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Soziale Beziehungen und Konflikte in der Schulklasse .doc

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Social Science
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Psychology
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University, School
Pädagogische Hochschule Karlsruhe - PH
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Sozialpsychologie: Soziale Beziehungen und Konflikte in der Schulklasse

Sozialpsychologie= befasst sich mit dem Verhalten, Denken und Fühlen von Menschen in sozialen Situationen

  1. Merkmale

v  Definition Gruppe: Zwei oder mehr Menschen, die miteinander interagieren und in dem Sinne interdependent sind, dass ihre Bedürfnisse und Ziele eine gegenseitige Beeinflussung bewirken. (Lewin, 1948)

v  4 Faktoren kennzeichnen Gruppen (Schütz, 1989):

1.      Aktivitäten

2.      Interaktion

3.      Normen

4.      Wir-Gefühl

v  Primärgruppen

o   Familie, Verein, konkrete soziale Situationen, Gefühlsbindungen

v  Sekundärgruppen

o   Uni/ Gemeinde

Schule

v  Schulklasse

o   Entsteht aus äußerer schulischer Differenzierung

o   Außerordentlich wichtiger sozialer Erfahrungsraum

o   Beziehungen zu gleichaltrigen = vergleichen, anfreunden, konkurrieren

v  Schulklasse als Gruppe im sozialpsychologischen Sinn

o   Beziehungsformen häufig mehr ein Neben- und Gegeneinander, als ein Miteinander

o   Gruppenzusammenhang der Klasse wird vor allem bei Aktivitäten außerhalb des Unterrichts sichtbar

o   Während des Unterrichts sind die Beziehungen nicht für eine Gruppe typisch strukturiert!= Frontalunterricht, Komm -heraus Situationen

o   Schüler mehr als Publikum= passiv und ohne Kommunikation

o   Schriftliche Arbeiten koagierend, nicht interagierend!

o   Schulklasse eher Zwangsgruppierung=

§  nicht freiwillig

§  Auftrag und Verhaltenregeln von Institution Schule vorgegeben

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§  Ziele für alle Klassenmitglieder gleich

§  Lernen zwar zusammen, aber bei der Überprüfung sind sie Einzelkämpfer

o   Schulklassen sind keine natürlichen Klassen= Zwang mit den anderen auszukommen=

v  Klassengröße ist für Lehrer ein wichtiger Faktor! Hauptwunsch kleine Klassen

v  Leichte Überlegenheit bei kleiner Klassen bei

o   Leistung = sozial Schwächere profitieren!

o   Verhalten= Lehrer eher schülerzentriert, als kontrollorientiert

o   Klassenklima positiver 21-25 SuS

v  Zufriedenheit der Lehrer in kleinen Klassen größer!

  1. Schulklassen als Bezugsgruppe und als Beziehungsfeld

v  Klassen für Schüler wichtig, auch wenn es Zwangsgruppierungen sind!

o   Soziale Beziehungen

o   Freundschaft

o   Gleichgültigkeit

o   Antipathie

v  Untergruppen entstehen!= „Cliquen“, lockere Beziehungsgeflechte, Außenseiter

v  Jede Klasse wird für die Schüler zu einer Bezugsgruppe= 2 Funktionen

1)      Vergleichsgruppe: Maßstäbe zur Einschätzung der eigenen Situation, Verhalten, Leistung, äußere Attribute

2)      Normative Funktion: bieten spezifische Werte und Normen für das eigene Verhalten= zur Integration in die Klasse, an die Normen halten= Anpassungszwänge

v  Großen Einfluss auf das Selbstwertgefühl der Schüler= eventuell Bezugsgruppenwechsel= neuer Anfang, günstigerer Vergleich

v  Schulanfang= Bezugsgruppe besonders wichtig = Möglichkeiten

o   Vergleich

o   Beziehungen aufnehmen, Zugehörigkeit erleben

o   Gemeinsam arbeiten und spielen

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v  Für Kinder im Anfangsunterricht vor allem Sozialereignisse wichtig!!

o   Emotional bedeutsame Ereignis mit Mitschülern wichtige als mit dem Lehrer

o   Wichtigste Ereignis, Beginn von Freundschaften

o   Negativ sind Konflikte

o   Beziehungen nehmen in Menge und Intensität vor allem in den ersten 2 Jahren zu! Aber negative Ereignisse vermehren sich auch

o   Zusammenhang zwischen Beliebtheit und dem schulischen Erfolg

o   Wissen der Lehrer über die sozialen Probleme und Beziehungen sind sehr undifferenziert!

  1. Beziehungsmuster in Schulklassen- zwischen Konkurrenz und Solidarität

v  Qualität der sozialen Beziehungen in Schulklassen

v  Umgang zwischen den Kindern beeinflusst das Lernen

v  Vier wichtige Beziehungsmuster

o   Das Helfen zwischen den Schülern (50% Lösen der Aufgaben, 1/3 Arbeitsmittel)

o   Die Zusammenarbeit zwischen den Schülern( Gruppen/ Partnerarbeit)

o   Leistungsvergleich, Wetteifer und Konkurrenz

o   Suche nach Anerkennung, Angeberei und Abwertung

v  Fazit:

o   Gegenseitiges Helfen ist relativ selten

o   Die Kooperation in selbst zusammengestellten Gruppen misslingt häufig

o   Zusammenarbeit vor allem zwischen Freunden erfolgreich

o   Kinder müssen Zusammenarbeiten als positives Ereignis erfahren! = wirkt sich pos. auf die Kooperation aus

v  Auf durchschnittlich 4-5 Schüler müssen Lehrer besonders acht geben, damit diese nicht ganz an den Rand gedrängt werden.

v  80% fühlen sich integriert

v  15 fühlen sich ausgeschlossen

v  Probleme im Verhalten älterer Schüler

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o   Schüler fürchten Kritik und Verachtung der Mitschüler bei eigenen Fehlern

o   Freundschaften und Kooperationen werden eingegangen und geregelt,

o   Gegenseitige Helfen wird zur Norm ( HA)

v  Klassengemeinschaft ist trotz dem Konkurrenzkampf wichtig

v  Solidarisches Handeln vor allem, wenn gemeinsame Interessen gegenüber anderen Klassen, Lehrern vorhanden ist.

v  Konkurrenzhierarchie= Abgelehnt werden Streber, als auch zu schlechte Schüler

v  Grundsätzliche Problematik: SuS stehen im Dilemma zwischen den Bedingungen der Schule und den eigenen jeweils darauf bezogenen Bedürfnissen und Interessen. Konkurrenz vs. Normen der Klassengemeinschaft!

v  Soziale Beziehungen de Kollegstufe

o   Vorteile des Kurssystems

§  Soziale Kontakte werden erweitert

§  Negative Rollenfixierungen können aufgelöst werden.

§  Vorbereitung auf die Sozialbeziehungen im Studium

§  Schulwechsler können besser integriert werden.

o   Nachteile des Kurssystems

§  Soziale Beziehungen werden oberflächlicher und unpersönlicher= schwieriger intensiven Kontakt zu bekommen

§  Unverbindlichkeit des Sozialkontaktes= Verlust an Solidarität

§  Weniger Hilfsbereitschaft und Zusammenarbeit

§  Zerstörung der positiv eingelebten Beziehungen der Klasse

v  Fazit

o   Intensität der Konkurrenz nimmt ab

o   Anpassungszwang steigt

o   Klassenzusammenhalt verbessert sich ein wenig

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o   Solidarisches Verhalten wird wichtige

o   Außenseiterproblem

§  Komm-heraus Sitationen = Bewältigung des Abfragens hängt von Stellung in der Klasse ab = Für Außenseiter besonders schwer!

§  Außenseiter entstehen am Rande der Leistungshierarchie

§  Werden durch ihr nicht klassenkonformes Verhalten emotional abgelehnt und isoliert.

o   Bullying= analog zum Mobbing

§  =verbal oder physisches gewalttätiges Verhalten gegen einzelne in der Klasse

§  Ursachen= unpopulär sein, angeben, langweilig sein; anders aussehen, klüger sein, behindert sein

§  Außenseiter sind fast alle Opfer des Bullying

o   Unterschied Außenseiter- Bullying

§  Wird von wesentlich mehr Schülern abgelehnt

§  Opfer finden weder durch Mitschüler noch durch Lehrer Unterstützung= verstärkt die Ablehnung= Teufelskreis

v  Bedeutung für Lehrer:

o   Funktion des Außenseiters für die Klasse abklären= Integrationsversuche

o   Erst klären, wozu ein Schüler den anderen tyrannisiert und dann das Bullying versuchen einzudämmen.

  1. Geschlechterspezifische Beziehungsmuster- Probleme de Koeduktion

v  Kinder kommen als Jungen und Mädchen in die Schule = sie haben bereits 6 Jahre geschlechterspezifische Erziehung hinter sich= Eltern, Kindergarten, Medien

v  Petillion 1991 = Jungen wollen hohen Rang erhalten, Mädchen liegt mehr an freundschaftliche Beziehungen und Sympathie

v  Umgang von SuS miteinander

o   Bevorzugen gleichgeschlechtliche Freundschaft

o   Interaktion zwischen Jungen und Mädchen

§  Helfen und Zusammenarbeiten, in 4. Klasse selten, ab 6. Klasse in einem Viertel der Fälle freundlicher als früher.


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