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Sozialisation, Schule und Geschlecht .doc

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Faculty
Social Science
Discipline
Educational Science / Pedagogy
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University, School
Universität Duisburg-Essen - UDE
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2009
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Sozialisation, Schule und Geschlecht

Universität Duisburg-Essen, Campus Essen

FB Bildungswissenschaften

Institut für Berufs- und Weiterbildung

Seminar: Kritische Lektüre empirischer Studien

BA EW

Inhaltsverzeichnis
1        Einleitung
2        Entstehung von weibl. und männl. Subkulturen     
2.1 Geschlechtsspezifische Beobachtungen
3        Studie zu ethnographischen
        Beobachtungen zum Schulalltag zu Interaktionen
        über die Geschlechtergrenze
4        Verhaltensanalyse am Beispiel der vorgestellten Studie 
4.1    Dramatisierung                             
5        Fazit                        

6        Literaturverzeichnis             
7        Sonstige Quellen                 
8        Anhang                        

1        Einleitung

Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit einer empirischen Studie zu ethnographischen Beobachtungen über Jungen und Mädchen im Schulalltag, die in dem Schuljahr 2005/2006 eines ersten Gymnasialjahrgangs einer österreichischen Schule durchgeführt wurde.

Diese Ausarbeitung basiert auf einem Referat, das im dem Seminar “Kritische Lektüre empirischer Studien” vorgetragen wurde und hiermit ausgearbeitet wird.

Aufbauend auf den weiblichen und männlichen Subwelten und den geschlechtsspezifischen Beobachtungen von Jungen und Mädchen, wird die Studie zunächst einmal ausführlich vorgestellt und anschließend im Verhalten der jeweiligen Schüler erläutert und analysiert.

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Ein wichtiger Bestandteil dieser Arbeit ist es, die Geschlechtertrennung im täglichen Schulalltag spezifisch heraus zu arbeiten und ebenso hervorzuheben.

2        Entstehung von weiblichen und männlichen Subkulturen

Um in das Thema “Weibliche und männliche Subwelten” einzuführen, ist zunächst einmal zu sagen, dass es Geschlechterstereotype[1] gibt, die sich mit den Vorstellungen und Meinungen von Charakteristika, beispielsweise über Jungen und Mädchen, beschäftigen.

Diese Stereotype sind allerdings bereits mit einer Bewertung verbunden, die somit positiv bzw. negativ wertend ist. Um Beispiele dafür zu nennen, hält man Jungen für aktiv, intelligent, selbstbewusst und rational, wobei Mädchen eher für zurückhaltend, schüchtern, emotional, hilfsbereit und empfindsam gehalten werden.

Aus diesen klischeehaften “Vorurteilen” entwickeln sich im Laufe des Lebens des Individuums weibliche und männliche Subkulturen, da jeder Erwachsene deutliche Unterschiede macht, auch wenn sie meist unbewusst durchgeführt werden.


Die Entstehung von weiblichen und männlichen Subkulturen kann auf folgende Faktoren zurückgeführt werden: hierbei steht die Erziehung des Kindes im Vordergrund, da sich diese wie ein Leitfaden durch das ganze Leben zieht und somit Grundlage ist.

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Auch in der Schule ist die Entstehung von weiblichen und männlichen Subkulturen vorhersehbar, da meist nur weibliche Lehrkräfte Schulfächer, die meist Sprach- oder Sozialkompetenzen beinhalten, wie Deutsch, Kunst, Musik oder Religion, unterrichten.[2] Wobei in den meisten Fällen naturwissenschaftliche Unterrichtsfächer, wie Biologie, Chemie oder Physik von männlichen Lehrkräften gelehrt werden.[3] Basierend auf diesen Voraussetzungen, wachsen Kinder meist homogen auf, da ihnen eine Welt mit Geschlechtergrenzen- und -rollen vorgelebt wird.

2.1 Geschlechtsspezifische Beobachtungen

Aufbauend auf den vorausgehenden Grundkenntnissen, kann man festhalten, dass es beobachtbare Unterschiede in Spielverhalten, Berufswunsch, sozialer Interaktion und schulischen Leistungen  zwischen Jungen und Mädchen gibt.

Bezogen auf das Spielverhalten, spielen Jungen bevorzugt an öffentlichen Plätzen raumübergreifende Spiele, mit hohem Grad an Körperkontakt, wie zum Beispiel Fußball oder Tischtennis. Mädchen hingegen halten sich im geschützten Raum oder auf übersehbaren Spielflächen auf, auf denen sie sparende Spiele mit weniger Körperkontakt oder Rollenspiele spielen, wie zum Beispiel “Pferchen” oder “Vater- Mutter- Kind”.

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Mädchen hingegen streben tendenziell eher Bildungsberufe oder Berufe im sozialen Bereich an - das sind beispielsweise medizinisch-pflegerische Berufe. Auch gestalten Jungen ihre soziale Interaktion eher rational-instrumentell, in denen sie für geklärte Machtverhältnisse sorgen und Freundschaften eher pragmatisch sehen.

Mädchen hingegen zeigen mehr Öffnungsbereitschaft, haben intensivere Freundschaften, und leiden oft bei Abbrüchen von Freundschaften, da sie die expressiv-interpersonelle soziale Interaktion bevorzugen.[5]

Um zu den schulischen Leistungen zu kommen haben Mädchen, nach bestimmten Metaanalysen, durchschnittlich bessere Schulnoten als Jungen und müssen seltener eine Klasse wiederholen. Jungen hingegen, interessieren sich oft für naturwissenschaftliche Fächer, wie Mathematik oder Physik, da sie dabei die Möglichkeit haben, diffizile Aufgaben entschlüsseln können.

Mädchen wiederum wählen diese Themenbereiche schnellstmöglich ab. Abschließend ist zu sagen, dass die Lern- und Leistungsmotivation sowohl bei Mädchen als auch bei Jungen der fünften Jahrgangsstufe gleich stark ist.[6]



3      Studie zu ethnographischen Beobachtungen zum Schulalltag zu Interaktionen über die Geschlechtergrenze

 

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Diese ausgewählte Schule zeigt  einen Genderschwerpunkt auf.

Die Zeiträume der Beobachtungen wurden durch Protokolle, Interviews mit Lehrpersonen und Videoaufnahmen einiger Unterrichtsfächer festgehalten. Die wesentlichen Beobachtungen wurden in drei Untersuchungsblöcke gegliedert, die jeweils aus vierwöchigen Beobachtungsphasen bestanden und im “September 2005, Mitte Januar 2006 und Ende Juni 2006” durchgeführt wurden.[8]

Der Inhalt der Untersuchung einer der Klassen, wird hinsichtlich der Entfaltung von Interaktionen zwischen Jungen und Mädchen hiermit zunächst vorgestellt.

Die Beobachtungsphase, hier Feldphase genannt, beinhaltet zwei Kennenlernspiele, die unter Leitung einer Lehrerin, in der Klasse durchgeführt werden. Diese finden in den ersten zwei Wochen der ersten Feldphase statt.

In der dritten Woche wird im Englischunterricht explizit auf das Geschlecht der Schüler eingegangen. Die letzte Beobachtungsreihe schließt mit den Patenschaften älterer Schüler und einer Sitzplanänderung ab.

Die zweite Feldphase beginnt wiederum vier Monate später, im Januar 2006[9], indem ein neues Spiel unter der Leitung des Lehrpersonals stattfindet (Mutige Jungen – wackere Mädchen).

Abschließend wird ein Spiel gespielt, in dem Berührungsängste überwunden werden sollen.[10]

 

 

 

3 Verhaltensanalyse am Beispiel der vorgestellten Studie


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