Wissenschaftliche
Hausarbeit
Zum
Thema
Regionale Disparitäten in den Sportengagements
Jugendlicher
Verfasser
Volkmar Burkhardt
Bisamkiez 25
14478 Potsdam
Volkmarus
AT web.de
Matrikelnummer
706977
Universität Potsdam
Institut für
Sportwissenschaft
Arbeitsbereich
Sportsoziologie/Sportanthropologie
Seminar
Sportengagements von
Kindern und Jugendlichen
(und sportbezogene
Sozialisation)
(Sportsoziologie)
Dozentin
Tina Nobis
Abgabetermin
14.11.2006
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung S. 1
2. Vergleich Ost – West:
Nordrhein-Westfalen und Brandenburg S. 2
2.1 Allgemeine Sportaktivitäten
Jugendlicher in Nordrhein-Westfalen S. 3
2.2 Bevorzugte Sportorte
Jugendlicher in Nordrhein-Westfalen S. 5
2.3 Allgemeine Sportaktivitäten
Jugendlicher in Brandenburg S. 6
2.4 Bevorzugte Sportorte
Jugendlicher in Brandenburg S. 7
2.5 Zwischenfazit S. 8
3. Sportengagements Jugendlicher
im Vergleich Stadt – Land S. 9
4. Resümee S. 12
Literaturverzeichnis
1 Einleitung
Die vorliegende
Arbeit befasst sich, wie der Titel bereits verrät, mit der Thematik regionaler
Unterschiede im Sportengagement Jugendlicher. Untersucht wird, ob es regionale
Unterschiede im Sportengagement Jugendlicher gibt und wenn ja, in welchen
sportlichen Bereichen diese zu erkennen sind.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils! Zunächst wendet sich die vorliegende Arbeit dem Vergleich
der neuen und alten Bundesländer zu. In diesem Abschnitt soll die Fragestellung
bezüglich möglicher regionaler Disparitäten im Bereich jugendlicher
Sportengagements in Ost-, und Westdeutschland beantwortet werden. Verglichen
werden hierbei empirische Daten aus Nordrhein-Westfalen und Brandenburg, die
Auskunft darüber geben in welchem Maße, welchen Sportarten, an welchen
bevorzugten Orten im jeweiligen Bundesland nachgegangen wird.
Die Notwendigkeit
des Ost-West-Vergleichs liegt darin, das die Zeitspanne des vereinigten
Deutschland historisch betrachtet erst sehr kurz währt. Die These dass 45 Jahre
getrennte Entwicklung im Bereich Sportstättenbau, Sportstättenausstattung, Infrastruktur
sowie Vereinsentwicklung und Sportartenförderung Spuren hinterlassen hat – und
somit als Ursache für regionale Disparitäten angesehen werden kann – soll in
dem Abschnitt Vergleich Ost-West: Nordrhein-Westfalen und Brandenburg geklärt
werden. Anschließend werden weitere Befunde ausgewertet, die nicht nur über
regionale Unterschiede Auskunft geben, sondern zusätzlich
geschlechterspezifisch ausdifferenziert sind. Somit wird die zusätzliche Frage
nach geschlechterspezifischen Ost-West-Unterschieden ebenfalls erörtert. Es
folgt ein Zwischenfazit das den Ost-West-Vergleich vorerst abschließt, um im
nächsten Abschnitt einen konkreten Stadt-Land-Vergleich in Brandenburg auswerten
zu können.
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Auswertung der Ergebnisse in Bezug auf die zu untersuchenden Fragestellungen.
1
2 Vergleich Ost -
West: Nordrhein-Westfalen und Brandenburg
Baur und
Burrmann (2003) stellen fest, dass Befunde der Sozialberichterstattung die Annahme
stützen, dass auch nach mehr als einem Jahrzehnt nach der deutschen Wiedervereinigung
weiterhin mehr oder weniger gravierende Unterschiede in den Lebensverhältnissen
der Ost- und Westdeutschen in Betracht zu ziehen sind. Weiter betonen Baur und
Burrmann (2003) dass im ost-westdeutschen Vergleich bestehende
sozialstrukturelle Disparitäten zuungunsten der neuen Bundesländer auf keinen
Fall zu übersehen sind. Die deutlich schwächere Wirtschaftsstruktur und
Finanzierungsschwäche öffentlicher Haushalte engen die Handlungsspielräume
wohlfahrtlicher Politik in den neuen Bundesländern erheblich ein. Letztendlich
weisen Baur und Burrmann (2003) ebenfalls darauf hin, dass die daraus
resultierenden Einschränkungen besonders die Partizipationschancen in den
Bereichen Freizeit, Kultur und Sport betreffen. Die These, dass 45 Jahre
getrennte Entwicklung im Bereich des Sports in den neuen Bundesländern
mangelhafte Zustände hinterlassen haben, wird im Folgenden bestätigt.
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Plätze und Hinterhöfe vielerorts ebenfalls keine Nutzung für sportive
Aktivitäten zu. Baur und Burrmann (2003) beenden ihre Ausführung mit dem
Hinweis, das weitere informelle Sportgelegenheiten, kommunale Sportangebote,
gewerbliche Sporteinrichtungen aber auch Sportvereine Kindern und Jugendlichen
in Ostdeutschland noch nicht in den Umfang zugänglich sind wie in
Westdeutschland. Natürlich setzte sich in den neuen Bundesländern nach der
deutschen Wiedervereinigung eine Expansion und Pluralisierung des Sports durch,
aber wegen der schwach entwickelten Freizeit- und Sportinfrastruktur waren –
und sind – diesen Entwicklungen Grenzen gesetzt. Ob und inwieweit die erwähnten
Unterschiede Auswirkungen auf regionale Disparitäten in den Sportengagements
Jugendlicher haben, wird in den nächsten Abschnitten anhand der Auswertung
empirischen Daten aus Nordrhein-Westfalen und Brandenburg erörtert.
2
2.1 Allgemeine
Sportaktivitäten Jugendlicher in Nordrhein-Westfalen
In diesem Abschnitt wird zunächst der Stellenwert
allgemeiner sportlicher Aktivitäten Jugendlicher in Nordrhein-Westfalen
behandelt, anschließend werden die Top Ten der beliebtesten Sportarten
erörtert. Da die vorliegenden empirischen Befunde eine geschlechterspezifische
Differenzierung beinhalten, werden geschlechterspezifische Unterschiede oder
Gemeinsamkeiten mit ausgewertet.
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dass das Zusammensein mit dem Freund oder der Freundin – als sehr wichtige
Freizeitaktivität – bei beiden Geschlechtern die Spitzenposition einnimmt und
somit als die am wichtigsten empfundene Freizeitaktivität betrachtet werden
kann. Während Sport treiben bei Jungen bereits die zweitwichtigste
Freizeitaktivität ist, rangiert Sport treiben bei Mädchen auf Platz Vier.
Mädchen empfinden Musik hören und mit dem Freund, der Freundin oder Clique
zusammen sein als wichtiger. (Tietjens, 2001,S. 117-118)
Grafiken wurden automatisiert entfernt
Abb.
1. Wichtigkeit von Freizeitaktivitäten bei Jugendlichen, Angaben „sehr
wichtig“ in Prozent.
(nach
Tietjens, 2001, S. 118)
3
Welche vereinsungebundenen Sportarten Jugendliche in
Nordrhein-Westfalen präferieren zeigt Tab.1. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass
Fußball mit einem Anteil von 47 % bei weitem die beliebteste Sportart
männlicher Jugendlicher in Nordrhein-Westfalen ist. Bei weiblichen Jugendlichen
hingegen rangiert Radfahren mit einem Anteil von 17 % auf Platz 1, dicht gefolgt
von Schwimmen und Rollschuhfahren mit jeweils 14 %. Fußball taucht hier in den
Top Ten der beliebtesten Sportaktivitäten erst gar nicht auf. Andererseits wird
bei den Jungen weder Tanzen noch Reiten genannt.
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