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Kindergarten heute- zwischen Aufbewahrungsansta­lt und Erziehungseinricht­ung Jeden Montag das gleiche Theater! -Mami, ich will heute nicht in den Kindergarten gehen, ich hab so Bauchschmerze
Weitere
humanpsychologische Zugänge zum Lehrberuf bei Prof. Martin Steger
1.Einleitung
Thema der
Lehrveranstaltung war weitere humanpsychologische Zugänge zum Lehrberuf. Im
Zentrum der VU standen vor allem psychologische, soziologische und
philosophische Konzepte und Modellvorstellungen.
Das bedeutete, dass wir uns
vorwiegend mit Theoretikern aus dem Bereich der Psychologie beschäftigten. Dies
ermöglichte es uns, pädagogische Problemstellungen unter einem spezifischen
Blickwinkel zu untersuchen, welche nicht in Bildungstheorien oder Didaktiken
aufgeht. Im Vordergrund standen somit Ansätze, die sich um einen Ausgleich von
Vereinseitigungen pädagogischer Sichtweisen bemühten.
Die Grundfrage der
Lehrveranstaltung für uns angehende Leherer/innen war somit: Wie funktioniert
lernen? Nach etlichen verschiedenen Theorien und Übungseinheiten ist es uns gelungen,
ein einheitliches Modell zu erstellen, welches alle Theoretiker, von Joas bis
Habermas und Holzkamp, vereint:
Dieses Modell geht
davon aus, dass wir alle Subjekte sind (Habermas), die willentlich mit der Welt
umgehen. Wir befinden uns in einem Verhaltensstrom, der auf verschiedenen
Bewusstseinsebenen abläuft.
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Bei den zahlreichen
Diskussionen wurde immer kritisiert, dass Lernen somit fast ausschließlich
explizit abläuft. Vor allem in der Institution Schule, so wie wir sie haben,
ist dies der Fall. Doch
meiner Meinung nach,
sollte lernen nicht nur implizit stattfinden. Der Ort Schule setzt explizites
Lernen voraus. Jedes Kind weiß doch schon von Anfang an, dass es in der Schule
etwas lernt.
Aber es gibt Möglichkeiten, hin und wieder auch implizites Lernen
zu praktizieren. Eine geeignete Methode dafür wäre z.B. das Spiel.
Darum soll es auch im
Weiteren gehen. Wie passt Spiel und Lernen überhaupt zusammen? Passen sie
zusammen, oder sind es Gegensätze, die Kinder in der Schule nicht brauchen?
2.Definition:
Spiel
Wie für fast jeden
Begriff, so gibt es auch hier verschiedene Definitionen. Für uns relevant
sollte aber im Moment nur der psychologische Ansatz sein, was ja auch Thema der
Lehrveranstaltung war.
Schon bei Freud
taucht der Begriff des Spiels auf. Zwar hatte er selbst noch keine Spieltheorie
entwickelt, doch wies er immer auf die wunscherfüllende Funktion des Spiels
hin. Während außerhalb des Spiels das Realitätsprinzip herrscht, folgt das
Spiel dem Lustprinzip.
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Explizite
Spieltheorien findet man aber in der Entwicklungspsychologie, vor allem bei dem
Schweizer Jean Piaget. Seine Theorie ist eng mit der Intelligenz von Kindern
verbunden.
In jedem Stadium ihrer Entwicklung stoßen sie auf Probleme und entwickelen
dadurch neue Ansätze und Handlungsrepertoires, um diese zu lösen. Im Grunde
entspricht diese Theorie, genau jener, die ich am Anfang in meiner Einleitung
schon erläutert habe. Nämlich dem expliziten Herausnehmen von Problemen, die
nach der Lösung wieder in unserem Verhaltensstrom integriert werden.
Das einzige Problem
bei dieser Theorie von Piaget ist, dass sie empirisch nicht bewiesen werden
kann, da es sich um Einzelstudien handelt.
Aktuelle
Spieldefinition mit sieben Merkmalen des Spiels:
-Selbstbestimmtheit: werden
freiwillig begonnen und beendet
-Zweckfreiheit: um ihrer selbst
willen ausgeübt, von innen her motiviert, nicht von Zwängen und äußeren Zwecken
bestimmt
-Realitätserfahrung:
Auseinandersetzung von Realität durch Spielpartner u.a.
-Quasirealität:
Als-ob-Charakter, bilden aber gleichwohl eine Wirklichkeit für sich
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-Aktivierungszirkel: periodischer
Wechsel zw.
Spannung und Lösung
-Positive Affektqualitäten: vom
Individuum als angenehm und lustbetont erlebt, nicht mit Angst verbunden[1]
Stellt sich nur noch
die Frage, was dass alles mit Lernen zu tun hat?!
3.Lernen
Was ist Lernen?
Lernen wird als eine
relativ dauerhafte Veränderung des Verhaltenspotentials definiert, die auf
Erfahrung und Übung zurückgeführt werden kann.
Als intervenierende Variable
kann Lernen nicht direkt beobachtet werden, sondern man schließt darauf anhand
von Veränderungen im beobachteten Verhalten. [2]
Lernen und Schule
Aneignung oder
Umstrukturierung von Wissen auf Basis der Nutzung unserer kognitiven
Fähigkeiten: Wahrnehmen, Vorstellen, Schlussfolgern und alle Formen der
Informationsverarbeitung.[3]
Lernen in der Schule
erfolgt meist individuell, sowie auch die Beurteilung. Auch das wurde in der
Lehrveranstaltung sehr häufig diskutiert. Wir als Lehrer haben es nicht nur mit
einer Klasse zu tun, sondern mit 25 Individuen.
Jeder lernt auf seine Weise,
jeder ist Subjekt. Auch das Problem mit den Noten haben wir besprochen. Ist es
überhaupt sinnvoll Noten zu geben oder Schüler durchfallen zu lassen? Dies sind
natürlich auch wichtige Fragen, mit denen wir uns als Lehrer immer wieder
auseinandersetzen müssen.
Leider würde es den Rahmen sprengen, näher darauf
eingehen, aber dennoch finde ich es wichtig, dies hier zu erwähnen.
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Aufgabe
ist es nun die dazugehörigen
Formen in die
richtige Einkerbung zu stecken. So werden Kinder beschäftigt und gefördert. Sie
lernen, dass nicht jede Form gleich aussieht und das es nur eine richtige Lösung
gibt, damit alle Steine im inneren des Würfels sind.
Dies ist ein banales
Beispiel dafür, dass Lernen schon im Kleinkindalter anfängt. Erst später wird
es durch andere Lernformen ersetzt.
Vor allem der Ort
Schule scheint mit dem Spiel nicht zusammenzupassen. Das Spiel wird schließlich
als Spaß empfunden, Lernen nur als Anstrengung. Außerdem hört man von vielen
Seiten, dass Schule ein Ort, konzentrierten und ernsthaften Lernen sein sollte.
Doch keiner bedenkt, dass Spaß und Spiel die Konzentration fördert und
keineswegs Gegensätze zum Lernen sein müssen.
Eines der wohl treffendsten
Zitate zu diesem Thema. Denn je mehr sich Schüler einbringen können, umso
besser sind die Lernergebnisse. In der letzten Übungseinheit zu dieser
Lehrveranstaltung wurde uns die Aufgabe gestellt, das am Anfang erläuterte
Lernkonzept zu diskutieren und uns zu überlegen, was dies auf Unterrichtsebene,
Schulebene und Schulsystemebene bedeutet.
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