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Sozialisation .doc

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Social Science
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Pedagogy
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Friedrich-Schiller-Universität Jena - FSU
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Universität Osnabrück WS 2007/08 Seminar: Theorie der Familie Dozent: Prof. Dr. Hans Rüdiger Müller Schriftliche Ausarbeitung zum Referat: Das Erziehungsmilieu der Familie als komplexes Interaktion

Sozialisation

Sitzung 08.05.

Was bedeutet Sozialisation?

-          Neologismus → to socialize = to render social, to make fit for living in society

-          Sich einstellen auf etwas → erziehen, bilden

-          Gesellschaftswandel – Verhalten

-          Intransparent werden von gesellschaftlichen Prozessen erfordert

-          Folgen von Industrialisierung

-          Abhängigkeit von gesellschaftlichen Verhältnissen (Marx 1845)

→ Kapitalisierung, Gewerbefreiheit

-          Geburtsstunde des modernen Individuums, als Ergebnis der Freisetzung aus feudaler Abhängigkeit

-          Keine personalen Zwangsverhältnisse mehr, sondern gesellschaftliche Normen

-          Lohnarbeit, aber auch eine Art von Abhängigkeit

-          Mensch = Produkt v. Umweltveränderung und Anpassungsprozessen, nicht Schöpfung

-          Abstammung v. Affen

-          Sozialisation → Gesamtheit aller Einflüsse die auf Individuum einwirken

Sitzung 15.05.2007

Einige Anthropologische Vorrausetzungen des sozialisatorischen Lernens

-          Körper spielt elementar wichtige Rolle

-          Mensch = denkendes Wesen → Gedanken interessieren

-          Aufrchter gang = etwas besonderes → Kulturentwicklung

-          Natur des Menschen = körperliche Ausgangslage

 

Unterschiede Tier & Mensch


-          Mensch = Mängelwesen → nicht an Umwelt angepasst

-          Ähnlichkeit Mensch & Schimpanse 97-99%

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-          Gehirnvolumen wird größer

-          Evolution begünstigt Lebewesen die, die sich von Nischen unabhängig machen → bessere Anpassung an unterschiedliches Klima

-          Veränderung v. Füßen & Händen im Laufe der Evolution

-          Umbau körperlicher Konstitution

-          Hand = Werkzeug

-          Menschlicher Genpool → konsollidiert & stabilisiert

Verhalten

-          Anpassung mit Rückwirkung auf Umwelt

-          Weltoffenheit – menschliche Verhaltensmöglichkeiten elementar & kombinierbar mit allen Verhaltensmöglichkeiten

-          Offen gegenüber Einflüssen aus Umwelt

-          Instinktarmut - Bei Reiz nicht in jedem Fall Reaktion

-          Triebe supplimiert sodass kulturelle Entwicklung entsteht

-          Instinktreste! → Verhaltensbiologie

→ sozialistisches Begrüßungsritual → Bruderkuss

→ Trostsuche an der Brust

Sozialität

-          Mensch kein Einzelwesen

-          Soziale Bindungsverhaltensweisen

-          Bindungsverhaltensweisen fundamental angelegt

-          Bindungen elementar

-          Bildern & Symbole zur Kooperation

-          Menschliche Fähigkeit zu denken und zu handeln

-          Kognitives System ermöglicht soziales Miteinander & Umweltbeherrschung

-          Aus Bindungen entsteht Moralität

-          Moral : was Norm außen ist, ist Moral im Kopf

-          Woher kommt Moral, wenn nicht angeboren?

-          Wie organisieren wir verhalten auf der Grundlage von Normen?

-          Sprache! → Konvention

-          Sich mit Zeichen verständigen brachte evolutionäre Vorteile

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-          Bildsamkeit → Norm, dass es angemessen wäre menschliche Entwicklungsprozesse zum Ziel zu führen

-          Psyche macht aus Verhalten Handlung

Gehirnentwicklung

-          Gehirn = relativ geschlossenes System

-          Psyche & Gehirn in Wechselwirkung

-          Hirnaktivität Grundlage für Psychisches

-          Sind Lernerfahrungen an neu entstehende Nervenzellen gebunden?

-          Neurogenese im Mutterleib

-          Alle Gehirnzellen bei Geburt schon fast vorrätig

-          Danach noch kleine Entwicklungen

-          100 Mrd. Gehirnzellen in 9 Monaten

-          Gehirnzellen werden nur erhalten wenn sie aktiviert werden, wenn nicht sterben sie ab

-          Lernprozesse → Myelinisierung → vor Pubertät abgeschlossen

-          Verschaltung v. Nervenzellen

-          Mit jeder Verschaltung werden Verhaltensmerkmale angelegt

-          Montessori: Perioden erhöhter Sensitivität f. Umwelteinflüsse → besonders empfänglich für bestimmte Erfahrungen

-          Ohne Erfahrung/Anregung kein Lernerfolg → nicht aufholbar

-          „Caspar Hauser“

-          Elementarbildung: besonders empfänglich für Spracherfahrungen

-          Problem: Armut?

-          Trennung von Gehirn- & Verhaltensprozessen

Sitzung 05.06.

Familie als Sozialisationsinstanz

 

Familie

 

-          Was ist eine Familie?

-          Soziales System, dessen Grenzen definitionsabhängig sind

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-          Getrennt geschlechtliche Partner leben in eheähnlichem Verhältnis, Kinder kommen hinzu

-          Auch 1-Eltern-Familien können vollständige Familien sein

-          Patchwork-Familien

-          Familie als Lebensform in verschiedenen Varianten

-          Lebensform die auf Dauer angelegt ist

-          Dauer = Handlungsvorrausetzung, nicht zwangsläufig ewige Bindung

-          Beziehung zw. Elternteil und Kind

-          Verpflichtungen die mit Aufwachsen von Kindern in Verbindung stehen

-          Elternrolle (mit Partner oder ohne)

-          Sobald mehr als 1 Kind in Familie, kommt neues Bezugssystem hinzu = Geschwisterrolle

1.      Eltern-Kind-Rolle

2.      Partnerrolle

3.      Geschwisterrolle

-          Kaum typische Familien

-          Stereotype Funktionieren heute nicht mehr

-          Nicht möglich Vorhersagen zu treffen

Arbeitsbedingungen

Mutter Vater

Persönlichkeitsstruktur Ehe Persönlichkeitsstruktur

Kommunikationsmuster


Tochter Sohn

Persönlichkeitsstruktur Kinder Persönlichkeitsstruktur

Schule

-          Inzestbestimmungen → Inzesttabu

-          Ungeschriebene Gesetzmäßigkeit = Ehe zw. Verwandten verboten, dadurch Konstitution in Familie abgesichert

-          Erweiterter Verwandtschaftskreis → Tanten, die rechtlich gesehen keine Tanten sind

-          Schule & Beruf der Eltern beeinflussen Familienleben genauso wie Massenmedien

 

Wandel der Familie

 

Familien

Geschlecht

Alter

Kinder

 

Traditionell

(agrarisch strukturiert)

 

 

Dominanz

Mann = Patriarch

 

Gerontokratie

(Ehrfurcht vorm Alter)

 

Ökonomisch

(zum Überleben der Familie wichtig)

 

Modern

(bürgerliches Familienmuster)

 

 

Komplementär

(Mann = Arbeit;

Frau = Haushalt)

 

Generation

(etwas Ehrfurcht vorm Alter)

 

Sozial

(Veredelung der

Ehebeziehung)

 

Postmodern

 

Kooperativ

 

Peerbezug

(kaum/keine Ehrfurcht)

 

Individuell

(Geschenk = emotional hoch beladen)

 

 

Rollen

Status

Bedeutung

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-          Konkrete Rollenverteilung in Familien

-          Vaterschaft-Mutterschaft = Aufgabenverteilung

-          Wer übernimmt was in den Familien?

-          Trotz postmodernen Familienstrukturen, Mutterdominanz in vielen Bereichen, bei Aktivitäten mit Kindern viel Rollenteilung

-          Väter wenig präsent

Familiengründung & Berufliche Orientierung

1.      Familienzentrierte Lebensplanung

→ vor allem bei Haupt- & Realschulabgängerinnen

2.      Doppelte Lebensplanung

→ abgeschlossene Ausbildung, Familienurlaub & Gewähr zurückzukommen

3.      Berufszentrierte Lebensplanung

→ Bei Männern; Frauen aus Alten Bundesländern, Akademikerinnen

4.      Individualisierte Lebensplanung

→ Selbstverwirklichung im Zentrum, gängiges Muster in `90er Jahren

5.      Verweigerung von Lebensplanung

→ in einfachen Bildungsschichten, frühe Schwangerschaften – man macht sich

keine Gedanken

Familien - analytische Ebenen

Komposition - wer gehört wie dazu? Wie sind die Kinder?

Struktur - nicht Flächendeckend, unterschiedliche Machtbalancen,

Geschlechtsteilung

Beziehungen - individuelle Beziehungsgeschichte und Muster, wie komplex?

Interaktion - wie geht man in der Familie miteinander um?

 

Sprachpraktiken

 


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