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Quellen und Dynamik des Nitrateintrages in Fliessgewässer aus der Landwirtschaft .doc

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Environmental Science
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Geo Sciences
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Universität Bayreuth
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2008
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Quellen und Dynamik des
NitrAteintrags in Fliessgewässer aus der Landwirtschaft

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis. ii

1 Rolle des Stickstoffs in der Landwirtschaft 1

1.1 Gründe für die Stickstoffdüngung auf landwirtschaftlichen Flächen. 1

1.2 Düngerarten. 1

1.2.1 Mineralischer Dünger 1

1.2.2 Organischer Dünger 2

1.3 Zeitpunkte der Düngung. 2

1.3.1 Zeitpunkte der Mineralischen Düngung. 2

1.3.2 Zeitpunkte der Organischen Düngung. 3

2 Nitratauswaschung. 4

2.1 Einflussgrößen der Nitratauswaschung. 4

2.2 Nitratdynamik in Böden. 5

2.3 Nitratverlagerung an der Oberfläche. 6

3 Verminderung der Nitratauswaschung. 7

Literatur- und Quellenverzeichnis. 9


1    Rolle des Stickstoffs in der Landwirtschaft

1.1    Gründe für die Stickstoffdüngung auf landwirtschaftlichen Flächen

Durch die steigende Nachfrage nach Nahrungsmitteln war die Landwirtschaft gezwungen mehr Nahrungsmittel zu produzieren. Die landwirtschaftliche Anbaufläche sollte und konnte allerdings nicht um ein Vielfaches vergrößert werden. Aus diesem Grund mussten die Landwirte den Ertrag pro Hektar steigern.

Diese Ertragssteigerung war erst möglich mit der Entdeckung und Anwendung des ersten Düngers im 19. Jh. Seit dem Beginn der Düngung konnte eine Verzehnfachung der Erträge verzeichnet werden. Doch nicht nur die Ertragssteigerung war der Grund für die landwirtschaftliche Düngung, sondern auch der Erhalt der Bodenfruchtbarkeit war für eine ertragsreiche Ernte über Jahrzehnte hinweg von großer Bedeutung.

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Doch dabei entstanden und entstehen immer noch erhebliche Probleme, auf die in Abschnitt 2 eingegangen wird.

1.2    Düngerarten

1.2.1     Mineralischer Dünger

Mineralischer Dünger, wird auch als anorganischer Dünger bezeichnet, und besteht somit nicht aus pflanzlichen oder tierischen Produkten, bzw. Ausscheidungen. Mineralischer Dünger wird zum Großteil aus Salzbergwerken gewonnen und anschließend chemisch aufbereitet. Vor allem das Haber-Bosch-Verfahren aus dem Jahre 1910 revolutionierte die Herstellung von Mineralischem Dünger immens.

Durch die synthetische Herstellung von Ammoniak aus Luftstickstoff und Wasserstoff (gewonnen aus Methan, oder Wasserdampf) konnte großtechnisch Stickstoffdünger hergestellt werden. Vor allem ist hier der Harnstoff zu nennen, der noch heute der wichtigste Mineralische Dünger auf der Welt ist. Seine Herstellung ist unkompliziert, da der aus dem Haber-Bosch-Verfahren gewonnene Ammoniak mit CO2 zu Harnstoff reagiert.

Der 1929 entwickelte Kalkammonsalpeter spielt in Deutschland mit über 50 % Marktanteil an Stickstoffdüngern ebenfalls eine sehr wichtige Rolle. Seine Vorzüge sind die Verteilung des Gesamtstickstoffgehaltes von 27 % auf 13,5 % Nitratstickstoff (NO3­­-N) und 13,5 % Ammoniumstickstoff (NH4-N). Der Nitratstickstoff ist sofort pflanzenverfügbar und hat deshalb eine schnelle Düngerwirkung. Über längere Zeit wird der Ammoniumstickstoff durch Nitrifikation mobilisiert und ist dann ebenfalls pflanzenverfügbar.

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Abbildung 1: Mineralische Dünger mit Stickstoff – Wichtige Zahlen 2006/2007 des Bundesarbeitskreis Düngung im Industrieverband Agrar e.V., 2007

1.2.2     Organischer Dünger

Organischer Dünger wird aus pflanzlichen, oder tierischen Produkten bzw. Ausscheidungen gewonnen. Als einzige Ausnahme zählt der bereits bei den Mineralischen Düngern erwähnte Harnstoff. Dieser wird bei beiden Düngerarten genannt, da er synthetisch hergestellt werden kann, aber ebenfalls im Harn der Tiere enthalten ist.

Weitere Organische Dünger sind Gülle, Jauche, Guano, Mist, Kompost, Klärschlamm, Gründüngung und Ernterückstände. Der dort enthaltene Stickstoff ist zum Großteil organisch gebunden und somit nicht direkt für die Pflanzen verfügbar. Zuerst muss der organisch gebundene Stickstoff mineralisiert werden und liegt dann als Ammoniumstickstoff vor.

In einem weiteren Umwandlungsschritt, der Nitrifikation, wird der Ammoniumstickstoff zum Nitratstickstoff umgesetzt. Der andere Teil des Stickstoffs in organischen Düngern liegt bereits als Ammoniumstickstoff vor und muss somit nur einen Umwandlungsschritt durchlaufen, bis er pflanzenverfügbar ist.

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Es kommt zu Mangelerscheinungen bei den Pflanzen und schließlich auch an den Früchten. Was Ertragseinbußen zur Folge hätte.

1.3.1     Zeitpunkte der Mineralischen Düngung

Bei der mineralischen Düngung können grundsätzlich zwei verschiedene Arten von Pflanzen unterschieden werden. Zum einen gibt es Pflanzen, die nur einmal mineralisch gedüngt werden. Die Düngung erfolgt dann kurz vor der Aussaat im März, oder April. Zu diesen Pflanzen gehören unter anderem die Kartoffeln, das Sommergetreide, der Mais und die Leguminosen, wenn letztere überhaupt mineralisch gedüngt werden.

Allgemein kann gesagt werden, dass alle Pflanzenarten mit einer kurzen Vegetationsperiode eine einmalige mineralische Düngung erhalten. Die Düngergabe beläuft sich etwa auf 60 ‑ 110 kg/ha je nach Pflanzenart. (Schilling, 2000)

Auf der anderen Seite gibt es Pflanzen, die zweimal bis mehrmals im Jahr gedüngt werden. Eine zweimalige Düngung erhalten alle Wintergetreidesorten. Die erste Düngung erfolgt in gleicher Höhe und zum gleichen Zeitpunkt, wie bei Pflanzen mit einmaliger Düngung. Die zweite Düngung in Höhe von 20-50 kg/ha wird beim Erscheinen des Zweiten Halmknotens auf das Feld gegeben.

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Eine Herbstgabe von mineralischem Dünger bringt keinerlei Ertragssteigerung. Oft liegen die Felder im Winter brach und somit werden die Nährstoffe nicht durch Pflanzen aufgenommen. Es würde zu einer vermehrten Auswaschung und somit Verunreinigung des Grundwassers kommen. Aus diesem Grund wird gänzlich auf eine Ausbringung von mineralischem Dünger im Herbst verzichtet.

1.3.2     Zeitpunkte der Organischen Düngung

Die Zeitpunkte der Organischen Düngung unterscheiden sich im Wesentlichen sehr von den Zeitpunkten der Mineralischen Düngung. Oft werden die organischen Dünger im Herbst ausgebracht. Der Grund hierfür ist, dass wie in Abschnitt 2.2.2 angesprochen, der organische Dünger in einer zu Beginn nicht pflanzenverfügbaren Form vorliegt.

Bis es zu Nitrat umgewandelt wurde, vergeht einige Zeit. Während dieser Zeit ist die Gefahr der Auswaschung sehr gering. Dennoch gibt es auch für die Zeitpunkte der Organischen Düngung Bestimmungen. Je nach Bodenart darf entweder im Herbst und Frühjahr oder nur im Frühjahr organischer Dünger auf die Felder gebracht werden.

Tonige und schluffige Böden haben eine geringere Versickerungsrate und können deshalb sowohl im Herbst, als auch im Frühjahr gedüngt werden. Sande hingegen dürfen nur im Frühjahr gedüngt werden, da auf solchen Standorten die Sickerrate höher liegt und somit auch die Gefahr der Auswaschung.

Generell gibt es Sperrfristen für die Düngung in Deutschland, die für Dünger mit einem Gesamtstickstoffgehalt von mehr als 1,5 % gelten.

Auf Ackerland gibt es eine Sperrfrist vom 01. November bis 31. Januar.

Auf Grünland geht die Sperrfrist vom 15. November bis 31. Januar.


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