2.
Nicolo
1.
Triebhaft sexuell
2.
Wollüstig, Rachegetrieben
1.
Fühlt sich getäuscht und betrogen – Elvire will nicht ihn, wie er
es vermutete und hoffte
3.
Will Elvires Seele durch Betrug beikommen und verkleidet sich
(diesmal beabsichtigt) als Colino, verdeckt das Bild in Elvires Zimmer und
posiert sich davor.
1.
Sie wird Ohnmächtig und er will sich an ihr vergehen
4.
Wirft Piachi aus dem Haus – verschuldet Elvires Tod.
Der Findling
Repräsentation des Bösen
1. Nicolo wird
liebevoll in dem Haus der Piachis aufgenommen, obwohl er den Tod Paolos zu
verschulden hat. Er ist getrieben von einer Gier nach Sex und richtet sich
selbst nach seiner Heirat nach keinerlei moralischen Werten. Kaum stirbt seine
Frau, verfällt er wieder der Hurerei und will sich sogar an Elvire vergehen.
Nachdem er kurz reue zeigt verwaist er Piachi des Hauses und nutzt seine
Verbindungen zur Kirche sich sein Recht auf Piachis Besitztümer vom Bischof
beglaubigen zu lassen. Er repräsentiert das Böse durch seinen Charakter. Äußerlich
von schöner Gestalt besitzt er die Wandlungsfähigkeit von Goethes Teufel, denn
er ist in der Lage in Colinos Rolle zu schlüpfen und die arme Elvire so zu
manipulieren, dass sie denkt er sei ihr geliebter verstorbener Ritter. Von
Anfang an geht ihm jede Moralität ab und einem Parasit gleich erschleicht er
sich Vorteile zum Nachteil aller anderen – ohne Gewissen.
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Der Findling & Die Räuber
Repräsentation des Bösen
Resumé
Wo „die Räuber“ den Freiheitsgedanken repräsentieren und das tatsächliche
Bild der damaligen
Umstände wiedergeben,
befasst sich „der
Findling“ besonders
mit den Abgründen
der Seele, Krankheit und Tod.
Das Augenscheinlich personifizierte Böse
in „die Räuber“ entpuppt sich als fehlgeleitetes, verletztes und schlussendlich
auch labiles, sehr zerbrechliches Wesen. Fehlgeleitet und durch Entbehrungen
geprägt keinen anderen Weg sehend erfüllt Franz die Rolle des Tyrannen bravourös.
Seine Labilität wird gekrönt durch seinen Selbstmord da er nach missglückter
Reinigung der Sünden und voller Angst vor dem letzten Gericht keinen anderen
Ausweg mehr sieht, hat ihn doch wieder sein verhasster Bruder gedemütigt und
vernichtend geschlagen.
In „der Findling“ kristallisiert sich der
anfangs Bemitleidenswerte kleine Nicolo als das Böse heraus. Fällt sein
harsches handeln am Anfang der Prosa nicht direkt als böse Handlung ins Auge,
so doch mindestens beim zweiten Lesen. Er manipuliert den armen Piachi und
nutzt seine Gutherzigkeit schamlos aus. Auch im späteren Verlauf handelt er aus
rein egoistischen Motiven und das mit einer Kaltherzigkeit die ihres Gleichen
sucht. Er treibt die Handlung unerbittlich auf ihr Ende zu, die sich in seine
eigene Ermordung aufgrund seiner drakonischen Machenschaften gipfelt.
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