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diese Aktivitäten der Mitarbeiter von Leitungsebenen überprüft und koordiniert
werden. Bei der dezentralen Organisation hingegen wird ein Prozess von einem
Mitarbeiter vollständig erarbeitet. Somit verringern sich die Steuerungs- und
Koordinationsaufgaben drastisch und unter Umständen kann man ganz auf eine
übergeordnete Leitungsebene verzichten.
Die vertikale Arbeitsaufteilung
verringert sich, zwischen Basis und Management klafft kein so großer Abstand.
Nun bestimmt die
Diskussion in der Management-Theorie von jeher ein zentraler Konflikt: Durch
einen zu hohen Zentralisierungsgrad können zwar hohe Ansprüche an Effizienz und
Kostenersparnis erfüllen, Innovationspotentiale werden hingegen nur minimal
ausgeschöpft was Markt- und Unternehmenswachstum gegebenenfalls einschränkt.
Insbesondere in
den letzten Jahren konnte man beobachten, dass der Trend insbesondere bei
großen Unternehmen mehr und mehr dazu überging, zentrale Führungsorganisationen
zu etablieren.
Gerade Krisenzeiten sind für viele
Unternehmen ein Anlass, sich zu zentraleren Führungsorganisationen
umzustrukturieren, um dem Managementbereich mehr Handlungsmöglichkeiten zu
verschaffen und die Konzernstruktur zu straffen. Ein weiterer Grund ist die
vermeintlich fehlende Transparenz beispielsweise bei ausländischen
Vertriebslinien.
Unmittelbare
Folge ist die Erweiterung der Aufgabenspektren und
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Auch der Aufbau
der Edeka-Gesellschaft ist genossenschaftlich, dezentral strukturiert. Die Basis
bilden die Einzelhändler, die in der Zentrale durch die Regionalgesellschaften
vertreten werden. Essentiell für den Konzern ist die Selbstständigkeit und
Autonomie der Einzelhändler. Innerhalb der Genossenschaft werden von der
Zentrale Dienstleistungen angeboten. Die Dienstleistungsgesellschaften sind zu
100% Tochterunternehmen. Sie agieren selbstständig, sind der Zentrale aber
untergeordnet. Wie können nun zwei dezentral aufgebaute Unternehmen, die unter
einer zentralen Gesellschaft vereint sind, zusammenarbeiten, ohne Redundanzen
zu schaffen? Ist es möglich Schnittstellen klar zu definieren? Schadet die
Zusammenarbeit der Gesellschaft, oder gar die Zugehörigkeit zu dieser
Gesellschaft der Zusammenarbeit?
2 Die
Dienstleistungsgesellschaften
Die
Regionalgesellschaften haben in diesem Konstrukt der Zentralität der
Dienstleistung bei dezentraler Unternehmensstruktur eine Mittelsmannfunktion.
In den Regionalgesellschaften gibt es einen Ansprechpartner für die
Dienstleister, als auch einen kundigen für die
Regionalgesellschaften/Einzelhändler.
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sich an die Umwelteinflüsse, politischer wie industrieller Natur anzupassen.
Dies ist vor allem durch den hohen Grad an Flexibilität, den die Edeka besitzt,
möglich. Diesen hohen Grad an Flexibilität hat sich die Edeka in erster Linie
durch die Investition in Humankapital erarbeitet. Flexibilität wird geprägt
durch eine wechselseitige Beeinflussung von Organisation und Institution. Einer
führenden Hand bei gleichzeitig autonomen Entscheidungen in einem
Handlungsrahmen selbstständiger Individuen. Dies führt zu einem Zusammenspiel,
bei welchem Interpendenzen entstehen, die einen Anpassungsprozess auslösen.
Edeka ist somit in einem immer andauernden Veränderungsprozess. Die
Handlungsräume der Genossenschaft sowie die des Einzelhändlers wurden und
werden dadurch erweitert und die Möglichkeit dieses Humankapital an optimaler
Stelle einzusetzen ist gegeben. Edeka hat in diesem Sinne keine
Steuerungselemente, er Erfolg liegt einzig beim Kaufmann, dessen Autonomie auf
operativer, kaufmännischer Ebene geschäftsentscheidend sind.
Die Edeka Zentrale bietet das Potential mit den angebotenen Dienstleistungen,
lediglich die bestmöglichsten Rahmenbedingungen zu schaffen.
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wie marktwirtschaftlichen Bedingungen stellt sich die Frage, in wieweit die
Handelsstruktur der Edeka noch die maximale Handlungskraft hat. Aus der
Geschichte der Edeka lässt sich erkennen, dass viele Strukturveränderungen,
sowie die Gründung dienstleistender Tochterunternehmen, bedingt durch
politische, sowie marktwirtschaftliche Instabilität zu dieser Zeit geschehen
sind. Eine Anpassung auf politische Umstände, ein Reagieren auf
marktwirtschaftliche Geschehnisse war nötig, um die Grundidee der Edeka als
Genossenschaft agieren zu können, beizubehalten.
Andere Komponenten als die des Humankapitals, die die Struktur und die
Bedeutung der Edeka beeinflussen, sollen nicht Gegenstand dieser Seminararbeit
sein, da sie sich ausschließlich mit Dienstleistung und somit der
Struktur des Humankapitals befassen soll.
Die Gründung der
Dienstleistungsgesellschaften über die Edeka Lebenszeit hinweg hatte, jede
einzelne zum Gründungsmoment Sinn und Zweck. Auch die Funktion als
hundertprozentiges Tochterunternehmen mit der Möglichkeit für den Einzelhändler
auf die Verlässlichkeit der Genossenschaft zurück greifen zu können, hatte
seine Reize, sowie Vorteile.
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