Title, Topic

Querelle de Femmes der Geschlechterstreit vom 15. bis 18. Jahrhundert .docx

®
Page 1 of 4
[1] [2] [3] [4]
Faculty
Social Science
Discipline
Educational Science / Pedagogy
Document category
Term paper
University, School
Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd - PH
Additional information
2010, Kersting
Responsible User
This text has been add by user olle1926 on 2010-09-12. Disclaimer
Popularity
598  visits
Document length
~4.101  Words
~24.855  Chars
Rating
Networking




















More documents
Educational Science / Pedagogy

Thesenpapier Modelllernen
Modelllernen 1. Albert Bandura · * 1925 (Kanada) · Sozial-kognitive Lerntheorie, Modelllernen · Forschungsgebiete:­ Interaktionsprozes­se in der Psychotherapie, familiäre Ursachen für Aggre


Vermittlung von Sozialkompetenz anhand der Projektmethode - Möglichkeiten und Grenzen
Vermittlung von Sozialkompetenz anhand der Projektmethode – Möglichkeiten und Grenzen Inhaltsverzeichnis­ 1. Einleitung 2. Definition von Sozialkompetenz 3. Die Projektmethode 3.1 Merk


Auswirkungen der partiellen und kompletten monoedukativen Unterrichtung
Zurück zur Monoedukation? Auswirkungen der partiellen und kompletten monoedukativen Unterrichtung Inhalt 1 Einleitung. - 3 - 2 Monoedukation.. - 4 - 2.1 Was ist Monoedukation?. - 4 - 2.2


KS Deutschunterricht aus Lehrerperspektive Unterichtsbeobachtun­gen
Reflexionsbericht zur Lehrveranstaltung:­ KS Deutschunterricht aus Lehrerperspektive Kursleiter: Mag. Bernhard Zuser WS 2004/05 von Johannes Kern Neu überarb. Fassung Vorwort Dieser Bericht sol

Querelle des Femmes,

der Geschlechterstreit vom

15. bis 18. Jahrhundert

15.03.2010


Grafiken wurden automatisiert entfernt

„Ich sehe nicht ein,

warum wir uns immer um die Männer

oder gar um die Schlachten kümmern sollen;

die Geschichte der Frauen

ist meist viel interessanter.“

(Theodor Fontane, Unwiederbringlich, 1891)

„Quid est mulier?

(Tertullian, um 200)

Was sind Frauen?

(Christine de Pizan, 1402)

Inhaltsverzeichnis

1. Querelle des Femmes, der Geschlechterstreit ........ 4

1.1 Begriffserklärung............ 4

1.2 Was ist die „Querelle des Femmes“?........ 4

2. Stationen der europäischen „Querelle des Femmes“..... 6

2.1 1400 – 1750............ 6

2.2 Die deutsche „Querelle“ von 1600 – 1750

im Bezug auf die Frauenbildung ...... 11

3. Christine de Pizan .............. 14

4. Literaturverzeichnis............. 17

4.1 Bücher............ 17

4.2 Internetquellen............. 17

4.3 Abbildungsverzeichnis........ 17

1.             Querelle des Femmes, der Geschlechterstreit

1.1          Begriffserklärung

Der Begriff „Querelle des Femmes“ hat im Laufe der Zeit mehrere Bedeutungen zugesprochen bekommen. Er bezeichnet die jahrhundertelange Diskussion von Gelehrten über die Ordnung der Geschlechter. „Diskutiert wurde die weibliche Natur, das intellektuelle und moralische Vermögen der Frau, sowie ihre gesellschaftliche und rechtliche Stellung.“[1] Allerdings ist nicht eindeutig, ob der Begriff „Querelle des Femmes“ „der Streit der Frauen“ oder „der Streit um die Frauen“ bedeutet.

Die Diskussion reichte zeitlich „vom Beginn des Humanismus bis zur Aufklärung“[2], also in etwa vom 15. bis ins 18. Jahrhundert.

Die „Querelle des Femmes“ hatte ihre Brennpunkte in Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und England.

This paragraph has been concealed!
Download the complete document for free!
Querelle de Femmes der Geschlechterstreit vom[...].docx
• Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
• First upload your own document, and you get a word document per email
• No registration necessary, gratis
Swap homeworks and notes at no charge!
Gratis scripts for students and pupils!

Später als Auseinandersetzung , Disput oder Streit. Nach dem Juridischen Bedeutungsbereich wird der Begriff „Querelle“ sowohl als Beschwerde oder Anklage als auch als Prozess übersetzt. Aber auch Sache oder Anliegen der Frauen kann dies bedeuten.[3]

1.2          Was ist die „Querelle des Femmes“?

Wie bereits erwähnt ist die „Querelle des Femmes“ eine „kontinuierliche Diskursmasse“[4].

Es entstand eine Theoriedebatte über „Wesen und Status, über »Wert oder Unwert«, über »Wissensfähigkeit und Wissenschaftsfähigkeit« der Frau.“[5]

Bei dieser Diskussion kristallisierten sich zwei gegensätzliche Positionen. Die eine Position war frauenfeindlich und vertrat die Meinung, dass die Frau in der Gesellschaft einen nachgeordneten Rang gegenüber dem Mann hatte und das Menschsein der Frau abwertete.

Damit wurde dem Mann der Herrschaftsanspruch zugesprochen.

Dem gegenüber stand die frauenfreundliche Position, die die Würde der Frau verteidigte und diese auf die gleiche Ebene oder sogar auf eine höhere Ebene wie den Mann stellte.

Als Vorlage, Vorbilder oder Gegenbeispiele dienten „Frauengestalten aus Geschichte, Literatur und Mythologie“.[6]


Grafiken wurden automatisiert entfernt
Als erste Frau, auf die ich später genauer eingehen werde, meldete sich Christine de Pizan (1364 – 1431) um 1400 in dieser Auseinandersetzung zu Wort.
This paragraph has been concealed!
Download the complete document for free!
Querelle de Femmes der Geschlechterstreit vom[...].docx
• Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
• First upload your own document, and you get a word document per email
• No registration necessary, gratis
Swap homeworks and notes at no charge!
Gratis scripts for students and pupils!

Abb.: 1 Christine de Pizan[8]

Ein zentraler Punkt der Debatte war die Frauenbildung. Die frauenfeindliche Position sprachen den Frauen den Verstand ab, um diese „[..] von wesentlichen gesellschaftlichen Funktionen auszuschließen und [diese] >> unter die Herrschaft des Mannes << zu stellen[..].[9] Dies wurde allerdings dadurch verteidigt, dass Frauen wegen mangelnder Bildungschancen eine andere Erziehung erhielten.

Diese These wird vor allem durch die schöpfungsbedingte Zweitrangigkeit der Frau untermauert und stützt sich damit, wie auch viele andere Thesen der frühneuzeitlichen „Querelle“, auf die Bibel. Durch diese Zweitrangigkeit und der Gottgegebenen Alleinherrschaft des Mannes hat sich die Frau dem Mann unterzuordnen, da sie intellektuell und moralisch als schwächer bezeichnet wird.

Gemeinhin wird die Frau als „Verführerin und Werkzeug des Teufels betrachtet.“ [10]

Die frauenfreundliche Seite versucht diese Thesen durch eine frauenfreundlichere Interpretation zu widerlegen. Sie sagen, dass die Frau als „Krone der Schöpfung“[11] anzusehen ist, da die Frau am vollkommensten ist, weil sie zuletzt erschaffen wurde. Die Frau nimmt auch in der Bibel eine sehr wichtige Rolle ein und gilt dem Mann als überlegen.

Beispielsweise empfängt eine Frau Christus.

This paragraph has been concealed!
Download the complete document for free!
Querelle de Femmes der Geschlechterstreit vom[...].docx
• Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
• First upload your own document, and you get a word document per email
• No registration necessary, gratis
Swap homeworks and notes at no charge!
Gratis scripts for students and pupils!

2.             Stationen der europäischen „Querelle des Femmes“

2.1         1400 – 1750


Grafiken wurden automatisiert entfernt
Bereits 1399 verurteilte Christine de Pizan in ihrem Werk „Epistre au dieu d`amour“ zu Deutsch „Sendbrief vom Liebesgott“ Vorurteile gegenüber dem weiblichen Geschlechts.

Ihr Hauptaugenmerk bezog sich auf die offene Frauenfeindlichkeit in frei zugänglicher Literatur. Ein Dorn im Auge waren ihr vor allem zwei sehr verbreitete und geschätzte Werke. Das eine lautet „Lamentationes Matheoli“, „Klagen des Matheolus“ aus dem Jahre 1300 und das zweite Werk ist der zweite Teil des „Rosenromans“ von Jean de Meung

aus dem Jahre 1280.[12] Der Glaube an die ewige Liebe aus dem ersten Teil wird zur lasterhaften Versuchung.

Die Frauen sollten den Männern „wie die Kühe den Stieren“ dienen.

Abb.: 2 Statue von Jean de Meung[13]

Christine de Pizan forderte die Autorität Jean de Meung heraus, indem sie sein Frauenbild offen auseinander nahm.

In ihrem 1404/ 1405 entstandenen Buch „Buch von der Stadt der Frauen“ zeichnete sie ein vorurteilsfreies Bild des weiblichen Geschlechts. Sie zeigt ein utopisches Bild einer idealen Gesellschaft. Hierbei bezieht sie sich auf Lebensläufe von vorbildlichen Frauen aus der Bibel und der Geschichte. Christine de Pizan vertrat die Meinung, dass wenn man auch kleine Mädchen lernen und studieren lies wie die Jungen, würden sie die Lehren genauso begreifen wie die Jungen. “Je stär­ker die Frau­en den Män­nern an Kör­per­kraft un­ter­le­gen [sind], des­to mehr Scharf­sinn ent­fal­ten sie über­all dort, wo sie sich wirk­lich ins Zeug le­gen“.

Chris­ti­ne de Piz­ans Kri­tik an Jean de Me­ung lös­te ei­nen öf­f­ent­li­chen Streit aus, in dem die Schrift­stel­le­rin nach ers­ten hef­ti­gen At­ta­cken un­ter an­de­rem von dem kö­nig­li­chen Se­kre­tär Jean de Mon­treuil auch prominente Un­ter­stüt­zung er­hielt – so­wohl aus in­tel­lek­tu­el­len wie aus hö­fi­schen Krei­sen.

 


Grafiken wurden automatisiert entfernt
So ver­tei­dig­te Jean Ger­son, der Kanz­ler der Pa­ri­ser
This paragraph has been concealed!
Download the complete document for free!
Querelle de Femmes der Geschlechterstreit vom[...].docx
• Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
• First upload your own document, and you get a word document per email
• No registration necessary, gratis
Swap homeworks and notes at no charge!
Gratis scripts for students and pupils!

an­knüpf­te.

Abb.:3 Jean Gerson[14]

Das „Buch von der Stadt der Frauen“ hat auch eine Schlüsselfunktion, da es die klassischen Topoi widerlegt und ein neues Frauenbild schafft. Die klassischen Topoi beziehen sich auf die „intellektuellen und moralischen, der körperlichen und spirituellen Unterlegenheit des weiblichen Geschlechts“.[15]

Im 15. Jahrhundert knüpfte an die humanistische Bildungsdebatte auch eine Auseinandersetzung über das Menschsein der Frau. Da die meisten Autoren das neue Menschenbild der Renaissance, die Selbstbestimmung des Menschen nur auf den Mann bezogen wand Christine de Pizan das neue Menschenbild auch auf die misogynen[16] Vorstellungen der Frau aus Mittelalter und Antike an.

Im 16. Jahrhundert tat sich eine Kluft zwischen „der absoluten Erhöhung und der totalen Abwertung der Frauen auf, die bis zu der Frage reichte, ob Frauen überhaupt Menschen seien.“[17] Ausgelöst wurde diese Kluft durch die Debatte über die Vorzüge und Nachteile des weiblichen Geschlechts.


Grafiken wurden automatisiert entfernt

Grafiken wurden automatisiert entfernt
Zentral war vor allem das Werk „Malleus maleficarum“, „Der Hexenhammer“ aus dem Jahre 1487 von den beiden Dominikanermönchen Heinrich Institoris und Jacob Sprenger.

Dieses Werk mit seinen frauenfeindlichen Aussagen wurde zum Leitfaden zur Verfolgung v on Hexen in ganz Europa. Dieses Werk zog sogar noch hunderte Jahre nach Erscheinen weite Kreise.


Grafiken wurden automatisiert entfernt

 

 

 


Page 1 of 4
[1] [2] [3] [4]


swopdoc.com ist not responsible for the content of this text provided by third parties

Legal info - Copyright - Terms - Partner - Statistik - Contact
antiblock.org adblockdetector.com

Swap your documents