Title, Topic

Spear .doc

®
Page 1 of 3
[1] [2] [3]
Faculty
Human Science
Discipline
German
Document category
Homework
University, School
Bielefeld
Additional information
2010
Responsible User
This text has been add by user eman1364 on 2010-05-21. Disclaimer
Popularity
272  visits
Document length
~3.438  Words
~16.751  Chars
Rating
Networking




















More documents
German

Interpretation: Der Junge im gestreiften Pyjama von John Boyne
Universität zu Köln Philosophische Fakultät Institut für Deutsche Sprache und Literatur II Titel der Veranstaltung: Analyse und Interpretation von aktueller Kinder- und Jugendliteratur


Lauf, Junge, lauf von Uri Orlev
Uri Orlev Lauf, Junge, lauf Einleitungen zur Wahl: 1. Uri Orlev erzählt in seinem Roman -Lauf, Junge, lauf- die authentische Geschichte des polnischen Judenkindes Srulik, das zusammen mit seine


Gedichtinterpretatio­n - An Schwager Kronos
Gedichtinterpretat­ion -An Schwager Kronos- Goethe schrieb das Gedicht -An Schwager Kronos- am 10.Oktober 1774 in einer Postkutsche. Zeitlich fällt es in das selbe Jahr wie der Werther. Es hande


Literaturepochen
Literaturepochen Zeitraum Informationen/Inha­lte Die deutschsprachige Literatur im frühen Mittelalter 770–910 und 1060–1170 Drei bestimmende Elemente: o das Germanische (für gemeins

Spear

„Spear! Mein Mann!“ „Was geht, Spear?“ Der große Junge mit der Haut von runtergefallenen Blättern, lächelte schüchtern als er in das Klassenraum schlenderte.

„Hey, was geht bei dir, Jerome?“, sagte er, auf einen tiefschwarzen Jungen in der letzten Reihe deutend. „Hey, ihr Raketen (Rocket?)!“; fuhr er fort. Schnell und einfach grüßte er jeden in der Klasse wie der natürliche Politiker, der er war.

Erst als er sich neben Janet setzte, bemerkt er das weiße Mädchen, das in der Mitte der ersten Reihe saß, zwei Reihen leerer Tische zwischen ihr und dem Rest der Klasse. Spear sah sich um. „Das hier ist Afrikanisch-Amerikanische Literatur, oder?“ fragte er niemanden bestimmten, sodass jeder, auch das weiße alleine Mädchen, wusste, dass er mit ihr sprach. „Das stand zumindest auf meinem Stundenplan“; warf nun auch Janet ein. „Letzte Stunde. Afrikanisch-Amerikanische Literatur.“

Spear nickte. „Das dachte ich auch.“ „Hey, du, weißes Mädchen“, fuhr Janet fort. „Bist du sicher, dass du in der richtigen Klasse bist?“ Spear hatte einen guten Blick auf ihr Profil, und das reichte ihm, um zu sehen, wie normal sie aussah.

Sein Vater hätte sie magere, hässliche weiße Schlampe genannt und das wär‛s gewesen.

This paragraph has been concealed!
Download the complete document for free!
Spear.doc
• Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
• First upload your own document, and you get a word document per email
• No registration necessary, gratis
Swap homeworks and notes at no charge!
Gratis scripts for students and pupils!

Wie kommt es, dass ich nichts über all eure Leute lernen kann, die Bücher schrieben?“ Und sie drehte sich wieder zurück und starrte auf ihren Tisch.

Es gab eine peinliche Stille im Raum. Janet runzelte die Stirn. „Wie heißt du?“, fragte sie scharf.

„Norma. Norma Jean Ray.“ Spear wusste, dass sie fast anfing, zu weinen. „Du bist hoffentlich kein Verwandter von James Earl Ray, oder?“, fragte eine Stimme sarkastisch, auf das Attentat von Martin Luther King Jr. Anspielend.

„Ruhe!“ Spear war geschockt, seine Stimme zu hören und überrascht von seinem lauten Kommentar und dem plötzlichen, unerklärbaren Misch von Wut und Traurigkeit, die er empfand.

„Was ist dein Problem?“, schoss Monroe zurück. „Kann ich dem Mädchen keine Frage stellen?“ „Lass sie allein“; antwortete Spear. „Entschuldigung!“, sagte Janet. „Wenn du so Angst hast, dass die kleinen weißen Gefühle von Norma Jean Whitey verletzt werden, solltest du dich vielleicht neben sie setzen.“ „Ja, vielleicht sollte ich das.“ „Oh, oh“, begann Monroe, „erzähl mir nicht, dass mein Mann Spear das Weiße-Mädchen-Fieber bekommt?“

Der Lehrer kam herein und Spear musste nicht erst herausfinden, was er gesagt oder getan hätte –wenn überhaupt etwas. Während der ganzen Unterrichtsstunde erwischte er sich dabei, wie er heimlich das Mädchen beobachtete, das so aussah, als hätte sie das ganze Universum auf ihrem Tisch entdeckt.

 

This paragraph has been concealed!
Download the complete document for free!
Spear.doc
• Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
• First upload your own document, and you get a word document per email
• No registration necessary, gratis
Swap homeworks and notes at no charge!
Gratis scripts for students and pupils!

Als Mother Eve ihn ein Jahr später mit einem Sohn beschenkte, bejubelten die Schwarzen das Kind als Erben seines Vaters und nannten ihn „Little Spear“. Seine Eltern hatten ihm einen herkömmlicheren Namen gegeben, den seines Vaters, auch wenn sie ihn nie benutzten. Nach dem Tod von Black Spear, kürzte die Mutter den Namen seines Sohnes auf „Spear“.

Eines Tages würde jemand ein Adjektiv vor den Namen setzen.

Aber er mochte es nicht, darüber nachzudenken. Jetzt wollte er erst einmal nur sein letztes Jahr an der High School beenden. Er war Klassensprecher seit seinen Junior- und Sophomore-Jahren.

Niemand trat je gegen ihn an, vor allem niemand weißes, nicht in einer Schule, die zu 75% schwarz war. Aber die weißen Schüler mochten Spear auch, und wenn es ihn nicht gäbe, hätte mehr als ein Rassen-Missverständnis über die letzten drei Jahre böse geendet. Spear fragte sich, was sein Vater wohl von seinem Sohn gedacht hätte, wenn er wusste, dass Spear bekannt dafür war, potentielle Ausschreitungen zu stoppen, statt sie anzuregen.

Fast jeden Tag blieb er noch lange nach der Schule. Er war gerade auf den Hauptflur gekommen, als er sie dabei sah, durch den Haupteingang zu gehen. „Norma!“, rief er sie, ohne nachzudenken, bereute es in dem Moment, als seine Stimme mit ihrem Namen durch den Gang zurückhallte.

This paragraph has been concealed!
Download the complete document for free!
Spear.doc
• Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
• First upload your own document, and you get a word document per email
• No registration necessary, gratis
Swap homeworks and notes at no charge!
Gratis scripts for students and pupils!

Es gibt keinen Grund, warum irgendjemand von mir Notiz nehmen sollte. Naja, ich muss gehen. Der Bus nach Milltown kommt um zehn nach fünf.“

Milltown war dort, wo jene Weißen lebten, die nicht genug Geld hatten, um in die Vorstädte zu ziehen, als die Schwarzen begannen, dort einzuziehen.

„Falls ich ihn verpasse kommt der nächste nicht vor sechs Uhr.“ Er wollte ihr die Fahrt anbieten, aber zögerte dann doch. „Gut, bis morgen. Und, hey, es tut mir Leid was ich gesagt habe und wie Janet und Monroe dich behandelt haben. Sie meinten nichts dabei.“

Norma sah zu ihm auf. „Doch, das taten sie“, sagte sie. Da war keine Bitterkeit, Wut oder sogar Verletzung in ihrer Stimme. Nur der flache Ton einer Wahrheit, die er lieber vermieden hätte. Sie rannte aus der Tür und in Richtung der Buhaltestelle an der Ecke.

Als Spear am nächsten Tag in die Klasse ging, saß sie schon auf dem mittleren Stuhl in der ersten Reihe. Er antwortete ohne Interesse auf die schreienden Begrüßungen aus dem hinteren Teil des Raumes und setzte sich dann zögernd neben sie.

Die Klasse war sofort leise. Spear schaute Norma nicht an, fühlte aber, wie ihr Körper steif wurde. Warum saß er hier? Alles, was er wusste, war dass als er hereinkam und sie wieder alleine sitzen sah, erinnerte es ihn an etwas, aber er wusste nicht, was es war.

This paragraph has been concealed!
Download the complete document for free!
Spear.doc
• Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
• First upload your own document, and you get a word document per email
• No registration necessary, gratis
Swap homeworks and notes at no charge!
Gratis scripts for students and pupils!

Auf einmal war er wütend auf sie und Monroe. Warum konnten sie es nicht verstehen? Er konnte Norma nicht alleine sitzen lassen. Genau das hatten weiße Kinder auch mit seinem Vater in der High School getan.

Das war es! Das war das, woran sie ihn erinnerte. Er wusste nicht, ob es eins von den vielen aufgenommenen Interviews mit seinem Vater war oder in dessen Autobiographie. „Seit der neunten Klasse, saß ich jeden Tag in jeder Klasse in der ersten Reihe genau in der Mitte, und die Plätze rechts von mir waren leer und die Plätze links von mir waren leer und die Reihe hinter mir war leer und die Reihe dahinter war auch leer, als hätte ich Lepra oder Tuberkulose.“

Diesen Nachmittag als Spear nach Hause kam, ging er zu dem Versteck, wo die Reden und Interviews seines Vaters die ganze Wand hoch gestapelt waren. Er schaute alle an bis auf eins. Er fand das Band auf dem sein Vater die Geschichte seiner High-School-Jahre erzählte.

Seine Mutter kam von ihrem Büro an der Rückseite des Hauses herein, wo sie Artikel schrieb und Vorträge, um das Image und die Ideen von Black Spear in der Erinnerung der Menschen zu behalten, bis sein Sohn bereit war, die Rolle zu übernehmen.


Page 1 of 3
[1] [2] [3]


swopdoc.com ist not responsible for the content of this text provided by third parties

Legal info - Copyright - Terms - Partner - Statistik - Contact
antiblock.org adblockdetector.com

Swap your documents