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Schüler motivieren Reattributionstraining .doc

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Pedagogy
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Dortmund
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(Arbeitsauftrag: Stellen Sie die Grundlagen des Reattributionstrainings und

die wesentlichen Schritte dieses Trainings dar (vgl. Ziegler und Schober,

1997). Diskutieren Sie, wie dieses Training in eines Ihrer Fächer integriert

werden könnte. Welche Wirkungen würden Sie davon erwarten?)

Inhaltsverzeichnis:

  1. Einleitung
  2. Grundlagen des Reattributionstrainings und die wesentlichen Schritte dieses Trainings
  3. Integrierung des Reattributionstrainings in das Fach Mathematik und die Wirksamkeit eines solchen Trainings
  4. Zusammenfassung
  5. Literaturverzeichnis

 

1. Einleitung:

Es gibt viele Schüler, die die Ursachen ihrer Schulerfolge- oder Misserfolge völlig falsch einschätzen. Damit so etwas nicht passiert und die Leistung, Motivation oder gar der Selbstwert eines Schülers sich zum Negativen wendet, sollte mit ihm mit Hilfe einer Lehrperson das Reattributionstraining durchgeführt werden.

Mit Hilfe eines Reattributionstrainigs möchte man zu einer Reattribution kommen. Dies bedeutet, dass der Schüler nach dysfunktional und inadäquat attributierten Handlungsergebnissen nun zu funktionalen adäquaten Attributionen gelangen soll. Mit den Attributionen ist die subjektive Einschätzung der Ursachen und Leistungshandlung eines Schülers gemeint.

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Hierbei ist es besonders wichtig, dass dieses Training auf eine sehr realistische Einschätzung der Ursachen und Leistungshandlungen abzielt. Unrealistische Einschätzungen der eigenen Leitungen würden im Gegensatz dazu nur zur negativen Attribution führen.

2. Grundlagen des Reattributionstrainings und die wesentlichen Schritte dieses Trainings:

Für ein solches Training muss man zunächst bei den Attributionen zwischen den vier Dimensionen internal bzw. external, stabil bzw. variabel, spezifisch bzw. global und kontrollierbar bzw. unkontrollierbar unterscheiden.

Dies bedeutet, dass Lehrpersonen zunächst die Attributionsrückmeldungen eines Schülers überprüfen müssen, ob sie zunächst in der eigenen Person vorkommen oder außerhalb dieser Person, ob sie dauerhaft oder veränderlich sind, ob sie nur für den Einzelfall oder auch für andere Handlungsergebnisse gültig sind und ob man sie unter Kontrolle bringen kann. Zudem muss auch zwischen Attributionen im Erfolgsfall und im Fall eines Versagens unterschieden werden.

Als nächstes können mit indirekten Attributionsrückmeldungen Informationen über die Schüler gesammelt werden. Hierbei können sowohl die Lehrer als auch die Schüler selbst genau die Leistungsergebnisse und die Ursachen der Lernenden dafür erschließen und erklären, um dann mit dem Reattributionstraining dagegen anzugehen.

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Mit der Distinktheit kann dann deutlich gemacht werden, wie sich die betreffende Person in anderen Fächern in dieser Leistungssituation verhält und mit der Konsistenz wird zuletzt dem Lehrer gezeigt, wie sich der Schüler bisher in dieser und ähnlichen Situationen präsentiert hat.

Für das eigentliche Reattributionstraining müssen dann 3 Vorannahmen getroffen werden: Die Ursachenerklärung, die Handlungsrelevanz von Attributionen und die Erlernbarkeit von Attributionen. Bei der Ursachenerklärung geht es um die subjektive Konstruktion der Wirklichkeit, bei dem die Schüler zunächst auf Grund der eignen Erfahrung im Leben Attributionen bilden sollen, die dem Lehrer zur Einschätzung ein möglichst realistisches Bild zeigen sollen.

Probleme können hier deutlich werden, wenn die Wirklichkeit und die Vorstellung der Schüler zu weit auseinander gehen, oder wenn die Erwartungen der Lernenden in Bezug auf Erfolg, beziehungsweise Misserfolg, nicht übereinstimmen. Dann wäre in diesem Fall ein Reattributionsstraining empfehlenswert.

Bei der Handlungsrelevanz von Attributionen werden zu Beginn einer Handlung in dieser Art von Abwägephase alte Erfahrungen der Schüler miteinbezogen und überprüft, wie die Attributionen wirken und das Geschehen beeinflussen.

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Mit der Erlernbarkeit von Attributionen soll erworben werden, dass die Attributionen, die trainiert und mit diesem Training verbessert werden können, erlernbar und nicht angeboren sind, sondern zuvor durch eigene Erfahrungen und durch wichtige Bezugspersonen vermittelt wurden.

Wenn diese Vorannahmen dann geklärt sind, kann nun mit dem eigentlichen Reattributionsstraining begonnen werden.

Das Reattributionsstraining lässt sich in drei Phasen einteilen:

Die erste Phase ist die Diagnose, auch Prätest genannt. Hierbei sollen zunächst ungünstige Attributionsmuster diagnostiziert werden.

Dabei kommen dann dysfunktionale Verhaltensstile der Schüler zum Vorschein, wie zum Beispiel ein negatives Fähigkeitsselbstkonzept, geringes Interesse, Angst, zu hohe Erwartung, geringe Motivation oder Hilflosigkeit, die wieder an die Realität angepasst und damit zu selbstwert- und motivationsfördernden Attributionen werden sollen.

Lehrer können diese Verhaltensstile dann durch spontane Äußerungen der Lernenden, selbst erstellten Fragebögen oder in langen Einzelgesprächen erkennen. Die Aussagen der Schüler hängen dabei dann stark vom Zusammenhang ab.

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Für dieses Training gibt es für die Lehrpersonen dann jeweils drei Möglichkeiten, den funktionalen Attributionsstil den Schülern zu vermitteln. Welches dieser Möglichkeiten dann am zweckmäßigsten ist, hängt von der jeweiligen Situation ab und wird im Einzelfall entschieden.

Die erste Möglichkeit ist die Technik der Modellierung. Bei dieser Technik werden die gewünschten Attributionsstile oder die Informationen für eine funktionelle Attribution und damit neue Verhaltensstile, stellvertretend durch ein adäquates Modell gelernt.

Dabei ist es wichtig, dass das Modell für die Schüler glaubwürdig ist, sie sich mit dem Modell identifizieren können und es für die jeweilige Leistungssituation relevant ist.

Zwei Erfolgsversprechende Modellierungstechniken sind hierfür üblich. So kann der erwünschte Attributionsstil von einem Modell, zum Beispiel durch eine Lehrperson, dargestellt und verbalisiert werden oder das Modell selbst klärt über einen geeigneten Attributionsstil auf.

Bei letzterem kann dann zum Beispiel den betreffenden Schülern ein Videofilm gezeigt werden, indem als Vorbild für einen geeigneten Attributionsstil zum Beispiel ältere Schüler auftreten, die den betreffenden Personen einen möglichst positiven und überzeugenden Eindruck von ihren Attributionen vermitteln.


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