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Sonatenhauptsatzform .doc

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Music / Dance
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Gymnasium Bersenbrück
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Gymnasium Bersenbrück – Schuljahr 2009/2010 – Kurs: EN Mu1 Q1

Datum: 10.03.2010 – 17.03.2010

Fachlehrer: Herr Wagner

Abwesende SchülerInnen: ---

Protokollantin: Sarah Gründing

Thema: Die Sonatenhauptsatzform

(nach Heinrich Christoph Koch zwischen 1782 und 1793)

Abkürzungen:

HS: Hauptsatzthema (auch: Hauptsatzthema, Hauptthema, „Erstes Thema“)

Ü: Überleitung

SS: Seitensatz (auch: Seitensatzthema, Seitenthema, „Zweites Thema“)

SchlT: Schlussteil (häufig satzartige und/oder überleitungsartige Abschnitte, abschließend Kadenzbestätigung)

I: Tonart der ersten Stufe (usw.)

Zusammenfassung

[Introduktion]

Langsame Bewegung mit ernsthaftem Charakter

Exposition

Hauptsatz: Hauptgedanken und Themen werden in ursprünglicher Form und in der Haupttonart vorgetragen, mögliche variierte Wiederholung

Überleitung: wird in der nächstverwandten Tonart gespielt [Dur – Dominanttonart, Moll – Paralleltonart], endet häufig mit einem Halbschluss

Seitensatz: eher lyrisch als musikalisch

Schlussteil: Passagen in Dominant- bzw. Paralleltonart mit neuem motivischem Material

Durchführung

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Reprise

Widmet sich der Tonika, wiederholt die wirksamsten Teile der Exposition in der Grundtonart, Modulation in die Dominante bzw. Parallele fällt weg

[Coda]

Bildet den Abschluss des Satzes, als Steigerung erklingt das Hauptthema oder andere Motive

Thema: Die Sinfonie C-Dur KV 200 von Wolfgang Amadeus Mozart

Formteile des 1. Satzes aus W. A. Mozart Sinfonie C-Dur KV 200

Formteil

Zeit

Wiederholung

Exposition

Hauptsatz 0.00 min.

Überleitung 0.22 min.

Seitensatz 0.37 min.

Schlussteil 0.55 min.

1.20 min.

1.42 min.

1.58 min.

2.19 min.

Durchführung

~ 2.40 min.

---

Reprise

~ 3.04 min,

---

Zusammenfassung der Ergebnisse

*      Seitensatzthema hat eine einfachere Melodie als das Hauptsatzthema

*      Hauptsatzthema enthält mehrere Verzierungen (Triller)

*      Hauptsatzthema durchläuft einen ständigen Dynamikwechsel

von piano zu forte

*      Seitensatzthema behält die Dynamik in piano bei

*      Hauptsatzthema beginnt mit der Tonika (C-Dur)

*      Seitensatzthema beginnt mit der Dominanttonart (G-Dur)

*      Hauptsatzthema wirkt kräftiger

*      Polarisierendes Haupt- sowie Seitensatzthema

*      Pompös und vielfältig

Ø  I. Stufe

Hausaufgabe zu Montag, den 15.03.2010:

Fassen Sie in einem Fließtext die Ergebnisse zu den unterschiedlichen Charakteren der beiden Themen schriftlich zusammen. (Musik um uns, Seite 280, Impuls)

Klangeindrücke aus der Sinfonie C-Dur KV 200 von W. A. Mozart

 

2. Satz, Andante (Beginn)

*      leicht, schwebend durch legato

*      Tonart F-Dur (Parallele Molltonart: D-Moll)

*      „con sordino“ – „mit Dämpfer gespielt“

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*      Tempoangabe: Andante

Ø  IV. Stufe

Definition

Andante: gehend, schreitend (80 Schläge/Minute)

Largo: breit (40 Schläge/Minute)

Allegretto: etwas munter (109 Schläge/Minute)

Allegro: munter, fröhlich (126 Schläge/Minute)

Presto: schnell, geschwind (184 Schläge/Minute)

3. Satz, Menuett (Beginn)

*      beginnt in forte -> dominant

*      Taktart ¾

*      tänzerisch

*      beginnt euphorisch und endet eher ruhig und schwebend

Ø  I. Stufe

Trio (Beginn)

*      kleine Notenwerte, Punktierungen -> tänzerisch

*      fröhlich, bewegt, flink

*      leicht durch Pausen

*      Takt 1 und 2 : 2-taktige Sequenzierungen

Ø  IV. Stufe (kleine Erhebung, eigentlich auch I. Stufe)

4. Satz, Presto (Beginn)

*      presto (schnelles Tempo)

*      panisch, wild

*      Dynamikwechsel: erschreckend

*      viele Verzierungen durch Triller

Definition

Triller: rascher Wechsel einer Hauptnote mit der kleinen oder großen Obersekunde

Tremolo: rascher Wechsel von zwei Tönen, die eine Terz und weiter auseinander liegend

*      kontrastreicht

*      aufgeweckt/lebendig

*      unruhig/hektisch

*      Taktangabe: alle breve

Ø  I. Stufe

Definition:

„alla breve“

4/4- Takt im doppeltem Tempo:

Statt der Viertel werden die Halben zur

Schlag- bzw. Zählzeit

 

 

Aufbau der Sinfonie

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1. Satz

2. Satz

3. Satz

4. Satz

Klangwirkung

Kopfsatz

Energisch,

kraftvoll,

polarisierend

ruhig,

beruhigend,

schwebend

tänzerisch,

beschwingt

(mit Trio-Teil)

wild,

hektisch

Stufe

Grundtonart

(C-Dur)

IV. Stufe

(F-Dur)

I. Stufe

(C-Dur)

I. Stufe

(C-Dur)

Tempo

schnell

langsam

Menuett

Presto

Hausaufgabe zu Mittwoch, den 17.03.2010

Beschreiben Sie in einem Fließtext die Rolle der verschiedenen Instrumente im Menuett aus der Sinfonie C-Dur KV 200 von W. A. Mozart. (Musik um uns, S. 281, Impuls)

Wichtige Erkenntnis beim Vorlesen der Hausaufgaben

Beim Verfassen einer Analyse sind Ich-Perspektiven zu vermeiden!

Man sollte sich neutral mit dem Thema auseinandersetzen und höchstens in der abschließenden Wertung die Ich-Perspektive verwenden.

Ergebnisse der Hausaufgabe / Rolle der Instrumente

*      Oboe, obere Stimme des Horns, sowie Violine I und Violine II bilden in den ersten vier Takten die Melodiestimme

*      Zweite Stimme des Horns und der Trompete bilden die Harmoniestimme (Dreiklangstöne der Tonika)

*      Bratsche, Violoncello und Kontrabass bilden die Bassstimme und das Bassfundament

*      In Takt 4/5 fungiert das Horn zum Echo, da es die obere Stimme der Trompete in Takt 1-3 im piano wiederholt

*      Generalpause bei den anderen Instrumenten (Takt 4/5)

*      Orgelpunkt in den weiteren Takten der Hornstimme

*      Ab Takt 6 übernimmt die Violine I die melodieführende Stimme

*      Melodie der Violine II und des Violoncello gleichen einer nachschlagartigen Floskel

 

Aufbau eines Menuetts:

*      immer dreiteilig

*      Menuett – Trio – Wiederholung des 1. Menuetts

 

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Thema: Entwicklungsformen der Gattung Sinfonie innerhalb der Klassik

Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 3 Es-Dut op. 55 „Eroica“

„Es fehlt ihr gar nicht an frappanten und schönen Stellen, […] sehr oft aber scheint sie sich ganz ins Regellose zu verlieren. […] bey dieser Arbeit muss er doch gestehen, des Grellen und Bizarren allzu viel zu finden, wodurch die Ueberschrift äusserst erschwert wird und die Einheit beynahe ganz verloren geht.

Konzertbericht, Allgemeine

musikalische Zeitung Leipzig, 1805

Antizipationen zur Gestaltung der Sinfonie

*      Loslösen von der Sonatenhauptsatzform

*      Keine Wiederholungen, andere Reihenfolge, fehlende Übergänge

*      Andere harmonische Stufen, mehr als 2 Themen

*      Änderung der Satzanzahl und der einzelnen Satzcharaktere

*      Variationen in der Instrumentierung

Ergebnisse nach dem Hören der Sinfonie „Eroica“

[Beim Hören mit der Taschenpartitur die Sinfonie in ihren einzelnen Teilen verfolgt]

*      Durchführung dauert 20 Minuten (Mozarts Sinfonie dauert komplett 20 Minuten)

*      Exposition mit Wiederholung

*      Klangeindrücke: pompös, schwerer, heldenhafter, eindrucksvoller

*      Instrumentierung hat sich gesteigert

 

Zusammenfassung – Charakter/Klangwirkung 1. Satz „Allegro con brio“

[con brio = mit Schwung]

 

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*      Merkmale im Vergleich zur Mozart-Sinfonie

*      erweiterte Instrumentierung (neuartiger Umgang mit der Form der Besetzung)

*      größerer Zeitumfang

*      Art Exposition: 1. Thema wird bereits durchführungsartig behandelt

*      Durchführung: sehr weit entfernte Tonarten

*      Reprise: 1. Thema wird sofort verabschiedet/variiert

*      2. Satz kein Andante, sonder ein Trauermarsch (C-Moll)

*      3. Satz statt Menuett ein Scherzo

Quellenangaben

Dtv-Atlas „Musik“, Seite 71

Dtv-Atlas „Musik“, Seite 79

Dtv-Atlas „Musik“, Seite 147

Dtv-Atlas „Musik“, Seite 149

http://de.wikipedia.org/wiki/Tempo_(Musik)


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