Es gibt 3 Bereiche, die das Menschsein ausmachen 1. Kosmologische Evolution: Das Universum evolviert ständig! In ganz kleine Segmente 2. , Vielleicht gibt’s wo anderes auch noch leben. Darin spielt s
Promesse du Bonheur – Wahrheit und Utopie in den ästhetischen Theorien von Baudelaire und Adorno VO Philosophie und ästhetische Theorie II (SS 2009) Prof. Ruth
Die
Inhalte, die wir bei unserer Tätigkeit als Lehrpersonen im Fachbereich EW
transportieren, sind in der Regel in der Form von Begriffssprache abgefasst.
Eine
sprachrealistische Haltung geht davon aus, dass die verwendeten
Begriffskonstruktionen annähernd genaue Bedeutungsfelder, im Idealfall genau
definierte Punkte, markieren. Für das Zustandekommen von Kommunikation wird
angenommen, dass diese markierten Punkte Bedeutungsfelder sind, die allen Kommunikationspartnern
in identischer Form zur Verfügung stehen.
Eine weniger
sprachrealistische Position betrachtet Begriffe eher als amorphe Felder, deren
Struktur sich die Benutzer immer wieder neu erschliessen müssen, wenn sie sich
verständigen wollen. Begriffe haben also nicht per se eindeutige, klare und
somit leicht kommunizierbare Bedeutungen.
Die Bedeutungen entstehen individuell
im Erschliessungsprozess. Missverständnisse, die wir alle Tage aufs Neue
erlebe, sind ein Hinweis dafür.
Die
Wissenschaftssprache der Erziehungswissenschaft ist eine Sondersprache, die die
Studenten sich aneignen müssen. Im Vermittlungsprozess begegnen sich Begriffe
der erziehungswissenschaftlichen Sondersprache einerseits und die individuell
erworbenen Begriffsstrukturen bzw. alltagstheoretische und damit individuell
eingefärbte begriffliche Strukturen zur Deutung der Welt andererseits.
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Abb. 1
Sprachebenen
Fachwissen
ist in diesem Sinn oft ein Kennen von Verknüpfungsregeln einer Sondersprache.
Diese Sondersprache verhält sich zur Alltagssprache reserviert und weitgehend
autonom. Das kommt in der Abb. 1 zum Ausdruck: Die beiden Sprachebenen liegen
isoliert übereinander. Der Pfeil bringt die Möglichkeit der Verknüpfung zum
Ausdruck.
Man
darf annehmen, dass die Differenzen zwischen den zwei Sprachwelten
(individuelle/allgemeine bzw. Alltagssprache/Fachsprache in den verschiedenen
Fachbereichen unterschiedlich ist. (z.B. im Bereich MuU, Sprache oder Kunst)
Umgang
mit den Sprachwelten:
In
der Praxis sind verschiedene Weisen des Umgangs mit diesen Sprachwelten zu
beobachten:
-Studentinnen eignen sich
die Sondersprache an, beschränken sich aber auf Verknüpfungen und das Erlernen
der Verknüpfungsregeln.
Dieses tendenziell reproduktive Verfahren genügt in der
Regel, um den Anforderungen von Prüfungen gerecht zu werden. (vgl. Abb. 1,
beide Ebenen bleiben voneinander isoliert, Aktionsraum ist Ebene 1)
-Student/Innen bleiben in
ihrer individuellen Alltagssprachwelt und versuchen mit diesem Repertoire die
Anforderungen zu bewältigen.
-Studentinnen versuchen die
beiden Sprachwelten zu verknüpfen.
Letztere
Variante bedeutet hohen Aufwand und wird im Vergleich zur erstgenannten oft
schwach honoriert.
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Die
verschiedenen Unterrichtsmodule sind diesbezüglich unterschiedlich angelegt
Im
Modul P01 zum Beispiel ist dieser Dialog der Wirklichkeitsebenen abgebildet:
Studenten
beobachten „Lernen“ und entwickeln einen Diskurs zwischen Theorie (Lerntheorie)
bzw. Praxis (den beobachteten Lernsituationen). Den Rahmen von
Interpretationsmöglichkeiten einerseits und die Ankerpunkte möglicher
Beobachtungen bilden die entsprechenden Lerntheorien.
Um diese in der Praxis
wiederfinden zu können, ist es notwendig die Komplexität der Wirklichkeit zu
reduzieren. Die Lerntheorien legen also den Weg oder besser die möglichen Wege
fest, die zur Deutung der Beobachtungen zur Verfügung stehen dürfen.
Die
zur Verfügung stehenden Theorien haben den Status von Wahrheiten, an denen die
StudentInnen die beobachtete Wirklichkeit messen, während die Alltagstheorien
demgegenüber einen schwächeren Status inne haben, auch wenn Studis mit dem
eigenen Gedanken- und Wortmaterial differenziert hantieren.
Es
scheint also – bezugnehmend auf das oben vorgetragene Zwei-Ebenen-Modell – eine
Hierarchie zu geben, wobei die individuell erworbenen kognitiven/sprachlichen
Strukturen eine nachrangige Bedeutung haben.
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-Es besteht die Gefahr, dass
Student/Innen sich während des Studiums wie Gastarbeiter im Bereich der
erziehungswissenschaftlichen Sondersprache aufhalten und dann beim Eintritt in
die Berufswelt in die heimatlichen Sprachfelder/kognitiven Strukturen zurück
kehren und mit diesen die kognitiven Anforderungen des Berufs bewältigen.
Prüfungen,
versuchen Wissen zu messen, d. h. zu vergleichen. Diese Leistungen sind in
hohem Mass Orientierungsleistungen in kognitiven Strukturen, die durch die
Unterrichtsveranstaltungen aufgebaut werden hätten sollen. Diese Strukturen
kann man sich als eine Ebene vorstellen (vgl.
Abb. 1), auf der das oben
beschriebene Vokabular repräsentiert ist. Das Abprüfen von Wissen läuft ständig
Gefahr, das Abprüfen der Regeln dieser Sondersprache zu sein. Prüfungen
suggerieren von ihrer Konzeption her, dass sie wissenschaftlich abgesicherte
Wahrheiten erfassen.
Ebene
2
Der
(vermutete) hohe Wert dieser „allgemeinen“ Wahrheiten setzt sie hierarchisch
über die individuellen kognitiven Schemata/Wahrheiten.
Der
eigentlich angestrebte Diskurs der Sprachebenen findet unter anderem auch
deshalb nicht in ausreichendem Mass statt, weil die Sichtbarmachung der
Qualität von Kommunikation zwischen den beiden Sprachebenen (vgl. Abb. 2)
methodisch schwer zu bewältigen ist, solang man sich explizit und implizit an
den klassischen Gütekriterien (Validität, Reliabilität ....) orientiert.
Eine
Strategie, diesem Dilemma der isoliert übereinander liegenden Sprachebenen zu
begegnen, ist es,
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Erfahrungsfeldern des Fachgebietes.
Positivistisch gefärbte Gütekriterien (Validität, Reliabilität ---) bewirken,
das sich Prüfungen tendenziell auf einer Ebene erlernter Begriff und
entsprechender Verknüpfungsregeln bewegen.
Was hätte es
für Folgen, wenn Ebene 1 und Ebene 2 im Studienbetrieb gleichwertigen Rang
hätten?
Wenn
die Sondersprache der Erziehungswissenschaft als eine Art gehirnphysiologische
Region oder neu zu erarbeitende Ebene aufgefasst und auf der anderen Seite die
Ebene der Alltagserfahrung als Repräsentanz der Individualität aufgefasst wird,
dann wäre die Aufgabe der Ausbildung die Vernetzung der beiden Ebenen. [1]
Beurteilt
werden müsste dann auch die Vernetzungsleistung und nicht
Reproduktionsleistungen. Dies würde aber vermutlich weit weg von klassischen
Vorstellungen über Beurteilung von Leistungen überhaupt führen.
In
einem allgemeinen Sinn wird man wohl die quantifizierende Leitungserhebung und
Beschreibung nicht oder nur noch marginal verwenden bzw. Selektion dem „Markt“
überlassen oder sich stärker auf Portfolio-Ansätze stützen als auf
Qualifikation im Sinn von ja oder nein.
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[1]Diese
Versuche werden gemacht, allerdings oft in einem rigid deduktiven Sinn.
Man
könnte die Metapher des Fallschirmspringens verwenden:
Der
Flug führt durch die Weite des Raumes und mündet an einem vorgegebenen Punkt.
Die Weite des Raumes wird aber dadurch zur Illusion, dass von der ersten
Sekunde an klar ist, dass die Landung den Flug bestimmt und diesem letztendlich
die Freiheit nimmt.
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