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Sprachdidaktik Prüfungsfragen Siegen .doc

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Faculty
Human Science
Discipline
Applied Linguistics
Document category
Examination questions
University, School
Universität Siegen
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2008
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Sprachdidaktik Prüfungsfragen

1. Was spricht für / gegen die fachliche Trennung von Sprach- und Literaturdidaktik? Nennen Sie die Ihrer Ansicht nach wichtigsten Argumente.

Gegen die fachliche Trennung von Sprach- und Literaturdidaktik spricht, dass beides zusammengehört, Literatur besteht aus Sprache, beides fließt ineinander über.

Für die Trennung spricht, dass es nach wie vor unterschiedliche Fachkulturen sind mit ganz eigenen spezifischen Leistungen.

2. Wie lässt sich das Verhältnis von Didaktik und Methodik beschreiben?

Didaktik = Stoffauswahl, Gliederung, Aufbereitung

Methodik = Stoffvermittlung, Unterrichtsverfahren

Im Unterrichtsgeschehen gibt es keine Unterscheidung zwischen Didaktik (dem was?) und Methodik (dem wie?) . Viel besser kann man sagen, dass Methodik als Teilbereich in die Didaktik einfließt.

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3. Welche Kompetenzbereiche unterscheidet Ossner in seinem didaktischen Dreieck? Geben Sie jeweils ein Beispiel für jeden Bereich.

Ossner unterscheidet in seinem didaktikschen Dreieck zwischen der

- fachlichen-,

- personellen-,

- institutionellen Kompetenz

Die fachliche Kompetenz bezieht sich auf das Lernfeld, die Vertrautheit mit fachwissenschaftlichen Erkenntnissen und Methoden.

Die personelle Kompetenz steht im Bezug auf das Personenfeld, dies kann zum Beispiel die moralische Unterstützung der Schüler sein. Sie gliedert sich zudem noch in

Erziehungs-, Kommunikations-, Didaktische-, Methodische, Diagnose-, Beurteilungskompetenz und Förderkompetenz.

Die institutionelle Kompetenz steht in Verbindung zum Institutionsfeld in der Schule, der Bereitschaft zur Weiterentwicklung der Institution Schule.

4. Was versteht man unter Passung?

 

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5. Nennen Sie eine tatsächliche oder vermeintliche Gefahr des integrativen Unterrichts und eine Möglichkeit, ihr zu begegnen.

1. Gefahr: Entwertung literarischer Texte zu „Andockstellen“

à Bewahrung des Eigenwertes literarischer Gegenstände

2. Gefahr: Beliebigkeit der Bezüge

à argumentative Begründung der Bezüge

3. Gefahr: mangelnde Systematik und Tiefe

à Einfügen „isolierter“ Elemente, Vertiefungsbedarf wecken

Gefahr: Literarische Texte sind nur noch Ausgangspunkt (Andockstelle) für Schreiben, Sprachthematisierung und Rechtschreibung!

Entgegenwirken: Man sollte den Eigenwert der literarischen Gegenstände bewahren.

Sie sollen nur die Träger dessen sein, was inhaltlich zu einem Thema erschlossen werden soll.

6. Erläutern Sie die Unterscheidung von deklarativem Wissen, Problemlösungswissen,prozeduralem Wissen und metakognitivem Wissen an einem Beispiel.

 

 

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„Problemlösungswissen“ ist das Wissen über Strategien zur Bewältigung von Problemsituationen (man kann erklären wann welcher Kasus eingesetzt wird)

„prozedurales Wissen“ wird das Beherrschen von Fähigkeiten genannt (man weiß die Kasus richtig einzusetzen)

Wenn man sich seines Tuns ganz genau bewusst ist nennt man das „metakognitives Wissen“ (setzt Sprache bewusst ein mit richtigem Gebrauch der Kasus)

7. Erläutern Sie für eine der folgenden Text- bzw. Kommunikationsformen, inwieweit sie dem Paradigma der Mündlichkeit und inwieweit sie dem Paradigma der Schriftlichkeit entspricht:

Einkaufszettel, wissenschaftlicher Vortrag, Instant Messaging.

Instand Messaging kann konzeptionell „mündlich“, medial schriftlich beschrieben werden. Dem Paradigma der Schriftlichkeit entspricht, dass Instant Messaging dauerhaft ist. Es kann in der Standardsprache und ganzen Sätzen stattfinden, ist meist aber eher didalektal mit Ellipsen und Anakoluten, das dem Paradigma der Mündlichkeit entspricht.

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8. Nehmen Sie Stellung zu der Aussage: „Mehrsprachigkeit ist weltweit gesehen der

Normalfall. Einsprachigkeit ist die Ausnahme.“

Da sich in der heutigen Zeit immer mehr Paare finden, die aus unterschiedlichen Sprachkulturen stammen, verwundert es nicht, dass diese ihre Kinder mehrsprachig aufziehen möchten.

So wachsen Kinder oft mit bis zu drei Sprachen gleichzeitig auf; zwei „Familiensprachen“, jedes Elternteil gibt „seine“ Sprache weiter und einer „Umgebungssprache“, die Sprache des Landes in dem man lebt.

9. Was ist Immersion?

Unter Immersion (Eintauchen) wird ein Sprachunterricht wie etwa auf zweisprachigen Schulen verstanden, bei dem zB manche Sachfächer in einer zweiten Sprache unterrichtet werden

Ziel: additiver Bilingualismus

10. Was versteht man unter „innerer Mehrsprachigkeit“? Halten Sie das Konzept für sinnvoll?

 


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