Romeo und Julia auf dem Dorfe von
Gottfried Keller
1.
Personenkonstellation

2.
Charakteristik :
Manz: Manz ist der Vater von Sali; Er ist ein langer, knochiger Mann von
ungefähr vierzig Jahren; auf den ersten Blick scheint er ein sicherer,
gutbesorgter Bauer zu sein;( S 3; Z 20-23)
Nach dem Streit mit Marti ist er ein sehr rauer Mensch geworden, was neu für
seinen Sohn war(S 15; Z 6-8); Nach dem Streit auf der Brücke ist er zerschlagen
und will nicht aus dem Hause (S 30; Z 32-33);
Marti: Marti ist der Vater von Vrenchen; auch er ist ein langer, knochiger
Mann, von ungefähr vierzig Jahren, auf den ersten Blick scheint auch er ein
sicherer, gutbesorgter Bauer zu sein (S3; Z 20-23); Auch er wurde ein rauer
Mensch, was für seine Tochter neu war (S 15; Z 6-8); Er ist besessen von
Habgier und Sturheit;
Beide Männer verlieren
ihr Hab und Gut;
Sali: Er ist ein hübscher, kräftiger, junger Bursche, der sich zu wehren
wusste (S 19; Z 20-24); er zeigte wenig Dankbarkeit gegenüber seiner Mutter (S
20 Z4-5); er ist auf seine Unabhängigkeit und einstweilige Unbescholtenheit
stolz (S 20 Z 20-24); er ist ein wohlbekleideter, scheinbar glücklicher Junge
(S 20 Z 36); schon als Kind war er ein gutaussehender Bursche( S 5 Z 10-15);
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3.Funktion des schwarzen
Geigers:
Der schwarze Geiger: Er ist die Vermittlungsperson zwischen den beiden Vätern und den
Liebenden. Er ist die einzige Person die sich wirklich auskennt was geschieht.
Er wurde stets von Manz und Marti ignoriert und will sich an den Beiden rächen.
Er schlägt Sali und Vrenchen vor zu heiraten und mit ihm zu kommen (S 73). Er
benützt die beiden Kinder um sich an den beiden Väter zu rächen und um die
Familien zu stören. In der Hochzeitsnacht bedrängt der Geiger Vrenchen und
Sali. Durch diese Bedrängung beschließen Sali und Vrenchen zu sterben, da sie
keinen anderen Ausweg für diese Liebe sehen.
4.Gliederung der
Novelle:
Die Novelle beginnt mit
einer Rückblende der Bauern. Sie pflügten an einem sonnigen Septembermorgen
ihre Äcker. In dieser Einleitung wird von Manz und Marti und deren Kinder
berichtet. In
dieser Novelle gibt es zwei Höhepunkte: Der erste Wendepunkt ist, als Manz und
Marti sich auf der Brücke treffen. Dort beschimpfen und prügeln sie sich. Bei
diesem Zusammentreffen sehen sich Sali und Vrenchen zum ersten Mal wieder. Der
erste Wendepunkt ist auch gleichzeitig das Ende der ersten
Geschichte. Der
zweite Wendepunkt ist dort wo Sali den Stein auf Martis Kopf wirft. Jedoch kann
diese Szene auch als Neuanfang gelten.
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5. Symbolik:
Die Puppe: Die Puppe kommt am Anfang des Buches vor (S 7). Als Vrenchen die
geschmückte Puppe hoch in die Stengel der Distel gesetzt hat, begann Sali die
Puppe mit Steinen herunter zu werfen. (S 7 Z 34-37) Dies weist auf die Stelle
hin, als Sali Vrenchens Vater mit einem Stein bewirft. Die Puppe weist auch
darauf hin, dass sich die beiden Familien auseinander leben werden. Das kann
man bei der Stelle wo Vrenchen und Sali die Puppe zerstückeln vorfinden. (S8-9)
Die Steine: Die Steine
kommen immer wieder vor. Sie sind ein Symbol für die Wildnis, den Tod und für
die Zerstörung der Harmonie zwischen den Familien. Als Marti seiner Tochter zum
zweiten Mal eine Ohrfeige gibt, nimmt Sali einen Stein und wirft diesen auf
Marti´s Kopf. In dieser Szene ist der Stein ein Symbol der Wut, da sein
geliebtes Vrenchen am Boden liegt. (S 42-43) Die Steine kommen auch am Anfang
des Buches immer wieder vor. Wie zum Beispiel auf der ersten Seite des Buches,
wo Manz und Marti die Steine von ihren Äckern auf das mittlere Feld werfen.
Auf das Ackerfeld, dass anscheinend dem schwarzem Geiger gehört.
Der Fluss: Der Fluss ist ein Symbol für den Tod, denn Vrenchen und Sali
sterben in diesem Fluss, der durch das Dorf fließt. Sie nehmen ein Schiff und
wollen zwei große Fische sein (S 78-79). Der Fluss steht auch für das
„Spiegelbild“ der zwei Bauern.
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Der Falke: Die Steine sind der Falke, da sie einen Zusammenhang mit dem
Geiger haben. Sie kommen die ganze Zeit vor und stehen für den Tod und Rache.
Der Geiger wird sozusagen von den Steinen beworfen. Aber auch der Fluss hat
eine große Bedeutung, da er für das „Spiegelbild“ der Väter steht.
6.
Schauplatzbeschreibungen:
An einem sonnigen
Septembermorgen pflügten zwei Bauern auf zweien dieser Äcker..
Dieser Schauplatz ist sehr
detailliert beschrieben. Dies ist ein typisches Merkmal einer Novelle. Auch
auf der Seite 11 und 36 wird das Bühnenbild sehr genau beschrieben. Bald waren
sie auch im freien Felde und gingen still nebeneinander durch die Fluren (S
58). Die Szene ist sehr detailliert geschrieben. Man merkt, dass Keller sehr
viele Adjektive hinein gebaut hat, um das Werk mehr auszuschmücken und
interessanter zu gestalten.
7. Innerer Monolog:
Innerer Monolog von
Vrenchen (S 14-15):
Endlich konnte ich mit
Sali spielen. Ich war so glücklich. Doch jetzt bin ich tot traurig. Ich hab
solche Schmerzen im Gesicht. Es tut so weh, was Vater getan hat. Ich kann
diesen Schmerz nicht verdrängen. Meine Wange ist geschwollen. Ich verstehe
nicht, warum er mir eine Ohrfeige gegeben hat.
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dass sich alles wieder zum Besseren wenden wird.
8. Erläuterung des
eigenen Standpunktes:
Meiner Meinung nach ist „Romeo
und Julia auf dem Dorfe“ sehr interessant zu lesen. Am Anfang ist es zwar sehr
mühsam die Geschichte zu lesen, doch nach ein paar Seiten fesselt sie so sehr,
dass man weiter lesen muss. Ich finde, dass diese niedliche aber auch traurige
Geschichte Unterrichtsgegenstand sein sollte, warum auch nicht? Es ist nicht
wirklich schwer zu lesen und interessant ist es auch. Man merkt nicht sofort was
in der nächsten Szene passieren wird und das macht die Geschichte so spannend.
Und das gute an diesem Werk ist, dass es eine neuere Ausgabe von dem originalen
„Romeo und Julia“ ist. Ich finde es sehr spannend zu lesen und kann es nur
weiter empfehlen. Darum finde ich, dass „Romeo und Julia auf dem Dorfe“
Unterrichtsgegenstand sein sollte!
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