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Schuleingangsphase (Page 2).doc

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Faculty
Social Science
Discipline
Pedagogy
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Miscellaneous
University, School
Ludwig-Maximilians-Universität München - LMU
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Pedagogy

Qualitative Feldforschung
1. Forschungsteil 1.1. Forschungsmethode In diesem Abschnitt möchte ich die gewählte Forschungsmethode,­ die qualitative Feldforschung, näher beleuchten. Diese qualitative Forschungsdiszipli­

·        Zusammenfassung der Jahrgangstufen 1 und 2 zu einer organisatorischen und pädagogischen Einheit

·        Flexibilisierung der Verweildauer in den ersten beiden GS-Jahren

·        Angebot mehrmaliger Einschulungstermine pro Jahr

·        Zusammenführung grundschul-, sozial- und sonderpädagogischer Arbeit

·        Verzicht auf Zurückstellungen, die auf begründete Ausnahmefälle zu begrenzen sind.

In der Bundesrepublik gibt es eine Vielzahl von Varianten der neuen Schuleingangsphase mit etlichen Unterschieden. Gemeinsam ist jedoch allen die Aufgabe, Schulfähigkeit bei den in die Grundschule eintretenden Kindern herzustellen. Dies wird verstanden, als Wechselwirkungsprozesse zwischen dem Schulanfänger und der aufnehmenden Grundschule und basiert auf der ökologisch-systemischen Theorie nach Nickel.

Dies ist zu erreichen, indem der Unterricht in seinen Zielen, Inhalten und Vermittlungsformen für die Entwicklungsbiographie jedes Schulanfängers anschlussfähig ist und dadurch über institutionelle Grenzen hinweg Bildungskontinuität gesichert sein soll.

Weiterhin sollen Differenzierungsentscheidungen auf der Grundlage eines kontinuierlichen Beobachtens des einzelnen Kindes getroffen werden, damit individuelle Lernhilfen und Lernstrategien angeboten werden können.

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·        Der Neuen Schuleingangsstufe geht es nicht mehr um eine Vorverlegung des Einschulungsalters auf das 5. Lebensjahr.

Eine Gemeinsamkeit beider Schuleingangsstufen liegt darin, dass das Schulreifekonzept nach Kern abgelehnt wird, Zurückstellungen abgelehnt werden und vom Konzept der Schulfähigkeit ausgegangen wird

·        Allerdings zielt die alte Schuleingangsstufe auf die Herstellung der Schulfähigkeit des Kindes, die zu homogenen Anfangsbedingungen im Primarunterricht führen soll.

·        Die neue Schuleingangsstufe schult alle Kinder (Ausnahmen siehe oben) ein und zieht die Schulfähigkeit der Kinder im Wechselspiel mit der Grundschule (Kerngedanke: ist die Schule reif für die Kinder).

·        Die neue Schuleingangsstufe betont die Heterogenität der Kinder und basiert auf einer „Pädagogik der Vielfalt“

·        Weiterhin sieht die neue Schuleingangsstufe nicht den KiGa oder eine Vorschule in der Pflicht Schulfähigkeit herzustellen, sondern erarbeitet diese im Rahmen der Grundschule Die neue Schuleingangsstufe bedeutet in keiner Variante eine Veränderung der Struktur der GS, wie sie z.B. im 2+3 oder 2+2-Modell nötig gewesen wäre.

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Durch die neue Schuleingangsphase mit ihren besonderen Kennzeichen und Ansprüchen ergeben sich Herausforderungen, die nachfolgend beschrieben werden müssen.

Herausforderungen der Jahrgangsmischung aus GP-Sicht

Jedes Kind hat Anspruch auf Bildung, jedes Kinder ist anders. Die Grundschule ist aber die Schule für alle Kinder, in ihr spiegelt sich die Vielfalt der Gesellschaft wieder. Besonders in jahrgangsgemischten Klassen zeigen sich die vielfältigen Dimensionen der Heterogenität. Diese betreffen:

·        Kognitive Leistungsfähigkeit

·        Motivationale Bereitschaft

·        Psycho-soziale Fähigkeiten

·        Alter

·        Geschlecht

·        Soziale Herkunft

·        Kultureller Hintergrund

·        Familiensprache

·        und weitere besondere Merkmale.

Diese Ausprägungen stellen vielfältige Herausforderungen.

Konsequenzen für die Unterrichtsgestaltung

1.      Differentielle Lernziele, d.h. ein gemeinsames Basiscurriculum und darauf aufbauend ein differenzielles, möglichst breit gefächertes Aufbaucurriculum

2.      Hinreichend ausgedehnte Phasen zur individuellen Arbeit

3.      Genügend nachhelfende Impulse oder Instruktionen zur Sicherung der basalen Lernziele

4.      Klare Strukturierung des Unterrichts hinsichtlich Raum, Zeit, Material und sozialen Regeln

5.      Genügend Freiraum zur Selbstregulation des Lernens

6.      Ausreichend Möglichkeiten zum Austausch und zur Kooperation mit anderen Schülern.


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