        13. -15. Monat Entstehung präzisierter Wortbedeutungen

(Symbolfunktion der Sprache = Protowörter, unterscheiden sich

lautlich nicht von Lallprodukten)

-        12. - 18. Monat Einwortsätze

-        Lallphase endet nicht plötzlich

-        Überlagerung von Phase der ersten 50 Wörter

-        Aufbau eines kleinen Lexikons

-        Wörter = phonetisch einfach, systematisch vereinfacht

-        K. stehen zur Produktion der Wörter nur begrenzte Möglichkeiten zur Verfügung

Kanonische Wortform = korrektes Aussprechen

unkorrekte Aussprache = Wort phonetisch vereinfacht

-        18. - 24. Monat erstes Fragealter , ungeformte Mehrwortsätze

-        K. verfügt über immer mehr Wortformen, die es zur phonetisch-phonologischen Analyse und zum Aufbau des phonologischen Systems nutzen kann

-        neurologische Ferigkeiten werden verfeinert

-        Erweiterung artikulatorischer Muster

-        erste syntaktische Strukturen

-        Ende 2. LJ. Agrammatische Sätze

-        3. LJ. Geformte Mehrwortsätze

(Übernahme erster grammatikalischer Beziehungsmittel)

-        4. LJ: zweites Fragealter, Fortsetzung des Wortschatzserwerbs und

grammatikalischer Formen

 

 

 

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Phonologie

-        umfasst mehrere Teilaspekte

-        Aufbau des Phoneminventars ( Beginn mit Plosiven, Nasalen, Vokalen, Frikative, Affrikaten, restliche Konsonanten)

-        Silben- und Wortstruktur (häufig Auslassen von unbetonten Silben in mehrsilbigen Wörtern)

-        phonotaktische Regeln

-        prosodische Aspekte

-        phonologische Abweichungen:

-        Silbenstrukturprozesse (betreffen Silben und Wort, Reduplikation von Silben - baba= Ball- / Auslassen unbetonter Silben / Strutur der Silben = Reduktion non Mehrfachkonsonanten, Auslassung finaler Konsonanten)

-        Substitutionsprozesse (Laut wird durch andere ersetzt)

-        Harmonieprozesse ( Laute werden hinsichtlich ihrer Merkmale aneinander angeglichen)

Aufbau des kindlichen Lexikons

-        Erkenne und Speichern von Wörtern und Morphemen

-        Speicher für lexikalische Einheiten = mentales Lexikon

-        aktives mentales Modul ( sprachl. Infos werden abgelegt, verarbeitet, fortlaufend überarbeitet

-        Inhalt = Wortschatz

-        lexikalischer Erwerb / erste Wörter (12. - 18. Mo)

-        Erwerb, Produktion, Verständnis

-        erste Wörter unterscheiden sich von denen der Erwachsenensprache

-        erste Phase: Wortschatz wächst nur langsam

-        viele Wörter keine Symbole sondern begleiten Situation / Handlung (kontextgebundener Gebrauch)

-        Produktion von sozial-pragmatischen Wörtern (mehr, nein, da)

-        erste Nomen (Wörter mit eindeutigen Bezug – Ball)

-        Verben, Eigenschaftswörter, Einwortäußerungen

 


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