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Zusammenfassung der Jahrgangstufen 1 und 2 zu einer
organisatorischen und pädagogischen Einheit
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Flexibilisierung der Verweildauer in den ersten beiden GS-Jahren
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Angebot mehrmaliger Einschulungstermine pro Jahr
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Zusammenführung grundschul-, sozial- und sonderpädagogischer
Arbeit
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Verzicht auf Zurückstellungen, die auf begründete Ausnahmefälle
zu begrenzen sind.
In der Bundesrepublik
gibt es eine Vielzahl von Varianten der neuen Schuleingangsphase mit etlichen
Unterschieden. Gemeinsam ist jedoch allen die Aufgabe, Schulfähigkeit bei den
in die Grundschule eintretenden Kindern herzustellen. Dies wird verstanden, als
Wechselwirkungsprozesse zwischen dem Schulanfänger und der aufnehmenden
Grundschule und basiert auf der ökologisch-systemischen Theorie nach Nickel.
Dies ist zu erreichen,
indem der Unterricht in seinen Zielen, Inhalten und Vermittlungsformen für die
Entwicklungsbiographie jedes Schulanfängers anschlussfähig ist und dadurch über
institutionelle Grenzen hinweg Bildungskontinuität gesichert sein soll.
Weiterhin sollen
Differenzierungsentscheidungen auf der Grundlage eines kontinuierlichen
Beobachtens des einzelnen Kindes getroffen werden, damit individuelle
Lernhilfen und Lernstrategien angeboten werden können.
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Der Neuen Schuleingangsstufe geht es nicht mehr um eine
Vorverlegung des Einschulungsalters auf das 5. Lebensjahr.
Eine Gemeinsamkeit
beider Schuleingangsstufen liegt darin, dass das Schulreifekonzept nach Kern
abgelehnt wird, Zurückstellungen abgelehnt werden und vom Konzept der
Schulfähigkeit ausgegangen wird
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Allerdings zielt die alte Schuleingangsstufe auf die Herstellung
der Schulfähigkeit des Kindes, die zu homogenen Anfangsbedingungen im
Primarunterricht führen soll.
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Die neue Schuleingangsstufe schult alle Kinder (Ausnahmen siehe
oben) ein und zieht die Schulfähigkeit der Kinder im Wechselspiel mit der
Grundschule (Kerngedanke: ist die Schule reif für die Kinder).
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Die neue Schuleingangsstufe betont die Heterogenität der Kinder
und basiert auf einer „Pädagogik der Vielfalt“
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Weiterhin sieht die neue Schuleingangsstufe nicht den KiGa oder
eine Vorschule in der Pflicht Schulfähigkeit herzustellen, sondern erarbeitet
diese im Rahmen der Grundschule Die neue Schuleingangsstufe bedeutet in keiner
Variante eine Veränderung der Struktur der GS, wie sie z.B. im 2+3 oder
2+2-Modell nötig gewesen wäre.
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Durch die neue Schuleingangsphase
mit ihren besonderen Kennzeichen und Ansprüchen ergeben sich Herausforderungen,
die nachfolgend beschrieben werden müssen.
Herausforderungen der Jahrgangsmischung aus
GP-Sicht
Jedes Kind hat Anspruch auf
Bildung, jedes Kinder ist anders. Die Grundschule ist aber die Schule für alle
Kinder, in ihr spiegelt sich die Vielfalt der Gesellschaft wieder. Besonders in
jahrgangsgemischten Klassen zeigen sich die vielfältigen Dimensionen der Heterogenität.
Diese betreffen:
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Kognitive Leistungsfähigkeit
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Motivationale Bereitschaft
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Psycho-soziale Fähigkeiten
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Alter
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Geschlecht
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Soziale Herkunft
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Kultureller Hintergrund
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Familiensprache
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und weitere besondere Merkmale.
Diese Ausprägungen stellen
vielfältige Herausforderungen.
Konsequenzen für die Unterrichtsgestaltung
1. Differentielle
Lernziele, d.h. ein gemeinsames Basiscurriculum und darauf aufbauend ein
differenzielles, möglichst breit gefächertes Aufbaucurriculum
2. Hinreichend
ausgedehnte Phasen zur individuellen Arbeit
3. Genügend
nachhelfende Impulse oder Instruktionen zur Sicherung der basalen Lernziele
4. Klare
Strukturierung des Unterrichts hinsichtlich Raum, Zeit, Material und sozialen
Regeln
5. Genügend
Freiraum zur Selbstregulation des Lernens
6. Ausreichend
Möglichkeiten zum Austausch und zur Kooperation mit anderen Schülern.
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