Ein Vorschlag wäre, dies so aufzuteilen, dass die Schüler z.B. drei
gleiche Unterrichtseinheiten nacheinander haben. So ist eine bessere
Möglichkeit gegeben, den Unterricht offener und methodenreicher zu gestalten,
Spiele einzubauen oder eben Experimente durchzuführen.
Denn Kinder benötigen
Freiräume, die Platz für ihre Bedürfnisse lassen. So lernen sie verantwortlich
zu Handeln und entwickeln vermehrt soziale Kompetenzen, die auch immer mehr im
Lehrplan verankert sind.
„Eigeninitiative,
selbstständiges Tun und Kreativität brauchen Räume, sie müssen wachsen und
reifen auf den unterschiedlichsten Feldern: Begabung ist das Gewächs, das nicht
in Monokulturen gedeiht (Grolle).“
Schon das Erstellen
eines eigenen Wochenplans oder eines Planungskonzeptes für die freie Arbeit
fördert ein Verantwortungsbewusstsein. Dies kann allerdings nur dann passieren,
wenn sich der Lehrer/in darauf einlässt. Er muss vom Antreiber zum Erlauber
werden: „Hilf den Kindern, es selbst zu tun“! Eine Änderung des Unterrichts
setzt somit die Bereitschaft des Lehrers voraus.
Spiel ist somit
Probierverhalten, in denen verschiedene Lösungswege ausgetestet werden.
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Peterson zählt das Spiel zu den „vier Urformen des Lernens und Sich-Bildens“.
Spielen kann so konzentriert, regelbestimmt, ernsthaft - und damit planbar
sein wie alles Lernen.“
Spielend lernen heißt
somit ja nicht, ohne Anstrengung zu lernen. Spielen gehört somit, auch für
mich, in jeden Unterricht. Denken und Handeln werden stets aufeinander bezogen.
Beim Recherchieren für diese Arbeit bin ich auf einige sehr gute Beispiele
gestoßen, Spiel in den Unterricht einfließen zu lassen. Jeweils zwei, für je
eines meiner Fächer, möchte ich hier kurz vorstellen.
a.)
Unterrichtsfach Deutsch:
Die
Schüler zerlegen zweisilbige Wörter und schreiben diese jeweils auf ein
Pappkärtchen. Alle Kärtchen werden verdeckt auf den Tisch gelegt und das
Silbenmemory kann beginnen. Ein Spieler deckt jeweils zwei Kärtchen auf.
Ergeben die beiden Silben ein sinnvolles Wort, so darf er die Kärtchen behalten
und ist noch einmal an der Reihe. Passen sie nicht zusammen, so kommt der
nächste Spieler an die Reihe.
b.)
Unterrichtsfach Geographie:
Es
werden zwei Gruppen gebildet. Ein Schüler legt eine Folie mit einer Umrisskarte
auf den OH-Projektor und bedeckt sie mit den sechs Teilen einer Deckpappe.
Nacheinander werden die einzelnen Teile der Pappe entfernt, sodass langsam ein
immer vollständigeres Bild entsteht. Ziel des Spiels ist es, den Kontinent
möglichst schnell zu erraten.
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Spielen macht Freude, da es auf einen theoretischen Hintergrund und einem
klaren Zusammenhang im Unterricht bezogen ist. Es gibt dabei einen fließenden
Übergang zwischen Spiel und Übung. In der Tat wird auch geübt, z.B. das Wahrnehmen
eigener und fremder Reaktionen, das Lösen eines Konflikts, die Kooperation bei
einer Aufgabe, aber auch von Freude, positiven Rückmeldungen und
Erfolgserlebnissen.
„Hartmut von Hentig
hat einmal dem schulischen Lernen gegenübergestellt, wie aufregend die
kindliche Sicht auf die Welt sein kann: wenn Kinder durch eine Pappröhre
guckend einen Ausschnitt von Welt fokussieren oder den Kopf zwischen die Beine
steckend aus der „richtigen“ die „verkehrte Welt“ machen.“
Ich finde dieses
Zitat bildet einen guten Abschluss und ich hoffe es ist ersichtlich geworden,
wie wichtig es ist, Kinder aktiv am Unterricht zu beteiligen. Das Spiel ist
eine gute Möglichkeit dies zu tun und die Neugierde der Kinder zu wecken. Wie
schon oben gezeigt, werden somit vor allem auch soziale Kompetenzen gefördert
und weiterentwickelt.
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