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Qualitative Systemwissenschaften 2 .docx

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Faculty
Environmental Science
Discipline
Environmental Sciences
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Examination questions
University, School
Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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Huber
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1. Das Konzept der Selbstorganisation (SO) hat seine Grundlage auf der molekularen Ebene und beschreibt..das Leistungsprofil von Materie unter verschiedenen, insbesondere von energetisch herausfordernden Randbedingungen - ..die Entwicklung von Materie unter verschiedenen, insbesondere von energetisch herausfordernden Randbedingungen.

Stimmt, denn unter energetisch herausfordernden Bedingungen verändern sich die Eigenschaften sprunghaft und es bilden sich neue Strukturen, die Materie wird neu strukturiert, um den überkritischen Energieeintrag verwalten zu können.


2. SO-Systeme sind manchmal in ihrer Existenz in Entwicklung.

Stimmt nicht, weil das System immer in Entwicklung ist, für SO-Systeme vergeht keine Zeit, wenn sie „stehen“, SO-Systeme sind dynamische Prozesse.


3. SO-Systeme können sich nur in Richtung stabiler Zustände entwickeln.

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4. Das Konzept der Thermodynamik widerspricht dem Konzept der SO von Materie.

Stimmt, weil das Konzept der Thermodynamik nach hoher Entropie und SO-Systeme nach geringer Entropie strebt (gibt sie auch ab).


5. Für die Beschreibung des thermodynamischen Chaos ist insbesondere die Erfassung des Energieinhaltes in Form von Entropie erforderlich.

Stimmt nicht, weil man Entropie nicht absolut (quantitativ) messen kann, sondern nur Differenzen, wenn keine Vergleichswerte vorhanden sind, (z.B. nur bei einem System) ist der Entropiegehalt nicht wesentlich/aussagekräftig (Entropie ist im Thermodynamik-Chaos immer max.)


6. Selektoren stabilisieren die Entwicklung von SO-Systemen.

Stimmt nicht, weil sie die Richtung der Entw. Von SO-Systemen bestimmen und die muss nicht immer zum stabilen Zustand führen, ob die Entw. Stabilisiert wird oder nicht, entscheiden Attraktoren und nicht Selektoren (Selektor: gibt Wege vor, in die versch. Richtung es gehen könnte)


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Ja, weil diese Wahl ein Beobachter treffen muss, dieser sieht die Systemeigenschaften bzw.

-kategorien als Beobachterkategorie und bestimmt so die Eigenschaften eines Systems durch die eigene Beschreibung mit.


8. SO-Systeme entwickeln sich so wie alle anderen Systeme immer in Richtung von Attraktoren.

Stimmt, denn Attraktoren sind Zielpunkte in der Entwicklung von Systemen, man unterscheidet zwischen stabilisierenden (Graphik) und destabilisierenden (streben zum dissipativen (stärken destab.

Attraktor)) Attraktoren, Attraktoren stellen Lösungen eines Gleichungssystemes im Phasenraum dar, also Zustände, die angestrebt werden.



9. Die übliche Art der Beschreibung realwissenschaftlicher Gegebenheiten schließt die Option der grundsätzlichen Unbestimmtheit eines benennbaren Systemzustandes aus.

Stimmt, weil folgendes Konzept mit folgenden Konsequenten zugrunde liegt: Gesetz der Gleichheit (A=A); Gesetz der Widerspruchsfreiheit (A und –A können nicht gleichzeitig richtig sein); Prinzip des ausgeschlossenen Dritten (eine Aussage ist entweder wahr oder falsch)


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Stimmt nicht, weil die Entw. des SO-Systems nicht von der Systemumgebung abhängig ist, sondern nur durch den Energieeintrag, der erfolgt.


11. Damit von einem SO-System gesprochen werden kann, braucht es materielle Komponenten.

Stimmt und davon eine große Anzahl (10^23) von Komponenten, die in Wechselbeziehung zueinander stehen, eine dynamische Entwicklung aufweisen und sich in einem höheren als 2-dimensionalen Phasenraum befinden


12. Die Systemumgebung generiert SO-Systeme, um Energie optimal zu verwalten.

Nein, SO-Systeme generieren Systemumgebung, um Energie optimal zu verwalten.


13. Nach dem Konzept der SO werden SO-Systeme von der Systemumgebung generiert.

Stimmt, weil der Fall gültig ist: System wird durch Energie aus Systemumgebung generiert, um Energie optimal zu verwalten, bestimmt Struktur des Systems


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Stimmt, weil sie ansonsten die Strukturen, die geschaffen wurden, um diesen überkritischen Energieeintrag verwalten zu können, nicht aufrechterhalten können.


15. SO-Systeme passen sich optimal an die Systemumgebung an.

Stimmt, weil sie ständig andere Strukturen für entsprechende Energieeinträge erstellt.


16. In realwissenschaftlichen Beschreibungen tritt Zeit üblicherweise als Koeffizient in Differentialgleichungen auf.

Stimmt, damit ist Zeit mechanisch: Koeffizient von Positionsveränderungen, extern vorgegeben; komplex: Systemzeit, Richtung der Zeit, Zeithorizont, Alter des Systems (Anzahl durchlaufender Strukturen und Zustände), Lebensgeschwindigkeit (Turnover-Rate), Systemgeschichte; Zeit ist bei SO-Systemen keine Koordinate des Phasenraums, es entsteht vielmehr eine individuelle Systemzeit, die sich als Trajektorie der Bewegung im Phasenraum zeigt.



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