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Spiel macht Schule (Page 2).doc

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Faculty
Social Science
Discipline
Educational Science / Pedagogy
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University, School
Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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Educational Science / Pedagogy

Autoritäre - antiautoritäre Erziehung; Summerhill School
Antiautoritäre und autoritäre Erziehung l Autoritäre Erziehung – Definition Autorität – Merkmale – Kritik l Antiautoritäre Erziehung – Definition – Merkmale – Kritik l A.S. Neill und die Summerhill-S

Ein Vorschlag wäre, dies so aufzuteilen, dass die Schüler z.B. drei gleiche Unterrichtseinheiten nacheinander haben. So ist eine bessere Möglichkeit gegeben, den Unterricht offener und methodenreicher zu gestalten, Spiele einzubauen oder eben Experimente durchzuführen.

Denn Kinder benötigen Freiräume, die Platz für ihre Bedürfnisse lassen. So lernen sie verantwortlich zu Handeln und entwickeln vermehrt soziale Kompetenzen, die auch immer mehr im Lehrplan verankert sind.

„Eigeninitiative, selbstständiges Tun und Kreativität brauchen Räume, sie müssen wachsen und reifen auf den unterschiedlichsten Feldern: Begabung ist das Gewächs, das nicht in Monokulturen gedeiht (Grolle).“[5]

Schon das Erstellen eines eigenen Wochenplans oder eines Planungskonzeptes für die freie Arbeit fördert ein Verantwortungsbewusstsein. Dies kann allerdings nur dann passieren, wenn sich der Lehrer/in darauf einlässt.

Er muss vom Antreiber zum Erlauber werden: „Hilf den Kindern, es selbst zu tun“! Eine Änderung des Unterrichts setzt somit die Bereitschaft des Lehrers voraus.

Spiel ist somit Probierverhalten, in denen verschiedene Lösungswege ausgetestet werden.

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Peter Peterson zählt das Spiel zu den „vier Urformen des Lernens und Sich-Bildens“. Spielen kann so konzentriert, regelbestimmt, ernsthaft - und damit planbar sein wie alles Lernen.“[6]

Spielend lernen heißt somit ja nicht, ohne Anstrengung zu lernen. Spielen gehört somit, auch für mich, in jeden Unterricht. Denken und Handeln werden stets aufeinander bezogen. Beim Recherchieren für diese Arbeit bin ich auf einige sehr gute Beispiele gestoßen, Spiel in den Unterricht einfließen zu lassen.

Jeweils zwei, für je eines meiner Fächer, möchte ich hier kurz vorstellen.

a.)   Unterrichtsfach Deutsch:

Die Schüler zerlegen zweisilbige Wörter und schreiben diese jeweils auf ein Pappkärtchen. Alle Kärtchen werden verdeckt auf den Tisch gelegt und das Silbenmemory kann beginnen.

Ein Spieler deckt jeweils zwei Kärtchen auf. Ergeben die beiden Silben ein sinnvolles Wort, so darf er die Kärtchen behalten und ist noch einmal an der Reihe. Passen sie nicht zusammen, so kommt der nächste Spieler an die Reihe.

b.)   Unterrichtsfach Geographie:

Es werden zwei Gruppen gebildet. Ein Schüler legt eine Folie mit einer Umrisskarte auf den OH-Projektor und bedeckt sie mit den sechs Teilen einer Deckpappe. Nacheinander werden die einzelnen Teile der Pappe entfernt, sodass langsam ein immer vollständigeres Bild entsteht.

Ziel des Spiels ist es, den Kontinent möglichst schnell zu erraten.

 

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Dieses Spielen macht Freude, da es auf einen theoretischen Hintergrund und einem klaren Zusammenhang im Unterricht bezogen ist. Es gibt dabei einen fließenden Übergang zwischen Spiel und Übung. In der Tat wird auch geübt, z.B. das Wahrnehmen eigener und fremder Reaktionen, das Lösen eines Konflikts, die Kooperation bei einer Aufgabe, aber auch von Freude, positiven Rückmeldungen und Erfolgserlebnissen.

„Hartmut von Hentig hat einmal dem schulischen Lernen gegenübergestellt, wie aufregend die kindliche Sicht auf die Welt sein kann: wenn Kinder durch eine Pappröhre guckend einen Ausschnitt von Welt fokussieren oder den Kopf zwischen die Beine steckend aus der „richtigen“ die „verkehrte Welt“ machen.“[7]

Ich finde dieses Zitat bildet einen guten Abschluss und ich hoffe es ist ersichtlich geworden, wie wichtig es ist, Kinder aktiv am Unterricht zu beteiligen. Das Spiel ist eine gute Möglichkeit dies zu tun und die Neugierde der Kinder zu wecken.

Wie schon oben gezeigt, werden somit vor allem auch soziale Kompetenzen gefördert und weiterentwickelt.



[1] Hebenstreit, Angelika: Spielen(d) lernen. Über den Einsatz von Lernspielen im Religionsunterricht. Graz, Univ., Dipl.-Arb. 2004.

[2] Bourne, Ekstrand: Einführung in die Psychologie. Frankfurt am Main: Klotz 1992. S. 155

[3] Neubauer: Einf. In die Fächer der Psychologie 2003, S. 20

[4] Reichel: Spielpäd. 1987, S. 7

[5] Wallrabenstein, Wulf: Das Zelt, unser Kreis und meine Nische.

Von Spielräumen zu Freiräumen. In: Spielzeit. Spielräume in der Schulwirklichkeit. Jahresheft 1995, S. 39.

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Vom Spielen und Lernen. In: Spielzeit. Spielräume in der Schulwirklichkeit. Jahresheft 1995, S. 73.


[7] Otto, Gunther: Spiele außerhalb des Unterrichts. In: Spielzeit. Spielräume in der Schulwirklichkeit. Jahresheft 1995, S. 119.


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