1. Kleinstaat Slowenien
1.1.
Grunddaten im europäischen Vergleich
Slowenien
ist unter den 10 kleinsten Staaten Europas
Das
ganze Land kann als Grenzgebiet bezeichnet werden, wenn man standardisiert
definiert, dass nur Gebiet welches 20 bis 30 km weit weg von der Grenze nicht
als Grenzgebiet bezeichnet.
Typisch
für einen Reformstaat: Rückgang der Bevölkerung
Folie:
Vergleiche in der EU
Einwohnerzahlsäule etwas weiter links
als Flächensäule
Bevölkerungsdichte: Slowenien weiter
vorne als Österreich, skandinavische Staaten viel weniger dicht besiedelt
Slowenien ist ein sehr gebirgiges Land
BIP: Slowenien abermals im Mittelfeld
(best gestelltes Beitrittsland der Osterweiterung ’04 nach Zypern
1.2.
Symbole der nationalen Identität und Sprache
Nationale
Symbole braucht man um erkannt, und nicht verwechselt zu werden
Slowenien
hat viele gemeinsame Symbole mit seinen Nachbarländern; Österreich z.B. Kernöl
und Lipizzaner
Wichtigste
Eigenheit: Sprache, slawische Sprachfamilie (westliche, östliche, südliche
à Slowenisch, Kroatisch, Bulgarisch; sind alle miteinander
verwandt)
Freisinger
Denkmäler: 3 liturgische Texte in lateinischer Schrift, das erste Mal ins
slowenische
(um
1000 aufgestellt)
Um
das Jahr 1000 bereits Zugehörigkeit zu Mitteleuropa
(bereits
Christianisierung)
Primaz
Trubak. 1550/1551: slowenische Kirchenlieder
Hat
auch die Bibel teilweise ins slowenische übersetzt
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Feiertag für diesen
Schriftsteller
„Berührungsangst mit deutschen
Bezeichnungen“ (Ortsnamen)
Folie Fahne: 3 Streifen mit
bannslawischen Streifen & ein eingeschnittenes Wappen
Streifen:
weiß, blau und rot
Wappen:
3-gipfeliger Berg, Triglav [Triglau]
Wellenlinien:
symbolisieren Wasser; entweder das Wasserreichtum oder einfach nur die
naturräumliche Voraussetzungen
Sterne:
Sterne des Grafen von Zilli (4. größte Stadt in Slowenien)
1.3
„Geographische Konstanten“ nach GAMS
GAMS
war ein Geographieprofessor in Ljubljana (Laibach) (an der Universität)
Seine
5 Konstanten:
- Vorherrschendes
Gebirgsrelief mit starker Zerschneidung
Lebhaftes Relief; gesamtes
Gebiet mit 2 Ausnahmen gebirgig (nachteilig für LKW-Fahrer)
Eigenständiger Charakter
der Topographie
Kleinkammerung des
Landes – viele verschiedene Dialekte
- Kontaktraum
von 4 europäischen Großräumen
- Alpenraum:
nimmt einen Großteil des Raumes ein
- (Sub)Mediterraner
Raum: im äußersten Südwesten
- Anteil
am dinarischen Gebirge: im Süden und Südosten
Verkarstung sehr typisch
- Äußerster
Nordosten: Anteil Sloweniens am pannonischen Becken, dem subpannonischen
Raum
(Hügellandschaften, nicht wie
ungarische Tiefebene)
2/5 des Landes werden dem Alpenraum
zugeordnet, 1/8 dem mediterranen, ¼ dem dinarischen Gebirge und ¼ bis 1/5 dem
subpannonischen Raum
17.03.2005
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- Generelle
Ressourcenarmut in Land bezüglich der Landwirtschaft
- Gebirgiges
Relief (außer im Nordosten)
- Hoher
Niederschlagsreichtum à deshalb landschaftsprägende
Kozdec
- Deagrarisierung
Ressourcenarmut
bezüglich Bergbau (außer Idria-Quecksilber)
- Hoher
Holzanteil: 55% der gesamten Staatsfläche sind von Wald bedeckt; 3t
waldreichster Staat Europas
- Slowenien
ist ein Teil Mitteleuropas – Mitteleuropäisches Kulturlandschaftsbild
2. Slowenien, ein junger
Staat
2.1.
Historische Grundlagen des nationalen Selbstbewusstseins
- In
der Römerzeit Besiedlung in Slowenien – Rückbezug auf geographische
Konstanten Südwest-Nordost-Diagonalen (Triest) – Emola (LJ) – Celia (CE) –
Poetovio (Ptuj) wichtigste Verkehrsachse
- In
der Zeit der Völkerwanderung kommen Slawen nach Slowenien. Die Slawen
kommen aus _ _ _ _ - in Österreich bis Linz-Lienz-Linie; slawische Namen
- Maximale
Ausdehnung des Siedlungegebietes à Slawisches Herzogtum wurde
begründet „Korantanien“ (Kärnten) heilige slowenische Stätte ist identisch
mit Kärntneridentität
- Bayrischer
Einfluss Mitte des 8. Jahrhunderts – wird Teil Frankreichs; Zugehörigkeit
zum politischen Westen (Christianisierung)
- Christianisierung:
Zugehörigkeit zum christlichen Abendland
1. Slowenien selbstständiger Staat ab dem
6. Jahrhundert
2. Zugehörigkeit zu christlichem
Abendland
3. politische Orientierung nach
West-Frankreich
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- Karantanien
wird bis zur Übernahme der Habsburger unterteil in unterschiedliche territoriale
Einheiten (z.B. Steiermark, Kärnten. Tirol)
2.2.
Österreichisches Erbe
Slowenien
ist in _
Alle
außerhalb Slowenien mit Ausnahme von Kralj. Sloweniens Ethnie verteilt sich
über mehrere Länder zur Habsburgerzeit
è
siehe Blatt 2
Diese
historisch-traditionelle Teillandschaften Sloweniens spielen heute immer noch
eine Rolle, jedoch moderne Regionalisierung berücksichtigt diese historischen
Landschaften nicht!
Im
19. Jahrhundert erwacht ein Nationalbewusstsein
- Slowenen
fordern keine Aufteilung in verschiedene Territorien durch die Habsburger
- Um
1810 erste Erwähnung von Slowenien – vorerst utopische Einteilung
- Politische
Forderung um einheitliches Slowenien ging bis in den 1. Weltkrieg hinein
Trialismus Ost- und Südslawischen Ländern
– Politische Programme
- Im
1. Weltkrieg entsteht die Idee der Aufspaltung Österreichs
2.3.
Segen und Fluch – die jugoslawische Zeit
Die
Zeit nach der Kapitulation Österreichs nach dem 1. Weltkrieg bedeutete eine
gute Zeit für Slowenien; sie bekamen ihr eigenes Territorium „Slowenien“ und
traten in den SHS-Staat ein (Srbija – Hrvatska – Slovenija) à
Jugoslawien
Jugoslawien
von 1929 an von einer kroatischen Königsfamilie regiert
Slowenien
wird von den Serben unterdrückt – Name weg – Draugrafschaft
è
siehe Blatt 7
1. Weltkrieg: Slowenien hatte große Teile
der traditionellen Landschaft bei Italien
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2. Weltkrieg: Italiener und Jugoslawen _
_ _ _ Regime; versuchen auf radikale Methode deutsches Slowenien zu machen
entsteht Eindeutschungsdruck und Auslöser des Slawentums
à
Partisanen waren starke Gegenbewegung gegen die NS-Besatzungsmacht
1945:
Neuinstallation des Staates Jugoslawien – Partisanen waren Kommunisten
à
Slowenien wird kommunistisch und deutsche Minderheiten wurde aus Rache
eliminiert
(Partisanen siegreich)
Beidseitige
Traumatisierung nach dem 2. Weltkrieg, große Verhalte entstanden; Desinteresse
entstand ebenfalls
Siehe
Blatt 7: Jugoslawien 1945-1990: kommunistischer Staat
Sehr heterogen bezüglich Kultur,
Sprache usw.
Verklammerung des Föderalismus – alle
Teilrepubliken hatten Mitsprache- und Interventionsrecht (Vetorecht)
Die gesamte Infrastruktur war
verkettet
Der
Sozialismus war jedoch anders als in Ostblocklockländern – sie waren nicht Teil
des Ostblocks und somit nicht von der UdSSR abhängig
Das
bedeutete auch außenpolitisch einen anderen Zugang/ Weg, innenpolitisch
ansatzweise demokratische Züge für Betriebe è hohe
Identifikation mit dem gemeinsamen Staat
Tito
war Begründer dieses Staates und hielt den Staat mit seinem Charisma zusammen;
erst nach seinem Tod begann der Zerfall
Große
Disparitäten zwischen Nord und Süd: wirtschaftlich reicher Norden und „Zustand
wie in Entwicklungsländern“ im Süden
1990:
altes Jugoslawien
Slowenen:
8% der Bevölkerung, 20% des BIP und 30% des Exportes
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