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Sport and Recreation
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Frankfurt
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Schultergelenk

(Weineck: Sportanatomie: S. 137-160)

Schultergürtel

·         Schultergürtel fixiert das Schultergelenk am Rumpf

·         Schultergürtel ist Verbindung zwischen Arm und Rumpf

·         Schultergürtel wird vom Schulterblatt (Scapula), dem Schlüsselbein (Clavicula) und Brustbein (Sternum) gebildet

·         Schultergürtel ist sehr bewegliches Verbindungsglied

·         Durch Verschieblichkeit des Schultergürtel wird das Bewegungsfeld der Arme fast verdoppelt, ist für die Erweiterung des Greifraumes der Hand von großer Bedeutung

·         Schulter und Schultergürtelregion bilden Gelenkkomplex, mit dessen Hilfe sich die große Beweglichkeit des Schultergürtels bzw. des Schultergelenks erklären lässt

Gelenke des Schultergürtels Abb. S. 138


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·         Schultergürtel bildet Funktionseinheit, die durch 2 Kugelgelenke realisiert wird

·         Man unterscheidet inneres und äußeres Schlüsselbeingelenk

o   Inneres Schlüsselbeingelenk (Art. Sternoclavicularis)

§  Artikulieren Schlüsselbein und Brustbein

§  Einzig knöcherne Verbindung zwischen Schultergürtel und Rumpf

§  Stütz Schultergürtel gegen Thorax ab

§  Bewegungsfreiheit durch straffe Bänder stark reduziert

o   Äußeres Schlüsselbeingelenk (Art. Acromioclavicularis)

§  Es gelenken Schlüsselbein und Schulterhöhe (Acromion)

§  Bewegungsspielraum auch durch Bänder eingeschränkt

Muskulatur des Schultergürtels

Funktion dieser Muskeln: Schultergürtel am Rumpf fixieren und Einstellbewegungen des Schultergürtels für Bewegungen des Armes vollziehen

·         M. trapezius (Kapuzenmuskel)

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o   Bedeckt mit m. latissimus dorsi (breiter Rückenmuskel) fast den gesamten Rücken

o   Ursprung: Hinterhauptsschuppe (Protuberantia occipitalis), Dornfortsätze der Hals- und Brustwirbel)

o   Ansatz: Schlüsselbein, Schülterhöhe, Schulterblattgräte (Spina scapulae)

o   Innervation: N. accessorius, Äste des Plexus cervicalis

o   Funktion: entsprechend der unterschiedlichen Verlaufsrichtungen der Fasern des M. trapezius unterscheidet man oberen, mittleren und unteren Anteil

o   Oberer Teil: zieht Schulter nach oben, unterstützt Schulterblattdrehung, bei allen Zieh- und Hebebewegungen spielt er wichtige Rolle (Gewichtheber: besonders ausgeprägt), seine Klavikularportion hebt das Schlüsselbein und hilft bei Inspiration, bei einseitiger Innervation dreht der obere Teil des M. trapezius desn Kopf nach der entgegengesetzten Seite

o   Mittlerer quer verlaufender Teil: näher Schulterblätter der Wirbelsäule

o   Unterer Teil: senkt Schultern, trägt zur Schulterblattdrehung bei

o   M. trapezius wird selten in seiner Gesamtheit beansprucht;

o   Anteile arbeiten meist mit anderen Muskeln zusammen

·         M. rhomboideus major (großer Rautenmuskel)


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o   Liegt unter M. trapezius

o   Ursprung: Dornfortsätze der oberen 4 Brustwirbel

o   Ansatz: medialer Rand des Schulterblattes

o   Innervation: N. dorsalis scapulae

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·         M. rhomboideus minor (kleiner Rautenmuskel)

o   Ursprung: Dorntfortsätze der beiden unteren Halswirbel

o   Ansatz: Medialer Rand des Schulterbalttes

o   Innervation: N. dorsalis scapulae

·         Gemeinsame Funktion: ziehen Schulterblatt nach oben zur Wirbelsäule, vor allem m. rhomboideus major ist an Drehung des unteren Schulterblattwinkels als Antagonist des M. serratus anterior (vorderer Sägemuskel) beteiligt

·         M. levator scapulae (Schulterblattheber)

o   Ursprung: obere vier Halswirberquerfortsätze

o   Ansatz: oberer Schulterblattwinkel

o   Innervation: N. dorsalis scapulae

o   Funktion: zieht Schulterblatt nach oben und zur Wirbelsäule, arbeitet stets mit anderen Muskeln zusammen

·         M. serratus anterior (vorderer Sägemuskel)


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o   Ursprung: 1-9 Rippe

o   Ansatz: medialer Rand des Schulterblattes sowie oberer und unterer Schulterblattwinkel

o   Innervation: N. throacicus longus

o   Funktion: fixiert in seiner Gesamtheit das Schulterblatt am Rumpf

o   Oberer Anteil: wirkt als Heber des Schulterblattes

o   Mittlerer Anteil: wirkt als Antagonist zum quer verlaufenden Teil des M. trapezius

o   Unterer Anteil: besonders wichtig für die Schulterblattdrehung

o   Zieht den unteren Schulterblattwinkel nach vorne und ermöglicht so das Heben des Armes über die Senkrechte hinaus

o   Wirkt bei fixiertem Schulterblatt rippenhebend à unterstützt Inspiration

 

·         M. pectoralis minor (kleiner Brustmuskel)


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o   Ansatz: Rabenschnabelfortsatz (Processus coracoideus)

o   Innervation: Nn. Pectorales med. et lat.

o   Funktion: liegt unter pectoralis major, senkt Schultergürtel, bei Fixierung des Schulterürtels unterstützt er die Inspiration durch das Anheben der Rippen, wirkt selten allein

·         M. sternocleidomastoideus (Kopfwender) Abb. S. 132

o   Ursprung: Brustbein und Schlüsselbein

o   Ansatz: Warzenfortsatz (Processus mastoideus) und obere Nackenlinie (Linea nuchae superior)

o   Innervation: N. accessorius und zusätzlich Äste des Plexus cervicalis

o   Funktion: bei beidseitiger Kontraktion neiget er den Kopf mit großer Kraft nach vorne; agiert dabei als Antagonist des M. trapezius; Einseitig innerviert neigt er den Kopf nach vorne und dreht ihn zur Gegenseite

o   Unterstützt Inspiration

Schultergelenk

Beim Schultergelenk (Art. humeri) stehen der Kopf des Oberarmes (Caput humeri) und die Gelenkpfanne des Schulterblattes (Cavitas glenoidalis) in gelenkiger Verbindung.

·         Gelenkpfanne ist von einer faserknorpeligen Gelenklippe (Labrum glenoidale) umgeben, welche zum einen als Verankerungspunkt für die Strukturen des Kapselbandapparates dient, zum anderen die artikulierenden Flächen vergrößern und die Konkavität (Tiefe) der Pfanne erweitern soll

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·         Gelenk wird vorne, hinten und oben von verschiedenen Muskeln umschlossen und gesichert. (Muskeln der Rotatorenmanschette von Bedeutung, die den Humeruskopf in der Gelenkpfanne zentrieren)

·         Schultergelenkt aufgrund der schlaffen Gelenkkapsel und der damit einhergehenden reinen Muskelführung das beweglichste Gelenk des Menschen à aber auch das luxationsgefährdetste

·         Die Bewegungsmöglichkeiten im Schultergelenk ergeben sich aus der Summe aller im Schultergelenk bzw. Schultergürtel durchführbaren Bewegungen, die durch knöcherne, ligamentäre und muskuläre Strukturen bestimmt werden.

·         Die miteinander verbundenen Strukturen wirken als Einheit mit unterschiedlichen Bewegungs- und Stabilitätsträgern

Muskulatur des Schultergelenks

·         M. latissimus dorsi (breiter Rückenmuskel)


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o   Liegt oberflächlich und bedeckt zusammen mit dem m. trapezius fast den gesamten rücken

o   Gehört zu den größten flächenhafen Muskeln des Menschen

o   Bildet zusammen mit dem m. teres major die hintere Achselfalte

o   Ursprung: Mittels der Lendenrückenbinde (fascia thracolumbalis) an den Dornfortsätzen der 6 unteren Brust- und aller Lendenwirbel, am Kreuzbein und am Darmbeinkann

o   Ansatz: Kleinhöcherleiste des Oberarmbeines (crista tuberculi minoris humeri)

o   Innervation: N. throacodorsalis

 

o   Funktion:

§  dreht den herabhängen Arm nach innen und zieht ihn nach hinten,


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