Sprachdidaktik Prüfungsfragen
1.
Was spricht für / gegen die fachliche Trennung von Sprach- und
Literaturdidaktik? Nennen Sie die Ihrer Ansicht nach wichtigsten Argumente.
Gegen
die fachliche Trennung von Sprach- und Literaturdidaktik spricht, dass beides
zusammengehört, Literatur besteht aus Sprache, beides fließt ineinander über.
Für
die Trennung spricht, dass es nach wie vor unterschiedliche Fachkulturen sind
mit ganz eigenen spezifischen Leistungen.
2.
Wie lässt sich das Verhältnis von Didaktik und Methodik beschreiben?
Didaktik
= Stoffauswahl, Gliederung, Aufbereitung
Methodik
= Stoffvermittlung, Unterrichtsverfahren
Im
Unterrichtsgeschehen gibt es keine Unterscheidung zwischen Didaktik (dem was?)
und Methodik (dem wie?) . Viel besser kann man sagen, dass Methodik als
Teilbereich in die Didaktik einfließt.
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3.
Welche Kompetenzbereiche unterscheidet Ossner in seinem didaktischen Dreieck?
Geben Sie jeweils ein Beispiel für jeden Bereich.
Ossner
unterscheidet in seinem didaktikschen Dreieck zwischen der
-
fachlichen-,
-
personellen-,
-
institutionellen Kompetenz
Die
fachliche Kompetenz bezieht sich auf das Lernfeld, die Vertrautheit mit
fachwissenschaftlichen Erkenntnissen und Methoden.
Die
personelle Kompetenz steht im Bezug auf das Personenfeld, dies kann zum
Beispiel die moralische Unterstützung der Schüler sein. Sie gliedert sich zudem
noch in
Erziehungs-,
Kommunikations-, Didaktische-, Methodische, Diagnose-, Beurteilungskompetenz
und Förderkompetenz.
Die
institutionelle Kompetenz steht in Verbindung zum Institutionsfeld in der
Schule, der Bereitschaft zur Weiterentwicklung der Institution Schule.
4.
Was versteht man unter Passung?
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5.
Nennen Sie eine tatsächliche oder vermeintliche Gefahr des integrativen
Unterrichts und eine Möglichkeit, ihr zu begegnen.
1.
Gefahr: Entwertung literarischer Texte zu „Andockstellen“
à
Bewahrung des Eigenwertes literarischer Gegenstände
2.
Gefahr: Beliebigkeit der Bezüge
à
argumentative Begründung der Bezüge
3.
Gefahr: mangelnde Systematik und Tiefe
à
Einfügen „isolierter“ Elemente, Vertiefungsbedarf wecken
Gefahr: Literarische Texte sind nur noch Ausgangspunkt
(Andockstelle) für Schreiben, Sprachthematisierung und Rechtschreibung!
Entgegenwirken: Man sollte den Eigenwert der literarischen Gegenstände
bewahren. Sie sollen nur die Träger dessen sein, was inhaltlich zu einem Thema
erschlossen werden soll.
6.
Erläutern Sie die Unterscheidung von deklarativem Wissen,
Problemlösungswissen,prozeduralem Wissen und metakognitivem Wissen an einem
Beispiel.
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„Problemlösungswissen“
ist das Wissen über Strategien zur Bewältigung von Problemsituationen (man kann
erklären wann welcher Kasus eingesetzt wird)
„prozedurales
Wissen“ wird das Beherrschen von Fähigkeiten genannt (man weiß die Kasus
richtig einzusetzen)
Wenn
man sich seines Tuns ganz genau bewusst ist nennt man das „metakognitives
Wissen“ (setzt Sprache bewusst ein mit richtigem Gebrauch der Kasus)
7.
Erläutern Sie für eine der folgenden Text- bzw. Kommunikationsformen,
inwieweit sie dem Paradigma der Mündlichkeit und inwieweit sie dem Paradigma
der Schriftlichkeit entspricht:
Einkaufszettel,
wissenschaftlicher Vortrag, Instant Messaging.
Instand
Messaging kann konzeptionell „mündlich“, medial schriftlich beschrieben werden.
Dem Paradigma der Schriftlichkeit entspricht, dass Instant Messaging dauerhaft
ist. Es kann in der Standardsprache und ganzen Sätzen stattfinden, ist meist
aber eher didalektal mit Ellipsen und Anakoluten, das dem Paradigma der
Mündlichkeit entspricht.
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8.
Nehmen Sie Stellung zu der Aussage: „Mehrsprachigkeit ist weltweit gesehen der
Normalfall.
Einsprachigkeit ist die Ausnahme.“
Da
sich in der heutigen Zeit immer mehr Paare finden, die aus unterschiedlichen
Sprachkulturen stammen, verwundert es nicht, dass diese ihre Kinder
mehrsprachig aufziehen möchten. So wachsen Kinder oft mit bis zu drei Sprachen
gleichzeitig auf; zwei „Familiensprachen“, jedes Elternteil gibt „seine“
Sprache weiter und einer „Umgebungssprache“, die Sprache des Landes in dem man
lebt.
9.
Was ist Immersion?
Unter
Immersion (Eintauchen) wird ein Sprachunterricht wie etwa auf zweisprachigen
Schulen verstanden, bei dem zB manche Sachfächer in einer zweiten Sprache
unterrichtet werden
Ziel:
additiver Bilingualismus
10.
Was versteht man unter „innerer Mehrsprachigkeit“? Halten Sie das Konzept für
sinnvoll?
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