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auf die in Abschnitt 2 eingegangen wird.
Mineralischer Dünger, wird auch als anorganischer Dünger
bezeichnet, und besteht somit nicht aus pflanzlichen oder tierischen Produkten,
bzw. Ausscheidungen. Mineralischer Dünger wird zum Großteil aus Salzbergwerken
gewonnen und anschließend chemisch aufbereitet. Vor allem das
Haber-Bosch-Verfahren aus dem Jahre 1910 revolutionierte die Herstellung von Mineralischem
Dünger immens. Durch die synthetische Herstellung von Ammoniak aus
Luftstickstoff und Wasserstoff (gewonnen aus Methan, oder Wasserdampf) konnte
großtechnisch Stickstoffdünger hergestellt werden. Vor allem ist hier der
Harnstoff zu nennen, der noch heute der wichtigste Mineralische Dünger auf der
Welt ist. Seine Herstellung ist unkompliziert, da der aus dem
Haber-Bosch-Verfahren gewonnene Ammoniak mit CO2 zu Harnstoff
reagiert. Der 1929 entwickelte Kalkammonsalpeter spielt in Deutschland mit über
50 % Marktanteil an Stickstoffdüngern ebenfalls eine sehr wichtige Rolle. Seine
Vorzüge sind die Verteilung des Gesamtstickstoffgehaltes von 27 % auf 13,5
% Nitratstickstoff (NO3-N) und 13,5 % Ammoniumstickstoff (NH4-N).
Der Nitratstickstoff ist sofort pflanzenverfügbar und hat deshalb eine schnelle
Düngerwirkung. Über längere Zeit wird der Ammoniumstickstoff durch
Nitrifikation mobilisiert und ist dann ebenfalls pflanzenverfügbar.
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Abbildung
1: Mineralische Dünger mit Stickstoff – Wichtige Zahlen 2006/2007 des Bundesarbeitskreis Düngung im
Industrieverband Agrar e.V., 2007
Organischer Dünger wird aus pflanzlichen, oder tierischen
Produkten bzw. Ausscheidungen gewonnen. Als einzige Ausnahme zählt der bereits
bei den Mineralischen Düngern erwähnte Harnstoff. Dieser wird bei beiden
Düngerarten genannt, da er synthetisch hergestellt werden kann, aber ebenfalls
im Harn der Tiere enthalten ist. Weitere Organische Dünger sind Gülle, Jauche,
Guano, Mist, Kompost, Klärschlamm, Gründüngung und Ernterückstände. Der dort
enthaltene Stickstoff ist zum Großteil organisch gebunden und somit nicht direkt
für die Pflanzen verfügbar. Zuerst muss der organisch gebundene Stickstoff
mineralisiert werden und liegt dann als Ammoniumstickstoff vor. In einem
weiteren Umwandlungsschritt, der Nitrifikation, wird der Ammoniumstickstoff zum
Nitratstickstoff umgesetzt. Der andere Teil des Stickstoffs in organischen
Düngern liegt bereits als Ammoniumstickstoff vor und muss somit nur einen
Umwandlungsschritt durchlaufen, bis er pflanzenverfügbar ist.
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schließlich auch an den Früchten. Was Ertragseinbußen zur Folge hätte.
Bei der mineralischen Düngung können grundsätzlich zwei
verschiedene Arten von Pflanzen unterschieden werden. Zum einen gibt es
Pflanzen, die nur einmal mineralisch gedüngt werden. Die Düngung erfolgt dann
kurz vor der Aussaat im März, oder April. Zu diesen Pflanzen gehören unter
anderem die Kartoffeln, das Sommergetreide, der Mais und die Leguminosen, wenn letztere
überhaupt mineralisch gedüngt werden. Allgemein kann gesagt werden, dass alle
Pflanzenarten mit einer kurzen Vegetationsperiode eine einmalige mineralische
Düngung erhalten. Die Düngergabe beläuft sich etwa auf 60 ‑
110 kg/ha je nach Pflanzenart. (Schilling, 2000)
Auf der anderen Seite gibt es Pflanzen, die zweimal bis
mehrmals im Jahr gedüngt werden. Eine zweimalige Düngung erhalten alle
Wintergetreidesorten. Die erste Düngung erfolgt in gleicher Höhe und zum
gleichen Zeitpunkt, wie bei Pflanzen mit einmaliger Düngung. Die zweite Düngung
in Höhe von 20-50 kg/ha wird beim Erscheinen des Zweiten Halmknotens auf das
Feld gegeben.
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Eine Herbstgabe von mineralischem Dünger bringt keinerlei
Ertragssteigerung. Oft liegen die Felder im Winter brach und somit werden die
Nährstoffe nicht durch Pflanzen aufgenommen. Es würde zu einer vermehrten
Auswaschung und somit Verunreinigung des Grundwassers kommen. Aus diesem Grund
wird gänzlich auf eine Ausbringung von mineralischem Dünger im Herbst
verzichtet.
Die Zeitpunkte der Organischen Düngung unterscheiden sich im
Wesentlichen sehr von den Zeitpunkten der Mineralischen Düngung. Oft werden die
organischen Dünger im Herbst ausgebracht. Der Grund hierfür ist, dass wie in Abschnitt
2.2.2 angesprochen, der organische Dünger in einer zu Beginn nicht
pflanzenverfügbaren Form vorliegt. Bis es zu Nitrat umgewandelt wurde, vergeht
einige Zeit. Während dieser Zeit ist die Gefahr der Auswaschung sehr gering.
Dennoch gibt es auch für die Zeitpunkte der Organischen Düngung Bestimmungen.
Je nach Bodenart darf entweder im Herbst und Frühjahr oder nur im Frühjahr organischer
Dünger auf die Felder gebracht werden. Tonige und schluffige Böden haben eine
geringere Versickerungsrate und können deshalb sowohl im Herbst, als auch im
Frühjahr gedüngt werden. Sande hingegen dürfen nur im Frühjahr gedüngt werden,
da auf solchen Standorten die Sickerrate höher liegt und somit auch die Gefahr
der Auswaschung.
Generell gibt es Sperrfristen für die Düngung in
Deutschland, die für Dünger mit einem Gesamtstickstoffgehalt von mehr als 1,5 %
gelten.
Auf Ackerland gibt es eine Sperrfrist vom 01. November bis
31. Januar.
Auf Grünland geht die Sperrfrist vom 15. November bis 31.
Januar.
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