Soziologie in der Raum- und Landschaftsplanung
INHALTSVERZEICHNIS
VORWORT..................... 2
1.
Einleitung: Das Spektrum stadtsoziologischer Forschungen...... 2
2.
Gemeindesoziologie................ 3
2.1. Ausgangspunkt der
Gemeindesoziologie........ 3
2.2. „Gemeinschaft“ versus
„Gesellschaft“?....... 3
3.Stadtsoziologie............... 5
3.1. Georg SIMMEL............. 5
3.2. Die Chicago-Schule.............. 6
3.2.1. Allgemeines............... 6
3.2.2.
Großstadtkulturforschung........ 6
3.2.3. Sozialökologische
Forschung............ 7
3.2.4. Die Methode der
Chicago-Schule....... 8
3.2.5. Louis WIRTH............ 9
3.3. New Urban Sociology............ 9
3.4.
Zusammenfassung und Ausblick............. 10
4.
Stadtplanungssoziologie................. 11
4.1.
Allgemeines............... 11
4.1.1.
Das Verhältnis von Soziologie und Stadtplanung...... 11
4.1.2.
Distanz zwischen Soziologie und Stadtplanung... 11
4.1.3.
Resumee................. 11
4.2.
Nachbarschaft................. 12
4.3.
Sozialplanung................. 12
4.4.
Die Dethematisierung und die Rethematisierung des Lokalen..... 13
Eigene
Überlegungen zum Thema.......... 14
Literaturverzeichnis................... 16
VORWORT
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Darüber
hinaus gibt es im städtischen Raum das Thema „AusländerInnen“, das insbesondere
vor den Wahlen eine große Rolle spielt. Wir meinen, dass die Stadtplanungssoziologie
der Politik wichtige Entscheidungsgrundlagen geben kann, was diese Disziplin in
Zukunft besonders wichtig erscheinen lässt.
Im Abschnitt
5 („Eigene Überlegungen zum Thema“) werden wir kurz auf unsere Beobachtungen
vor dem Hintergrund der uns vorliegenden soziologischen Arbeiten eingehen.
1.
Einleitung: Das Spektrum stadtsoziologischer Forschungen
Das Spektrum
der stadtsoziologischen Forschungen ist sehr breit. Es erstreckt sich von
Gesellschaftstheoretischen Fragen bis zur Praxis der Stadtplanung
Ziel der
Gesellschaftstheorie ist die Erstellung einer Theorie des gesellschaftlichen
Wandels (die Stadt als Faktor im Prozess der Vergesellschaftung).
Ziel der
praktischen Stadtplanung ist es, den Informationsbedarf der planenden Verwaltung
zu decken (Beratung in der Politik).
Allerdings
werfen sich die beiden Richtungen gegenseitig vor „Praxisfremd“ und
„Theorielos“ zu sein.
Nicht mehr
relevant ist mittlerweile die Forschungslinie „Gemeindestudien (Community
studies) als Methode zur Untersuchung der Gesamtgesellschaft“.
2.
Gemeindesoziologie
2.1.
Ausgangsppunkt der Gemeindesoziologie
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In der
Gemeindesoziologie wird eine repräsentative Gemeinde stellvertretend für die
Gesamtgesellschaft untersucht. Gründe dafür sind fehlende Methoden, die Gesellschaft
insgesamt zum Gegenstand empirischer Forschung zu machen. Vertreter der klassischen
Gemeindestudie sind Helen und Robert LYND mit einer Studie über Middletown („a
study in american culture”, San Diego 1929). Der Autoren und die Autorin wollten
am Fall einer Gemeinde typische Strukturen des Lebens in den USA feststellen.
Heute werden
„Gemeindestudien“ seit längerer Zeit nicht mehr durchgeführt, da es immer
fraglich ist, ob die Ergebnisse, die aus einer einzelnen Gemeinde gewonnen
werden, für die Gesamtgesellschaft repräsentativ sind.
Es werden
stattdessen sogenannte „Survey-Methoden“ durchgeführt, da bei repräsentativen
Bevölkerungsbefragungen eine Beschränkung auf eine einzelne Gemeinde nicht mehr
notwendig ist.
2.2.
„Gemeinschaft“ versus „Gesellschaft“ ?
Die kapitalistisch
organisierte Industriegesellschaft hat sich in den Städten entwickelt. Der
Vergleich von Stadt und Land, das Phänomen der „Urbanisierung“ bietet sich an, Phänomene
des sozialen Wandels überhaupt an diesem Beispiel zu untersuchen.
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Theoretischer
Hintergrund dafür liefert Ferdinand TÖNNIES, 1881.
Er stellt
„Gemeinschaft“ und „Gesellschaft“ einander gegenüber:
Gemeinschaft Gesellschaft
Menschliche Beziehungen sind
intim unpersönlich
oder anonym
dauerhaft
auf die ganze Person gerichtet
MitgliederInnen sind Bindungen
entstehen auf
- physisch und sozial weitgehend immobil vertraglicher Basis
- teilen gemeinsame kulturelle Werte
Solidarische Beziehungen in über- Soziale
Verankerung auf Grund von
schaubaren sozialen Einheiten Funktionen
und Leistungen in
großen
sozialen Einheiten
Später wird
in der Wissenschaft die territoriale Komponente (die „Lokalität“) stark
hervorgehoben. Die Ländliche Gemeinde wird als Gemeinschaft gesehen und die
(Groß-) Städtische Gemeinde wird als Gesellschaft bezeichnet.
Weiters entwickelt
sich eine ideologische Komponente. Das Dorf (die Gemeinschaft) steht für „gute“
Tradition, während die Stadt (Gesellschaft) den Verlust von Bindung und
Geborgenheit bedeutet.
Demgegenüber
kommt aber neuere Kritik durch Änderungen von Gesellschaftsstrukturen auf, weil
der Verlust von „gemeinschaftlichen“ Elementen, Säkularisierung,
Individualisierung sind in „Dorf“ und „Stadt“ zu beobachten ist.
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3.Stadtsoziologie
3.1. Georg
SIMMEL
SIMMEL
thematisierte als Erster den Zusammenhang zwischen „moderner“ Gesellschaft und
städtischer Lebensweise. Seine Schrift wurde grundlegend für die soziologische
Stadtforschung.
Die Großstadt
ist ein Raum, in dem der Einzelne mit einer Überfülle von verschiedensten
Eindrücken konfrontiert wird.
Typisch für
den Großstädter ist Blasiertheit, Intellektualisierung und Reserviertheit.
Diese Eigenschaften sind als “Schutzorgan“ gegen die Überreizung der Nerven in
der Großstadt genauso wichtig, wie als Voraussetzung für das Funktionieren des
hoch-interdependenten Gebildes „Stadt“.
Ursachen
dieses Sozialcharakters des Großstäders sind:
1.
Physiologische Ursache:
In der
Großstadt sind eine Vielzahl von unterschiedlichsten Menschen und
Lebenssachverhalten zusammengedrängt
2.
Geldwirtschaft:
Alle
qualitativen Differenzen sind auf solche des rein quantitativen Geldwertes
reduziert
3. Markt:
Städtische Produktion ist Produktion für den Markt und damit für den
unbekannten
Abnehmer
Dies erzwingt
auch eine immer stärkere Auffächerung der arbeitsteiligen Produktion sowie der
angebotenen Güter und Dienstleistungen.
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