|
Schriftliche
Unterrichtsvorbereitung zum zweiten Unterrichtsbesuch im Fach Sachunterricht
Thema der
Sequenz:
"Wer fegt im Herbst den Wald?" - oder: Wieso
türmt sich das Jahr für Jahr herunterfallende Herbstlaub nicht meterhoch in
unserem Wald ?" - die Schüler untersuchen in Gruppenarbeit Laubstreu und
etwas von der oberen Schicht des Waldbodens, gehen der Frage nach, wie sich die
heruntergefallenen Laubblätter im Laufe der Zeit verändern, wer oder was für
die Zersetzung der Blätter sorgt (Kennenlernen des Laubs als "Brot"
der Erde, Entdecken der vielen kleinen Bodenlebewesen) und erstellen eine
Collage aus unterschiedlich stark zersetzten Laubblättern.
Name: Datum: 23.10 1998
Klasse: 3b Uhrzeit: 9.55 - 10.5 5
Ausbildungslehrerin: entfällt
- BdU Fachleiterin:
Schule: Fach: Sachunterricht Hauptseminarleiterin:
1 Thema der Reihe
"Unser Wald hat viel zu bieten" - eine
handlungsorientierte Unterrichtsreihe in einem dritten Schuljahr zur Entwicklung
grundlegender Kenntnisse und elementarer Verfahren und zur Förderung der
differenzierten Wahrnehmung eines für den Menschen wichtigen Lebensraumes.
2
Aufbau der Reihe
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils!
2.2 "Wo geht`s denn hier
zum Wald ?" - die Schüler erstellen eine Liste, mit den Dingen und
Erlebnissen, die sie im Wald zu sehen und erleben erwarten, richten den
Forschertisch mit mitgebrachten Büchern etc. ein und haben Zeit zum Lesen und
Stöbern.
2.3 "Jetzt aber auf in den
Wald !" - die Schüler begegnen in Partnerarbeit einem Baum mit verbundenen
Augen und müssen "ihren" Baum anschließend sehend wiederfinden,
danach fertigen sie einen Rindenabdruck an und suchen Blätter, Zweige,
Rindenstücke, Früchte und Samen "ihres" Baumes sowie weiterer Laub-
und Nadelbäume (spielerisch und ganz nebenbei erwerben die Schüler Arten- und
Formenkenntnis) und haben anschließend noch freie Zeit zum Stöbern, Entdecken
und Sammeln für den Thementisch in der Klasse.
2.4 "Unser Waldbuch" -
die Schüler fertigen "Rubbelbilder" von ihren gefundenen Laubblättern,
Rindenstücken etc. an, zeichnen die Samen und Früchte dazu, beschriften ihre
Bilder und legen ein "Waldbuch" an.
2.5 "Wer fegt im
Herbst den Wald?" - oder: Wieso türmt sich das Jahr für Jahr herunterfallende
Herbstlaub nicht meterhoch in unserem Wald ?" - die Schüler untersuchen in
Gruppenarbeit Laubstreu und etwas von der oberen Schicht des Waldbodens, gehen
der Frage nach, wie sich die heruntergefallenen Laubblätter im Laufe der Zeit
verändern, wer oder was für die Zersetzung der Blätter sorgt (Kennenlernen des
Laubs als "Brot" der Erde, Entdecken der vielen kleinen
Bodenlebewesen) und erstellen eine Collage aus unterschiedlich stark zersetzten
Laubblättern.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils! Evtl.
werden bereits gekeimte Samen gefunden, diese können in der Klasse eingepflanzt
werden - ein Miniwald entsteht (später werden die kleinen Bäumchen in den Wald
zurückgebracht, oder an einer geeigneten Stelle auf dem Schulgelände
eingepflanzt).
2.7 "Unser Wald besteht
nicht nur aus Boden" - der Schichtenaufbau des Waldes wird durch das
gemeinsame Erstellen einer Waldcollage vertieft. Die Schüler ordnen die Tiere
des Waldes den verschiedenen Schichten zu und erkennen Nahrungsbeziehungen
innerhalb dieses Gesamtgefüges; ein durch die Unterrichtssequenz zum Waldboden
angeregtes erstes Verständnis für die Bedeutung von Stoffkreisläufen und
Nahrungsbeziehungen wird vertieft.
2.8 "Wer frisst hier
wen?" - in Gruppenarbeit erstellen die Schüler Nahrungspyramiden und
stellen fest, dass beim Fehlen eines Gliedes der Pyramide, das System instabil
wird, oder sogar zusammenbricht.
Anmerkung :
Während der Unterrichtsreihe wird gemeinsam mit der Klasse
ein Thementisch ("...als anregende Lernumwelt gestalteter
Klassenraum" - Lehrplan S.23) mit Sach- und Bilderbüchern, sowie
Waldfundstücken eingerichtet und immer wieder ergänzt.
3
Fachwissenschaftliche und fachdidaktische Überlegungen zum
eingegrenzten Thema
3.1 Bezug zur
Fachwissenschaft
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils!
Der Wald ist eine durch einen charakteristischen, mehr oder
weniger geschlossenen Baumbestand, der mindestens 8 m Höhe erreicht,
gekennzeichnete Lebensgemeinschaft von Pflanzen und Tieren. Der Urwald, eine
Form von Wald, die in einer Region auf Grund der jeweils herrschenden
ökologischen Bedingungen natürlicherweise anzutreffen ist, steht im Gegensatz
zum Forst, der unter forstwirtschaftlichen Gesichtspunkten regelrecht
bewirtschaftet wird und fest abgegrenzt ist. In Mitteleuropa sind heute kaum
noch Urwälder vorhanden, sondern vielmehr nur noch vom Menschen gestaltete und
mehr oder weniger stark genutzte Forste. Zwischen diesen beiden extremen Stufen
sind die "naturnahen" Wälder einzuordnen, um deren Aufbau und Erhalt
sich die Forstwirtschaft in den letzten Jahren zunehmend bemüht. Auch der
Hagener Stadtwald ist kein Urwald mehr. Er bedarf der besonderen Pflege der
Forst - Fachleute. Diese bemühen sich um eine naturnahe Waldwirtschaft, die
Biotop- und Artenschutz großschreibt.
In einem naturnahen Mischwald lebt eine große Vielfalt von
Lebewesen zusammen. In dieser Unterrichtssequenz aus der Unterrichtsreihe zum
Thema Wald sollen sich die Schüler mit der Lebensgemeinschaft Boden
beschäftigen, die die wechselseitigen Abhängigkeiten von Flora und Fauna im
Ökosystem Wald sehr schön verdeutlicht.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils! Darunter liegt eine Schicht (der Oberboden), in der die Erde sehr
dunkel ist, da sie stark mit organischer Substanz vermischt ist (humusreich).
Darunter liegt eine Lage (der Unterboden), in der verschiedene Stoffe
angereichert sind (v. a. Mineralien). Schließlich kann man eventuell noch das
Ausgangsgestein (den Untergrund) sehen, auf dem der Boden liegt. Ein derartiges
Bodenprofil ist typisch für den mitteleuropäischen Mischwald.
Das Fallaub ruht auf dem feuchten Boden und bleibt dadurch
selbst feucht, außerdem bedeckt es, wie ein dicker Mantel den Boden und schützt
ihn vor größeren Temperaturschwankungen. Die Grenze zwischen der Laubstreu und
dem Humus, dem Endprodukt des Verwesungsprozesses, ist fließend. Die Millionen
von Blättern, die im Frühjahr an den Bäumen wachsen, verfärben sich bis zum
Herbst, sterben ab und fallen auf den Boden. Im darauf folgenden Sommer haben
sich diese spröden toten Herbstblätter durch die Feuchtigkeit des winterlichen
Regens und die Arbeit der Pilze und Bakterien in der Frühlingswärme zu einem
weichen, braunen Teppich reduziert. In dieser verrottenden Falllaubschicht, in
der sich neben abgestorbenen Pflanzenresten auch Tierreste befinden, und in den
oberen Zentimetern des darunter liegenden Oberbodens, findet man eine
vielfältige Kleintierfauna.
|