Um die Kalke besser
beschreiben zu können, gibt es eine Einteilung, die nach dem Energieniveau
unterteilt ist, indem man den Komponentenanteil betrachtet. Es gibt den
Mudstone, der hauptsächlich aus Schlamm besteht und <10 % Partikel enthält.
Der Partikelanteil des Wackestones ist > 10%.
Beim Packstone bilden die
Gesteinskomponenten ein Gerüst, dass mit Schlamm gefüllt ist, wobei der
Grainstone alle Zwischenräume mit Calcit gefüllt hat. Hierbei stellt der
Mudstone den niedrigsten Energieanteil und der Grainstone den größten dar.
Anschließend gingen wir einige Meter
weiter nach links zu unserem dritten Aufschluss (2.3).
2.3 Aufschluss: Stevns Klint
Thema: die Kreide/Tertiär-Grenze
Dieser ebenfalls sehr gut
aufgeschlossene Aufschluss befindet sich ca. 10m über dem Strand und ist hinter
Bäumen und Büschen gut versteckt. Man sieht direkt über dem grauen Kalk einen
sehr deutlichen Schichtwechsel zwischen der oben beschriebenen zweiten und
dritten Schicht, die sehr weich ist, da diese Grenze stärker als das
Umgebungsgestein ausgewaschen ist. Über diesem Bereich sind Ablagerungen aus
Kalk zu finden, der teilweise stark mit Bioturbation durchsetzt ist und im
Tertiär abgelagert wurde.
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Abb.4:
die K/T-Grenze
Fischschuppen befinden, weshalb
es auch Fischton genannt wird. Es ist kein Kalk sichtbar, aber nach HCl-Test
braust es, da kleine Kalklinsen aus der zweiten Schicht eingelagert sind.
Entstanden ist diese markante Schicht durch eine sehr rasche Änderung der
Lebensbedingungen, da es zu einem Massensterben kam (über 90 % aller Arten sind
ausgestorben), was unter anderem an der riesigen Anzahl an Fischschuppen zu
erkennen ist.
Dass in der Tonschicht nur organisches Material besteht,
bedeutet, dass es zu der Zeit keine Karbonatproduzenten mehr gab.
Der Fischton hat sich in einer
Mulde abgelagert und ist auf der Kuppe nicht zu sehen, da er hier abgetragen
wurde (Abb.5)
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Abb.5:
Ablagerung des Fischtons
Danach gingen wir wieder zu der
Kirche zurück um uns die gezeichneten Profile anzusehen und den „Sieger“ des
besten Profils zu krönen.
2.3 Aufschluss: Rødvig
Thema:
Kreide/Tertiär-Grenze
Letztendlich fuhren wir nach Rødvig,
süd-westlich von
Stevns Klingt
gelegen, zu
unserem letzten Aufschluss an diesem Tag.
Hier sahen wir uns noch mal die
K/T-Grenze an und zeichneten in 3er-Gruppen einen Schnitt durch das Profil, das
1m breit und 3m hoch sein sollte (liegt bei Raphael Meier und Alexander Barros
mit bei).
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3. Tag: 02.07.2006
Wir setzten uns nach dem
Frühstück im Garten der Jugendherberge zusammen um über die K/T-Grenze zu
diskutieren.
Es gibt nämlich zwei
verschiedene Möglichkeiten, wodurch das Massensterben ausgelöst worden sein
kann:
1. Die Theorie von einem
Metheoritenimpakt
Es ist nachgewiesen worden,
dass es eine Iridiumanreicherung gibt, die nicht normal für die Erde ist und
nur durch einen großen Impakt hervorgerufen werden kann. Diese Anreicherung
konnte auf der ganzen Erde nachgewiesen werden an der die Grenze zu Tage tritt.
Man hat im Golf von Mexiko eine kreisförmige Struktur gefunden, die ungefähr zu
der Zeit entstanden ist und diese Theorie untermauert.
Ebenso gut könnte auch
der Chicxulub-Einschlag das Massensterben verursacht haben. Zu der Zeit gab es
an der Stelle ein Meer, wodurch Tsunamies entstanden, die das Leben ausgelöscht
haben könnten.
2. Die Theorie vom Vulkanismus
Durch vermehrten
Intraplattenvulkanismus kam es zu einer Anreicherung von CO2 und
Schwefelsäure, wodurch sich das Klima sehr schnell und sehr stark veränderte,
so dass sich nur wenige Tiere schnell genug an die neuen Lebensbedingungen
anpassen und überleben konnten.
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Fahrtroute:
Gegen 11:00 fuhren wir auf die E
47 Richtung Kopenhagen und dann bei Fakse ab.
3.1 Aufschluss: Fakse
Thema: Tertiäre Korallen und
Bryozoenmounds
Als erstes sollten wir wieder
eine Skizze anfertigen:
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Abb.
6: Faksekalksteinbruch
Wir befinden uns
stratigraphisch gesehen über der K/T-Grenze im Dan (Tertiär) in einem sehr
großem, aktiven Kalksteinbruch in dem Faksekalk abgebaut wird, der
hauptsächlich aus Korallen besteht (Skizze: C).
Am unteren Teil des
Aufschlusses sieht man drei Flintbanklagen in gleichmäßigem Abstand
übereinander liegen (Skizze: A). Zwischen diesen befinden sich im weichen
Coccolithophoridenschlamm viele Bryozoen (Skizze: B). Weitere Fossilien, die
man hier findet sind:
- reguläre Seeigel und
Brachiopoden die mit Schalen erhalten sind,
- Gastropoden, Krebse und
Muscheln, die als Steinkern erhalten sind
Der Faksekalk weist harte und
weiche Partien auf. Die harten Bereiche sind durch Calcitausfällung aus
Aragonit zementiert worden. In den weichen Bereichen ist das Aragonit noch
vorhanden.
Aufgrund der Fossilfunde weiß
man, dass es sich um ein Korallenriff handelt. Im Gegensatz zu den heutigen
tropischen Riffen ist der Kalk ist nicht sehr Artenreich, da es in der Zeit
davor das Massensterben gegeben hat.
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Nach der Diskussion traten wir
dann die Heimreise an und kamen gegen 19:30 Uhr in Kiel wieder an.