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Soziologie in der Raum- und Landschaftsplanung .doc

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Faculty
Social Science
Discipline
Sociology
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Final thesis
University, School
Universität für Bodenkultur Wien - BOKU
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WS 2005
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Soziologie in der Raum- und Landschaftsplanung

INHALTSVERZEICHNIS

VORWORT..................... 2

1. Einleitung: Das Spektrum stadtsoziologischer Forschungen...... 2

2. Gemeindesoziologie................ 3

2.1. Ausgangspunkt der Gemeindesoziologie........ 3

2.2. „Gemeinschaft“ versus „Gesellschaft“?....... 3

3.Stadtsoziologie............... 5

3.1. Georg SIMMEL............. 5

3.2. Die Chicago-Schule.............. 6

3.2.1. Allgemeines............... 6

3.2.2. Großstadtkulturforschung........ 6

3.2.3. Sozialökologische Forschung............ 7

3.2.4. Die Methode der Chicago-Schule....... 8

3.2.5. Louis WIRTH............ 9

3.3. New Urban Sociology............ 9

3.4. Zusammenfassung und Ausblick............. 10

4. Stadtplanungssoziologie................. 11

4.1. Allgemeines............... 11

4.1.1. Das Verhältnis von Soziologie und Stadtplanung...... 11

4.1.2. Distanz zwischen Soziologie und Stadtplanung... 11

4.1.3. Resumee................. 11

4.2. Nachbarschaft................. 12

4.3. Sozialplanung................. 12

4.4. Die Dethematisierung und die Rethematisierung des Lokalen..... 13

Eigene Überlegungen zum Thema.......... 14

Literaturverzeichnis................... 16

VORWORT

 

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Darüber hinaus gibt es im städtischen Raum das Thema „AusländerInnen“, das insbesondere vor den Wahlen eine große Rolle spielt. Wir meinen, dass die Stadtplanungssoziologie der Politik wichtige Entscheidungsgrundlagen geben kann, was diese Disziplin in Zukunft besonders wichtig erscheinen lässt.

Im Abschnitt 5 („Eigene Überlegungen zum Thema“) werden wir kurz auf unsere Beobachtungen vor dem Hintergrund der uns vorliegenden soziologischen Arbeiten eingehen.

1. Einleitung: Das Spektrum stadtsoziologischer Forschungen

Das Spektrum der stadtsoziologischen Forschungen ist sehr breit. Es erstreckt sich von Gesellschaftstheoretischen Fragen bis zur Praxis der Stadtplanung

Ziel der Gesellschaftstheorie ist die Erstellung einer Theorie des gesellschaftlichen Wandels (die Stadt als Faktor im Prozess der Vergesellschaftung).

Ziel der praktischen Stadtplanung ist es, den Informationsbedarf der planenden Verwaltung zu decken (Beratung in der Politik).

Allerdings werfen sich die beiden Richtungen gegenseitig vor „Praxisfremd“ und „Theorielos“ zu sein.

Nicht mehr relevant ist mittlerweile die Forschungslinie „Gemeindestudien (Community studies) als Methode zur Untersuchung der Gesamtgesellschaft“.

 

2. Gemeindesoziologie

 

2.1. Ausgangsppunkt der Gemeindesoziologie

 

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In der Gemeindesoziologie wird eine repräsentative Gemeinde stellvertretend für die Gesamtgesellschaft untersucht. Gründe dafür sind fehlende Methoden, die Gesellschaft insgesamt zum Gegenstand empirischer Forschung zu machen. Vertreter der klassischen Gemeindestudie sind Helen und Robert LYND mit einer Studie über Middletown („a study in american culture”, San Diego 1929).

Der Autoren und die Autorin wollten am Fall einer Gemeinde typische Strukturen des Lebens in den USA feststellen.

Heute werden „Gemeindestudien“ seit längerer Zeit nicht mehr durchgeführt, da es immer fraglich ist, ob die Ergebnisse, die aus einer einzelnen Gemeinde gewonnen werden, für die Gesamtgesellschaft repräsentativ sind.

Es werden stattdessen sogenannte „Survey-Methoden“ durchgeführt, da bei repräsentativen Bevölkerungsbefragungen eine Beschränkung auf eine einzelne Gemeinde nicht mehr notwendig ist.

2.2. „Gemeinschaft“ versus „Gesellschaft“ ?

Die kapitalistisch organisierte Industriegesellschaft hat sich in den Städten entwickelt. Der Vergleich von Stadt und Land, das Phänomen der „Urbanisierung“ bietet sich an, Phänomene des sozialen Wandels überhaupt an diesem Beispiel zu untersuchen.

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Theoretischer Hintergrund dafür liefert Ferdinand TÖNNIES, 1881.

Er stellt „Gemeinschaft“ und „Gesellschaft“ einander gegenüber:

Gemeinschaft Gesellschaft

Menschliche Beziehungen sind

intim unpersönlich oder anonym

dauerhaft

auf die ganze Person gerichtet

MitgliederInnen sind Bindungen entstehen auf
- physisch und sozial weitgehend immobil vertraglicher Basis

- teilen gemeinsame kulturelle Werte

Solidarische Beziehungen in über- Soziale Verankerung auf Grund von

schaubaren sozialen Einheiten Funktionen und Leistungen in
großen sozialen Einheiten

Später wird in der Wissenschaft die territoriale Komponente (die „Lokalität“) stark hervorgehoben. Die Ländliche Gemeinde wird als Gemeinschaft gesehen und die (Groß-) Städtische Gemeinde wird als Gesellschaft bezeichnet.

Weiters entwickelt sich eine ideologische Komponente. Das Dorf (die Gemeinschaft) steht für „gute“ Tradition, während die Stadt (Gesellschaft) den Verlust von Bindung und Geborgenheit bedeutet.

Demgegenüber kommt aber neuere Kritik durch Änderungen von Gesellschaftsstrukturen auf, weil der Verlust von „gemeinschaftlichen“ Elementen, Säkularisierung, Individualisierung sind in „Dorf“ und „Stadt“ zu beobachten ist.

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3.Stadtsoziologie

3.1. Georg SIMMEL

SIMMEL thematisierte als Erster den Zusammenhang zwischen „moderner“ Gesellschaft und städtischer Lebensweise. Seine Schrift wurde grundlegend für die soziologische Stadtforschung.

Die Großstadt ist ein Raum, in dem der Einzelne mit einer Überfülle von verschiedensten Eindrücken konfrontiert wird.

Typisch für den Großstädter ist Blasiertheit, Intellektualisierung und Reserviertheit. Diese Eigenschaften sind als “Schutzorgan“ gegen die Überreizung der Nerven in der Großstadt genauso wichtig, wie als Voraussetzung für das Funktionieren des hoch-interdependenten Gebildes „Stadt“.

Ursachen dieses Sozialcharakters des Großstäders sind:

1. Physiologische Ursache:

In der Großstadt sind eine Vielzahl von unterschiedlichsten Menschen und

Lebenssachverhalten zusammengedrängt

2. Geldwirtschaft:

Alle qualitativen Differenzen sind auf solche des rein quantitativen Geldwertes

reduziert

3. Markt:

Städtische Produktion ist Produktion für den Markt und damit für den unbekannten

Abnehmer

Dies erzwingt auch eine immer stärkere Auffächerung der arbeitsteiligen Produktion sowie der angebotenen Güter und Dienstleistungen.

 

 


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