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Skrip Schulpädagogik (Page 19).docx

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Social Science
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Educational Science / Pedagogy
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University, School
Bayreuth
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-          Informations- und Rückmeldefunktion

Ú Information von S, Eltern, Arbeitgeber, L aufnehmender Klassen, usw. über Leistungsvermögen/-stand

-          Disziplinierungsfunktion

Ú PROBLEM: Anforderungen dürfen aus diesem Grund nicht zu hoch angesetzt werden oder es darf nicht zu streng korrigiert werden

-          Lehr- und Lerndiagnose

Ú Diagnose des Lernstandes beim S und des Lernerfolgs bei den L

-          Lernerziehung

Ú Erziehung der S zur eigenverantwortlichen Gestaltung von Lernprozessen

è Noten erfüllen diese Funktionen eher schlecht als recht, da sie zu abstrakt sind und wenig über das Leistungsprofil der S aussagen

è einige Funktionen stehen sich diametral gegenüber (z.B. Selektionsfunktion und Lerndiagnose); in erster Linie sollen hier v.a. die unterrichtlichen und erzieherischen Funktionen erfüllt werden (Information, Rückmeldung, Lehr- und Lerndiagnose, Lernerziehung)

      Förderorientierte Beurteilungen

-          Gegensatz: Selektions- und Förderaufgabe der Schule

-          These:

„Wenn uns etwas an der pädagogischen Intentionalität der Schule liegt, dann müssen wir alle Funktionen der Leistungsbeurteilung auf das übergeordnete Ziel der Förderung hin konzipieren! Primäres Ziel muss es sein, Leistungen zu entwickeln!“

-          andere Funktionen müssen hier zurückstehen

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Eine solche Beurteilung

o   ist an den LZ orientiert (kriteriale Bezugsnorm)

o   ist an den Lernmöglichkeiten, -fortschritten orientiert (individuelle Bezugsnorm)

Ú doppelter Normbezug

o   ist umfassend, d.h. sie berücksichtigt Sach-, Sozial- und Selbstkompetenz und bezieht neben Qualitätsmerkmalen des Leistungsprodukts auch solche des Lernprozesses mit ein

o   ist transparent für S und Eltern

o   behandelt Lerner als Subjekte (Ú Selbstbeurteilung)

o   zielt auf die kontinuierliche persönliche Kommunikation aller Beteiligten über Lern- und Leistungsprozesse und –erlebnisse

      Gütekriterien bei der Leistungsmessung

-          Objektivität einer Messung bezeichnet den Grad, in welchen ihre Ergebnisse unabhängig von der Person des Prüfers sind

o   Durchführungsobjektivität

o   Auswertungsobjektivität

o   Interpretationsobjektivität Ú Beurteilung

-          Reliabilität (Zuverlässigkeit) einer Messung bezeichnet ihre Genauigkeit und Sicherheit, d.h. den Grad, in dem das Messeergebnis frei von Messfehlern ist

o   Wiederholungsmethode

o   Halbierungsmethode

o   Paralleltestmethode (Gruppe a, Gruppe B)

Ú interne Konsistenz: jede Aufgabe wird mit jeder verglichen

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o   Inhaltsvalidität

Ú Kompetenzen, die S im U auch erwerben konnte

o   Prognosevalidität

Ú das Maß, in dem aus den Prüfungsergebnissen zutreffende Prognosen für den weiteren Lernprozess abgeleitet werden können

o   Übereinstimmungsvalidität

Übereinstimmung von Ergebnissen, die mit verschiedenen Untersuchungsinstrumenten gewonnen worden sind (z.B. mündliche vs. Schriftliche Noten)

o   Konstruktvalidität

Ú Übereinstimmung gemessener Eigenschaften mit einem theoretischen Modell

o   Testfairness

Ú Vermeiden von Benachteiligungen für bestimmte Gruppen und Probanten (z.B. Angst)

      Bezugsnormen der Leistungsbeurteilung

-          soziale Norm, welche die Leistungen eines einzelnen auf die Leistung einer Gruppe bezieht

-          kriteriale Norm, die der Beurteilung sachlich-fachliche Anforderungen zugrunde legt

-          individuelle Norm, für die der Lernfortschritt ausschlaggebend ist, der sich in einer Leistung zeigt

Ú in der Schule sollten je nach Situation alle 3 Normen eingesetzt werden

-          die Orientierung an der sozialen Norm kollidiert mit dem Ziel des verantwortungsvollen und mündigen S, da es das Konkurrenzdenken schützt

-          pädagogischen Ansprüchen genügt am ehesten die individuelle Norm, die jedoch von der sozialen und der kriterialen Norm flankiert eingesetzt werden sollte

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aber neben der kriterialen Norm sollte auch die individuelle Norm zugrunde gelegt werden, um die individuellen Besonderheiten und Förderungsbedürfnisse der S zu berücksichtigen. Die soziale Norm sollte lediglich zur Legitimierung der Beurteilung und der organisatorischen Entscheidungen herangezogen werden

      Benotungsmodelle

-          unter einem Benotungsmodell versteht man eine Regel oder ein Regelsystem, das Schülerleistungen Bewertungen zuweist. Dabei sind folgende Anforderungen zu beachten:

o   es muss logisch sein

o   es muss mit der Bezugsnorm konform sein; Normvalidität (Rangplatz in der Gruppe, Erfüllung von Anforderungen, Lernfortschritte)

      Planung, Durchführung und Auswertung von Prüfungen

1. zwei leitende Grundsätze

-          Grundsatz der proportionalen Abbildung

àrepräsentativer Querschnitt der im U. eingeübten Kompetenzen

-          Grundsatz der Variabilität

à abwechslungsreiche Gestaltung und Formenreichtum, da alle Prüfungsmodalitäten einige S. bevorzugt und andere benachteiligt

2. Auswahl der Prüfungsinhalte u Prüfungsform

-          Beachtung des Grundsatzes der proportionalen Abbildung (auch in Bezug auf die Zeitdimension)

-          Abwechslung zwischen schriftlichen, mündlichen u praktischen Prüfungen

 

3. Auswahl der Aufgabenform

-          offene Aufgabenformen (Freiantwortaufgaben, Essays)

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Ú Gefahr, dass S. die halboffene Aufgabenstellung nicht erkennen

-          geschlossene Aufgabenform (Multiple-choice in allen Varianten)

geschlossene Aufgabenform

PRO CONTRA

-          bessere Vergleichbarkeit - schwierig zu formulieren

-          schnellere Bearbeitung - lediglich wiedererkennen

à mehr Aufgaben - keine Kreativität

- Verführen zum Raten - zeitaufwendig

-          es soll die Anzahl der Entscheidungen minimieren (Entscheidungsökonomie)

-          Flexibilität sollte gewährleistet sein

-          Die Zuweisung von Noten sollte fehlerkontrolliert sein

-          Die unvermeidbaren Messfehler sollten sinnvoll verteilt werden

-          Benotungsskalen

§  Punkte- vs. Fehlerskalen

§  Lineare vs. Nichtlineare Skalen

Pädagogisch nicht vertretbar


-          Messfehler bei der Leistungsbemessung

§  betragen eine halbe Notenstufe bei umfangreichen Prüfungen u eine ganze Notenstufe bei kürzeren Prüfungen

§  in der schulischen Benotungspraxis sind die Messfehler nicht kontrolliert

-          Der Unsinn der normalverteilten Benotungsskala

§  Gauß`sche Normalverteilung ist ein Gesetz der großen Zahlen; trifft bei Schulklassen nicht zu

§  Die Normalverteilung ist eine Zufallsverteilung. Durch schulische Lernprozesse wird jedoch der Leistungsstand der Schüler systematisch verbessert. à Verzerrung

 

4. Festsetzen des Anforderungsniveau


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