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Faculty
Natural Science
Discipline
Geology
Document category
Excursion report
University, School
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel - CAU
Additional information
2006
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Geology

Speicher und Lagerstätten Schleswig Holsteins
Rohstoffe, Speicher und Lagerstätten Schleswig Holsteins Rohstoffe: Steine/Blöcke Gartenbau Hausbau Straßenbau Küstenschutz Geschiebemergel Kames- und Oser Küstenbereich Kies Straßenba

Um die Kalke besser beschreiben zu können, gibt es eine Einteilung, die nach dem Energieniveau unterteilt ist, indem man den Komponentenanteil betrachtet. Es gibt den Mudstone, der hauptsächlich aus Schlamm besteht und <10 % Partikel enthält. Der Partikelanteil des Wackestones ist > 10%.

Beim Packstone bilden die Gesteinskomponenten ein Gerüst, dass mit Schlamm gefüllt ist, wobei der Grainstone alle Zwischenräume mit Calcit gefüllt hat. Hierbei stellt der Mudstone den niedrigsten Energieanteil und der Grainstone den größten dar.

Anschließend gingen wir einige Meter weiter nach links zu unserem dritten Aufschluss (2.3).

2.3 Aufschluss: Stevns Klint

Thema: die Kreide/Tertiär-Grenze

Dieser ebenfalls sehr gut aufgeschlossene Aufschluss befindet sich ca. 10m über dem Strand und ist hinter Bäumen und Büschen gut versteckt. Man sieht direkt über dem grauen Kalk einen sehr deutlichen Schichtwechsel zwischen der oben beschriebenen zweiten und dritten Schicht, die sehr weich ist, da diese Grenze stärker als das Umgebungsgestein ausgewaschen ist. Über diesem Bereich sind Ablagerungen aus Kalk zu finden, der teilweise stark mit Bioturbation durchsetzt ist und im Tertiär abgelagert wurde.

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Grafiken wurden automatisiert entfernt

Abb.4: die K/T-Grenze

Fischschuppen befinden, weshalb es auch Fischton genannt wird. Es ist kein Kalk sichtbar, aber nach HCl-Test braust es, da kleine Kalklinsen aus der zweiten Schicht eingelagert sind. Entstanden ist diese markante Schicht durch eine sehr rasche Änderung der Lebensbedingungen, da es zu einem Massensterben kam (über 90 % aller Arten sind ausgestorben), was unter anderem an der riesigen Anzahl an Fischschuppen zu erkennen ist.

Dass in der Tonschicht nur organisches Material besteht, bedeutet, dass es zu der Zeit keine Karbonatproduzenten mehr gab.

Der Fischton hat sich in einer Mulde abgelagert und ist auf der Kuppe nicht zu sehen, da er hier abgetragen wurde (Abb.5)


Grafiken wurden automatisiert entfernt


Abb.5: Ablagerung des Fischtons

Danach gingen wir wieder zu der Kirche zurück um uns die gezeichneten Profile anzusehen und den „Sieger“ des besten Profils zu krönen.

2.3 Aufschluss: Rødvig

Thema: Kreide/Tertiär-Grenze

Letztendlich fuhren wir nach Rødvig, süd-westlich von Stevns Klingt gelegen, zu unserem letzten Aufschluss an diesem Tag.

Hier sahen wir uns noch mal die K/T-Grenze an und zeichneten in 3er-Gruppen einen Schnitt durch das Profil, das 1m breit und 3m hoch sein sollte (liegt bei Raphael Meier und Alexander Barros mit bei).

 

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3. Tag: 02.07.2006

Wir setzten uns nach dem Frühstück im Garten der Jugendherberge zusammen um über die K/T-Grenze zu diskutieren.

Es gibt nämlich zwei verschiedene Möglichkeiten, wodurch das Massensterben ausgelöst worden sein kann:

1. Die Theorie von einem Metheoritenimpakt

Es ist nachgewiesen worden, dass es eine Iridiumanreicherung gibt, die nicht normal für die Erde ist und nur durch einen großen Impakt hervorgerufen werden kann. Diese Anreicherung konnte auf der ganzen Erde nachgewiesen werden an der die Grenze zu Tage tritt. Man hat im Golf von Mexiko eine kreisförmige Struktur gefunden, die ungefähr zu der Zeit entstanden ist und diese Theorie untermauert.

Ebenso gut könnte auch der Chicxulub-Einschlag das Massensterben verursacht haben. Zu der Zeit gab es an der Stelle ein Meer, wodurch Tsunamies entstanden, die das Leben ausgelöscht haben könnten.

2. Die Theorie vom Vulkanismus

Durch vermehrten Intraplattenvulkanismus kam es zu einer Anreicherung von CO2 und Schwefelsäure, wodurch sich das Klima sehr schnell und sehr stark veränderte, so dass sich nur wenige Tiere schnell genug an die neuen Lebensbedingungen anpassen und überleben konnten.

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Fahrtroute:

Gegen 11:00 fuhren wir auf die E 47 Richtung Kopenhagen und dann bei Fakse ab.

3.1 Aufschluss: Fakse

Thema: Tertiäre Korallen und Bryozoenmounds

Als erstes sollten wir wieder eine Skizze anfertigen:


Grafiken wurden automatisiert entfernt

Abb. 6: Faksekalksteinbruch

Wir befinden uns stratigraphisch gesehen über der K/T-Grenze im Dan (Tertiär) in einem sehr großem, aktiven Kalksteinbruch in dem Faksekalk abgebaut wird, der hauptsächlich aus Korallen besteht (Skizze: C).

Am unteren Teil des Aufschlusses sieht man drei Flintbanklagen in gleichmäßigem Abstand übereinander liegen (Skizze: A). Zwischen diesen befinden sich im weichen Coccolithophoridenschlamm viele Bryozoen (Skizze: B). Weitere Fossilien, die man hier findet sind:

- reguläre Seeigel und Brachiopoden die mit Schalen erhalten sind,

- Gastropoden, Krebse und Muscheln, die als Steinkern erhalten sind

Der Faksekalk weist harte und weiche Partien auf. Die harten Bereiche sind durch Calcitausfällung aus Aragonit zementiert worden. In den weichen Bereichen ist das Aragonit noch vorhanden.

Aufgrund der Fossilfunde weiß man, dass es sich um ein Korallenriff handelt. Im Gegensatz zu den heutigen tropischen Riffen ist der Kalk ist nicht sehr Artenreich, da es in der Zeit davor das Massensterben gegeben hat.

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Nach der Diskussion traten wir dann die Heimreise an und kamen gegen 19:30 Uhr in Kiel wieder an.

Quellen:

-      Abb.1: www.map24.de


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