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Sozialverhalten von Tier und Mensch (2009) .doc

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Natural Science
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Biomedical Sciences
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Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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2009
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Sozialverhalten von Tier und Mensch

Mitschrift zur Vorlesung

02. März. 2009

Einwände gegen „Soziobiologie“:

  1. Gene bestimmen Verhalten à genzentrierter Ansatz à Falsch, weil noch nicht nachgewiesen wurde welche Gene das Verhalten bestimmen. Diese Theorie geht davon aus das nur die Gene das Verhalten bestimmen und Umwelteinflüsse keine Rolle spielen

Gendeternimismus à Verhalten durch Gene festgelegt.

Eine Genetische Basis muss gegeben sein, nur dann kann man Verhaltensweisen anpassen.

  1. Menschen tun doch wohl kaum etwas um ihre biologische Fitness zu steigern. Man ist sich dem Anpassungswert gar nicht bewusst, strotzdem stellt sich eine Anpassung dar.

 

  1. Nicht jedes menschliche Verhalten ist aus biologischer Sicht angepasst (zb. Zölibat). Jedes Menschliche Verhalten besitzt einen Anpassungswert.

 

Hypothesen entwickeln und überprüfen!

  1. liefert wissenschaftliche Rechtfertigung für menschen...... Ideologien

 

Wenn Verhalten als angepasst gilt, heißt das noch nicht das es gut geheißen wird (zb. Tötung der Jungtiere durch Männchen)

Evolutionstheorie kennt keine Moral und Ethik

Das Argument der „Kultur“.

Große Bedeutung menschlichen Verhaltens

Bedeutung der Gene vernachlässigt

Kultur hat eine Evolutionäre Basis

 

Kultur bei Ratten:

Durch lernen Nahrung unterscheiden à Versuch und Irrtum

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Ratte frisst weggeworfenen Hotdog. Beobachter Ratten können Fressvorgang beobachten. Beobachter Ratte merkt das Hotdog der Ratte nichts antut und frisst Hotdog ohne Versuch und Irrtum. Weitere Beobachter Ratten beobachten Vorgehen. Verhalten wird weitergegeben.

Fähigkeit zu lernen kann Vor- und Nachteile haben.

09.März.2009

Negative Prägung: Abneigung gegen Geschwister

Adaption = Angepasstes Verhalten

Verhinderung von Optimalität sind die Evolutionären Zeitverzögerungen.

Evolutionäre Zeitverzögerung ist der Grund weshalb Frösche von Autos überfahren werden. Seit Jahren wechseln sie im Frühjahr zum Laichplatz.

Gebrauch von Gewürzen adaptiv!?

-       Antibakterielle Wirkung von Gewürzen - positiv

16. März.2009

Verteilung der Ressourcen bestimmt die Territoriengröße.

Qualität der Ressourcen bestimmt die Gruppengröße.

Modell sagt voraus das Verteilungsmuster von Männchen und Weibchen sich deckungsgleich Verhalten, aber aus unterschiedlichen Gründen

Leben in Paaren:

Augenmerk auf adulte Tiere.

Entscheidende Grund warum Tiere in Paaren leben ist die Fortpflanzung.

à Man muss Paarleben von Gruppenleben trennen.

Unterscheidung zwischen Paarleben und Monogamie:

Während dem Paarleben kann es zu „Extrapaircopopulation (EPC) kommen. Bei ständiger Monogamie kommen keine EPCs vor.

Männchen können größere Fitness erringen wenn sie sich mit mehreren Weibchen paaren, für Weibchen ist es in der Regel nicht so.

 

Gruppengröße 2 beste der Alternativen:

Sicherung gegen Räuber

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Raubdruck:

Gruppengröße ist ausschlaggebend für Erkennung von Gefahr.

Bei Versuch mit Javaaffen praktisch linearen Anstieg der Erkennung der Gefahr nach Entfernung der Gruppengröße.

Verdünnungseffekt:

Eintagsfliegen. Geringe Zahl geschlüpfter Eintagsfliegen à jedes Tier wird gefressen. Große Zahl geschlüpfter Fliegen à Verringerung auf die Hälfte

Verwirrungseffekt:

Aufmerksamkeit lässt nach wenn mehrere da sind.

Wir können nicht genau entscheiden was Ursache und was Wirkung ist.

War Nahrungserwerb Ursache für Gruppenlebenß

Oder war Gruppenleben Konsequenz aus etwas anderem?

Gruppenleben: Löwen

Pro Kopf Eintrag von Fleisch geringer in größeren Gruppen

Löwen haben ursprünglich solitär gelebt und durch wachsen der Population leben sie jetzt in Gruppen.

Schutz gegen Infantizide Männchen à wenn Löwin solitär lebt hat sie kaum Chance ihre Jungen zu Verteidigen.

à Hypothese: Geringeren Nahrungsanteil ausgleichen durch Verwandtenselektion. Schutz vor Infantizid

23. März. 2009

ad Gruppenleben:

Gruppen von Tieren können besser Ressourcen verteidigen als einzelne.

Beispiel: Ceylonische Hutaffen à Streifengebiete

Mortalität der Gruppe S steigt à genetisches Aus der ganzen Gruppe.

 

Sozialleben ist mit Kosten belegt, aber Einzelleben bedeutet höhere Kosten à Positive Nettobilanz

 

 

„Helfer am Nest Gesellschaft“

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Brütendes Paar, wird von 6 verschiedenen Helfern unterstützt, Helfer sind die Jungtiere der Vergangenen Saison.

à Verwandtenselektion

Gründe:

-       Knappheit an geeigneten Brutgebieten.

Je mehr Helfer an einem Nest, desto größer die Brut à Areal der Gruppe breitet sich aus à Chance auf geeignetes Brutgebiet ist größer.

Männchen helfen mehr à Wahrscheinlichkeit auf Brutgebietübernahme ist größer.

Tiere Können keine eigenen Reviere etablieren, weil geegnete Gebiete knapp sind à Kosten bei Abwanderung höher.

Nachteile des Lebens in Sozialverbänden:

-       Infektionsrisiko: Epidemieartige Ausbreitung von Krankheiten.

·         Beispiel Rauchschwalben: Infektionsrisiko durch Blutsaugende Milben, Jungtiere sind befallen à hohe Mortalität.

Wenn Jungtiere Befall überleben trotzdem geringere Überlebenschance

-       Konkurrenz um Nahrung innerhalb der Gruppe

·         Beispiel: Javanaaffen

-       Intraspezifischer Brutparasitismus:

·         Beispiel: Klippen Schwalben

30. März. 2009

Reproduktive Konkurrenz:

Sehr direkte Konkurrenz bei Tieren die in Kolonien Leben.

Psychosozial gestresste Frauen werden seltener schwanger à Folge von Stress

Reproduktive Konkurrenz liegt dann vor wenn die Frau einen Vorteil hat dass sie Reproduktion der Anderen unterdrückt.

 

Argonistische Verhaltensweise: Beschimpfen ... Stress verursachen

 

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Tötung unerwünschten Nachwuchses:

Vor allem durch Männchen, weil Reproduktions- Vorteil. Beispiel Löwen.

Auch bei Weibchen à Vorteil wenn sie Jungtiere anderer Weibchen töten. Z.B: fremde Weibchen töten den Nachwuchs anderer Weibchen die in der Folge die Gruppe verlassen.

Innerhalb der Gruppe unter Weibchen keine Kindstötung, weil Weibchen verwandt sind à würden Gesamtfitness Verlust haben.

Inspektionsverhalten bei Gruppen:

Inspizieren Räuber, wenn Gruppenmitglieder das überleben kehren sie zur Gruppe zurück. Bringt Vorteil für die ganze Gruppe.

Geburtshilfe:

Bei Elefanten, Delphinen und Wildhunden. Kommt auch bei nicht verwandten Weibchen vor.

Kooperatives Verhalten: beim Jagen, zb Falken

Mutalistische Kooperation:

Keine Kosten der Fitness, nur Nutzten für Beteiligte à keine Nachteile

Bsp: Löwen à übernahme von Weibchen durch mehrere Männchen.

20. April.2009

ad Mutalistische Kooperation:

Es entstehen keine Kosten, aber Nutzten. Mehr Individuen erreichen mehr als Einzelne.

Mögliche Mutalistische Kooperationen:

-       Koalitionen und Allianzen

Koalitionen bei höheren Primaten.

Allianzen à Folge à Höherer Erfolg. Mehr Erfolg bei Weibchen als Einzelne. Jeder der beteiligten erreicht mehr als Einzelne

 

Bsp Delphine: 3 Mänchen „herden Weibchen“ à Allianz 1. Ordnung

Mehrere Gruppen solcher Männchen tun sich zusammen um anderen Gruppen Weibschen zu stehlen à Allianz höherer Ordnung

 

 


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