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Sedimentation unter dem Einfluss des Menschen .doc

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Faculty
Environmental Science
Discipline
Geo Sciences
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Paper
University, School
Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
Additional information
2009
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Referatthema 13

Sedimentbilanz unter dem Einfluss des Menschen

Praktikumsarbeit

für das Masterstudium Gebirgs- und Klimageographie

an der Fakultät für Umwelt-, Regional- und Bildungswissenschaften der Karl- Franzens- Universität Graz

am Institut für Geographie und Raumforschung

Graz 2009

Inhaltsverzeichnis



1. Einführung..................... 3

2. Geschichte der anthropogenen Sedimentbilanz............... 4

3. Einflussfaktoren auf Bodenerosion............... 5

3.1. Vegetationsdecke..................... 6

3.1.1. Bodenabtrag unter anthropogenen und natürlichen Vegetationsformen.... 7

3.2. Wind und Vegetation................ 9

3.2.1. Rauhigkeit von Gelände und Bodenoberfläche .............. 9

3.3. Wasser und Vegetation................... 9

3.3.1. Abfluss................. 11

3.4. Feuer.................... 12

3.5. Urbanisierung.................... 13

4. Globale Verteilung der Bodenerosion.............. 14

5. Klimawandel und Erosion.................... 15

5.1. Klimawandel, Wasser und Sedimentationsbilanz.......... 15

6. Beispiele..................... 16

6.2. Nachhaltiger Gartenbau der Rapanui im Palmwald der Osterinsel (Chile) ......... 16

6.3. Island................... 16

6.4. Die Robinson-Crusoe-Insel im Archipel Juan Fernàndez (Chile)........... 17

6.5. Die Erdöl- und Erdgasförderregion Ugra im Nordwesten Sibiriens....... 17

7. Bodenschutz..................... 18

8. Zusammenfassung................... 19

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1. Einführung


Sedimentation bezeichnet den Prozess des Ablagerns/Absetzens von Teilchen aus Flüssigkeiten oder Gasen unter dem Einfluss der Schwerkraft und anderen Kräften. Herangeführt werden diese Teilchen in der Regel durch Erosionsprozesse.

Diese sind es auch auf die ich in dieser Arbeit das Hauptaugenmerk legen werde, da durch die intensive Landnutzung des Menschen Erosionsprozesse ausgelöst, beziehungsweise beschleunigt werden und der Mensch somit einen enormen Teil zur Sedimentationsbilanz beiträgt.

Bodenerosion mit seiner heutigen Ausdehnung ist, wie schon erwähnt, vor allem ein Resultat der menschlichen Aktivität und nicht ein Ergebnis von natürlichen Prozessen. Ohne den menschlichen Einfluss wäre die Erdoberfläche zum überwiegenden Teil von einer permanenten Vegetationsdecke überzogen.

Davon ausgenommen sind natürlich Regionen mit extremen klimatischen Bedingungen, wie zum Beispiel Wüsten, die Pole und Hochgebirge. Wichtigste Ereignisse, die Erosion unter natürlichen Bedingungen auslösen können, sind zum Beispiel Feuer, Stürme, Vulkanausbrüche oder Dürreperioden. Nachdem solche Ereignisse vor allem lokale und zeitlich begrenzte Auswirkungen auf die Vegetationsdecke haben, wäre der Betrag der Bodenerosion zu vernachlässigen.

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Das führt unweigerlich zu einer beschleunigten Erosion, die in weiterer Folge zur irreversiblen Degradation von Boden und dem Verlust seiner ökologischen und ökonomischen Funktionen. Ist der Boden einmal abgetragen, kann er nicht durch natürliche Prozesse in einem relevanten Zeitraum rückgängig gemacht werden.

Hinzu kommt, dass Erosion so genannte „off- site“- Schäden, durch das Ablagern des transportierten Materials auf umliegende, oder auch weit entfernten Flächen, anrichten kann.

Der wichtigste Einflussfaktor des Menschen auf die Sedimentationsbilanz ist also die Landnutzung. Sie ist es auch, die in dieser Arbeit vorzüglich behandelt wird. Und mit ihr die Kräfte, die durch die Landnutzung verstärkt den Boden angreifen können.

Wasser, Wind und Feuer werden von mir in eigenen Kapiteln besprochen. Weiters betrachte ich den Einfluss von Urbanisierung auf Erosion, denn nicht nur Agrarwirtschaft trägt zur Sedimentbilanz bei.

Als „indirekten Einfluss“ des Menschen auf Bodenerosion, bezeichne ich den enormen Ausstoß von Treibhausgasen, der mit einer Veränderung von regionalen Wettersituationen einhergeht.

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Schlussendlich zeige ich noch einige markante Beispiele auf und befasse mich mit der anderen Seite der Bilanz, mit dem Bodenschutz und nachhaltiger Bodennutzung.

2. Geschichte der anthropogenen Sedimentbilanz


Vor etwa 400.000 Jahren begann Homo erectus mit dem Bau von Wohnhäusern, Mauern und Steinböden. Dies war der Beginn des menschlichen Einflusses auf die Geomorphologie.

In der Mittelsteinzeit (ca. vor 9.000 Jahren) fing der Mensch mit dem Anlegen von Ackerflächen und der Viehwirtschaft an. Wahrscheinlich aufgrund des steigenden Bevölkerungsdrucks und dem damit einhergehenden Bedarf an Nahrungsmitteln. Die neolithische Revolution fand ihren Anfang.

Dörfer entstanden, der Pflug wurde erfunden und die Bevölkerung wuchs weiter. Es war auch zu dieser Zeit, als der Mensch vermehrt bestimmte Gesteine als Werkzeuge zu verwenden begann. Minen wurden gegraben - der Bergbau entstand. Die anthropogene Bodenerosion fing an sich unweigerlich auszudehnen.

Dörfer wurden zu Städten und der Wasserbedarf stieg. Der Bau von Deichen und Kanälen wurde erforderlich. Kupfer und Bronze wurden wichtige Arbeitsstoffe.

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Denn nicht nur der Bau von Straßen führte zur Erosion, sondern durch das Rad konnten auch viel größere Massen von Gestein oder Sand transportiert werden.

Vor etwa 2.500 Jahren begann die Verwendung von Eisen und damit die Entwicklung von Werkzeugen, die die Erosion weiter vorantrieben. Straßen wurden ausgebaut, Kanäle verbreitert, Tempel errichtet, Waffen, Hämmer und andere Werkzeuge produziert. Der Bergbau wurde auf der einen Seite durch den neuen Werkstoff produktiver und auf der anderen Seite stark durch den enormen Eisenbedarf ausgeweitet.

100 vor Christus wurde Beton ein wichtiges Baumaterial und damit die Förderung von Sand, Kies und Splitt gesteigert.


Grafiken wurden automatisiert entfernt

Abb. 1 Schätzung der beabsichtigten Bewegung von Boden und Gestein pro Kopf und Jahr, in einigen relativ fortgeschrittenen Kulturen in der Vergangenheit und heute

Quelle: HOOK, 2000 S. 844

Anfang des 18. Jahrhunderts, mit der Entdeckung der Dampfkraft, entwickelte sich, um den nötigen Treibstoff für Dampfmaschinen zu liefern, der Kohlebergbau. 1825 belief sich der Kohlebedarf auf 17 Mio. Tonnen pro Jahr. Mit der Erfindung des Verbrennungsmotors wurden die Maschinen immer größer und der Bergbau um ein Vielfaches produktiver.

Die Förderung von Erdöl, als Treibstoff für diese Maschinen, führt heute zu nicht unerheblichen Abtragungen, zum Beispiel in Sibirien.


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