Prüfungszusammenfassung
Schutz ausgewählter Lebensräume
Prof. Magnus – KF Uni Graz – Fragen und Antworten
1.
Schutz von Mooren
Gefährdung – Besonders
Störungsempfindlich wegen hoher Anpassung:
Hier leben Spezialisten.
Freizeitnutzung und Baden, Fischer stört
Viele Moore wurden Entwässert, Torf wurde abgebaut. Moore werden zugeschüttet.
Eutrophierung ist ein großes Problem
Torfabbau, dabei
werden viel Nährstoffe frei.
Regeneration ist oft nicht möglich, sehr teuer.
Niedermoore können evtl. regeneriert werden.
Moorschutz:
Bsp. Edlacher Moor: Autobahn wurde auf Pfeilern gebaut, um einschnitte zu
vermeiden. (Also ohne WANNE) (Wasserfluß wird nicht blockiert)
Regulierung von
Flüssen zerstört Niedermoore – Fluss tieft sich ein, Talboden wird entwässert.
Flüsse müssen zurückgebaut werden!
Nutzung von
Streuwiesen (Edlacher Moor) – WICHTIG. Denn sonst folgt weitere Entwässerung,
oft werden Moore dann befahrbar gemacht.
Bewirtschaftet man das Moor nicht mehr, so wächst ein Moorbirken-Bruchwald.
Ohne Mähen gibt es Buchen, aber Karlszepter darf erst nach August gemäht werden!!
Strauchbirke Betula humilis – nur im Edlacher Moor – wächst nur an Stellen die
neu verlanden!
Hydrologischer Rückbauch von unbesiedelten Gebieten
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Definition Vertorfung:
Anhäufung abgestorbener Pflanzen und Tierreste, und Reduzierung unter aneroben
Bedingungen.
Definition Inkohlung:
Zunahme des C Gehaltes unter Diagenese (Gesteinsverfestigung)
In Mooren wird die
Wurzelatmung verhindert
Abbau von organischen
Substanzen erfolgt aerob – unlösliche Verbindungen liegen dann vor.
Es bilden sich
Faulgase
2. Verbreitung von Mooren in Ö
Lungau
Vorarlberg
Klagenfurter Becken
Salzkammergut
Ennstal
Mühlviertel und Waldviertel
3. Hoch und Niedermoore mit Artenbeispielen
Hochmoore sind unabhängig vom umgebenden Wasserspiegel, sie werden nur durch
Regenwasser gespeist.
Niederschlag liefert fast keine Nährstoffe. Nährstoffe werden im Moor nicht abgebaut
(anerob). PH Wert < 3 möglich, Versauerung (H+- Ionen können nicht mehr
ausgeschieden werden..da nur Regenwasser nachkommt), Artenarm! nur Sphagnum
Arten halten das aus.
Sie bilden sich nur in sehr regenreichen Gebieten
Nährstoffarm, wenig Stickstoff.
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Voraussetzung:
Torfablagerung
Form: Uhrglanslinse
über Mineralböden
Wo möglich: Nicht
in Trockengebieten
Nicht in Eisgebieten
Gibt es sonst in allen Klimazonen! Bis in die
Tropen!
Niedermoore werden durch Grundwasser bzw. Oberflächenwasser gespeist.
Sie sind sehr
Nährstoffreich, hohes Stickstoffangebot. PH Wert 3,5 bis 7,5
minerotroph = Speisung durch Grund bzw. Oberflächenwasser
Gibt es in allen Klimazonen.
Flache Form: Typen:
ÜBERFLUTUNGSMOOR, DURCHSTRÖMUNGSMOOR
Zeitweise Überstauung mit Fremdwasser, zeitweise Austrocknung.
Meist dicht und hochwüchsige Vegetation, Moose werden verdrängt.
Erlenbruchwälder, Röhrichte (Schilf), Großseggenriede
Weiterentwicklung zum Hochmoor ist möglich bei geeigneten Bedingungen
Niedermoore wurden im
19 Jh. fast alle Nivelliert, zu Bachbett umgeformt.
Moore befinden sich
über Mineralböden. Uhrglasförmig
ARTEN
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Niedermoor
Caricetum paniculatae = Rispensegge
Phragmites
4.
Möglichkeiten zum Schutz von Segetalgesellschaften
Segetalgesellschaften: war die ehemals reiche Lebewelt an Acker und
Weingärtenrändern.
Es sind Ackerkräuter, die erst mit der Kultivierung durch den Menschen
aufkamen.
Synantroph = bevorzug
in der Nähe von Menschen, brauchen deren Gesellschaft (1/3 der Arten)
Gefährdet durch:
*Einsatz von Herbiziden
*Zu hoher Düngereinsatz
*verkürzte Fruchtfolge fördert wenige angepasste Kräuter
*Starker Maschineeinsatz = Großschläge
*Melioration (Entwässerung)
Verbessern durch:
*Fördern von Kleinschlägigkeit
*Extensivierung – besser als Brachen
*Schutzäcker – Ackerrandstreifenprogramme
Kommassierung arbeitet für Intensivierung – und gegen Segetalgesellschaften
(viele kleine Hecken)
5.
Halbkulturformationen = extensive LW
Nutzungsformen– Was ist das, was gefährdet sie
Halbtrockenrasen, Magerwiesen, Feuchtwiesen
Hecken und Gebüsche und Saumgesellschaften
Gefährdet durch: Intensivierung, Melioration.
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6.
Nennen Sie 3 kleinräumige Sonderstandorte
und was muss bei ihrem Schutz beachtet werden
Kleinflächig:
Trockenrasen: Sehr selten. Sie sind waldfrei (ohne Zutun des Menschen) Man
unterscheidet klimatisch bedingte (Kontinental oder Inneralpin), und edaphisch
bedingte TR. (Fels, Sand, Salz)
Bsp: Pannonische Trockenrasen: Weinviertel, Neusiedler See.
Pflege: keine, Mahd oder Beweidung
Arten: STIPA ERIOCUALSI, IRIS PUMILA
Felstrockenrasen:
Raabklamm, an steilen Hängen,
Problem hier: Es wird oft gebaut, z.b. Windkraftanlagen – keine andere Nutzung
möglich
Arten: CAREX HUMILIS, POTENTILLA CAULESCENS
Sanddünen: im Östlichen Weinviertel – heute nur mehr geringste erhalten. Mit
Pappel verfestigt worden.
Serpentin Trockenrasen in Stmk: einziger TR in Stmk. Südseite, volle Sonne.
Viele Reliktpflanzen. Wichtige Art: SEMPERVIVUM PITTONII (Hauswurz) – nur
HIER!! SILENE OTITES
Pflege nicht nötig
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